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StudieRESEARCH SERVICESARBEITSPLATZDER d-PartnerBronze-PartnerStudieArbeitsplatz der Zukunft2018Silber-Partner

EditorialStudieARBEITSPLATZDER ZUKUNFTEin aktuelles Studienprojekt vonRESEARCH le Angaben in diesem Ergebnisband wurden mit größter Sorgfalt zusammengestellt. Trotzdem sindFehler nicht ausgeschlossen. Verlag, Redaktion und Herausgeber weisen darauf hin, dass sie weder eineGarantie noch eine juristische Verantwortung oder jegliche Haftung für Folgen, die auf fehlerhafteInformationen zurückzuführen sind, übernehmen.Der vorliegende Ergebnisberichtsband, einschließlich all seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt.Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitungin elektronischen Systemen, auch auszugsweise, bedürfen der schriftlichen Genehmigung durchIDG Research Services.Arbeitsplatz derZukunft: Technikund Kulturmachen denUnterschiedSeitdem Microsoft in sein futuristischesBürogebäude in München-Schwabing eingezogen ist, reißt der Besucherstrom nichtmehr ab. Allein in den ersten paar Monateninteressierten sich weit über 80.000 Besucherfür Microsofts Entwurf der modernen Arbeitswelt. Der Softwarekonzern richtete sogardie Stelle eines Büroführers ein. Dieser„Experience Lead für neues Arbeiten“ führtdie Besucher nicht nur durch die neuenRäumlichkeiten, er erklärt auch in Workshops – 500 gab es davon bereits –, wie seineKollegen heute arbeiten. Das Beispiel zeigt,wie stark das Interesse am Arbeitsplatz derZukunft oder auch Future Workplace heuteist.Microsofts Geschäftsführung kann sich zudiesem gelungenen Aufbruch in die neueArbeitswelt beglückwünschen. Für IT-Proisist der größte Softwareanbieter damit nochattraktiver geworden, was angesichts derangespannten Situation am IT-Arbeitsmarkt,vor allem im Haiischbecken München, überaus wichtig ist. Und der Personalchef dürftesich bestätigt sehen, wenn er diese Studie inder Hand hält. Wichtigstes Argument für dieEinführung eines „modernen Arbeitsplatzesmit attraktiven Arbeitsbedingungen“ sinddemnach die besseren Aussichten im „Warfor Talents“.Hans Königes,Ressortleiter Jobs & KarriereDoch die gleichen IT-Prois, die optimaleBedingungen für die vernetzte und agileZusammenarbeit fordern, sind auch diejenigen, die Angst vor Veränderungen haben.Mit diesem Paradoxon fertigzuwerden ist einegroße organisatorische und psychologischeHerausforderung. „Die Mitarbeiter müssenmitgenommen werden“, heißt es immer soschön. Zuwendung, Kommunikation undvor allem Weiterbildung müssen Chefsachesein und im Unternehmen höchste Prioritätgenießen.Wie diese Studie zeigt, ist das in den meistenUnternehmen inzwischen verstanden worden. Top-Manager legen größten Wert aufKultur, Change-Management und vor allemauf optimale Lernbedingungen. Wenn daskeine gute Nachricht für Bewerber und Mitarbeiter ist Eine erkenntnisreiche Lektüre wünscht IhnenHans KönigesLeitender Redakteur / Ressort Job & KarriereCOMPUTERWOCHE / CIO3

InhaltEditorial3Weitere StudienergebnisseManagement Summary1.2.3.4.5.6.7.8.9.10.11.12.13.Die Key Findings im Überblick . 6Die Key Findings im Einzelnen1. Wie steht es um die Strategie?.92. Arbeitsplatz der Zukunft – die Relevanz .103. Organisation und Technik . 114. Fortschritt ist Chefsache . 125. Statements zum Arbeitsplatz der Zukunft .146. Beteiligung der Mitarbeiter . 157. Chancen versus Risiken .168. Was wirklich zählt . 176Mit IT-Ausstattung punkten.19Status quo aus Sicht der Mitarbeiter . 20Die Wünsche der Mitarbeiter . 22Der Wandel der Arbeitsorte . 24Eine Frage der Technik . 25Führungsqualität, neu definiert . 26IT-Komponenten – Soll und Haben . 28Ziele für den Arbeitsplatz der Zukunft . 30Räume und Arbeit formen .31WaaS – Workplace-as-a-Service . 32Digitale Assistenzsysteme . 33Externe Berater oder Eigenregie? . 34Druck auf die Arbeitsplätze . 3518Die StudienreiheStudiensteckbrief .45Stichprobenstatistik.4644Das Studienkonzept /Das Redaktionsteam . 48Unsere Autoren / Sales-Team /Projektmanagement /Gesamtstudienleitung . 49Vorschau . 50Blick in dieZukunftUnsere Gold-undSilber-Studienpartnerstellen sich vor48Der Arbeitgeber derZukunft36Cisco .40United Planet.42 shutterstock.com / Monkey Business ImagesStudiendesign39Kontakt /Impressum51

DieTop-Herausforderungenfür UnternehmenNur IT-Sicherheit istwichtigerDer Arbeitsplatz der Zukunft steht in vielenUnternehmen weit oben auf der Agenda.Platz 1Platz 2IT-Sicherheit3,24Arbeitsplatz derZukunft3,61Kampf um die Talente auf dem Weg zum Arbeitsplatz der ZukunftOrganisatorisch:Akzeptanz derMitarbeiterTechnologisch:IT-InfrastrukturPlatz 3Personalentwicklung4,4589 %Zustimmung zumStatement ausUnternehmenssicht„Nur mit einemmodernen Arbeitsplatz und attraktiven Arbeitsbedingungen hat unserUnternehmen eineChance im ‚War forTalents‘.“Chancen versus Risiken55 %Zustimmung zumStatement ausMitarbeitersichtDurchschnittsbewertung auf einerSkala von 1 bis 8ManagementSummaryDieKey Findingsim ÜberblickDiskrepanz in derWahrnehmungEs gibt eine unternehmensweite Strategiefür den Future Workplace, sagen 23 % aus demIT-Bereich shutterstock.com / Monkey Business ImagesZu sehraußenvorFreiheit schlägtLounge21 %57 % aus demTop-Management aus denFachbereichen19 Prozent derMitarbeiter sindaus ihrer Sicht garnicht in die Transformation zum Arbeitsplatzder Zukunft involviert.Fortschritt – die Pioniere10,7 Prozent der Befragtensehen ihr Unternehmenals Vorreiter.11 %27,7 Prozent sagen, dassihre Firma relativ weitfortgeschritten ist.28 %Jeder dritte Arbeitnehmerbezeichnet lexible Arbeitszeiten als wichtigstesKriterium für die Auswahlvon Arbeitgebern. Nurjeder 16. setzt das Wohlfühlambiente auf Nummereins.„Für mich persönlich überwiegendie Vorteile beziehungsweiseChancen der neuenArbeitsplatzund Mobilitätskonzepte.“

Management SummaryDie Key Findingsim Einzelnen1. Wie steht es um die Strategie?In den meisten Unternehmen folgt die Reise zum Arbeitsplatz der Zukunft einemstrategischen Plan. Zwei Drittel der Firmen, die eine Strategie für den „FutureWorkplace“ verfolgen oder aktuell planen, binden diese in eine übergeordneteDigitalisierungsstrategie ein.Über die Hälfte der Unternehmen verfolgt eine Strategie bei der Umsetzungneuer Arbeitsplatz- und Mobilitätskonzepte. Diese teilen sich wiederum inunternehmensweite sowie abteilungsbezogene Ansätze auf. Und 15 Prozentder Befragten plant zumindest eine geordnete Vorgehensweise.Fast jedes fünfte Unternehmen hat keine dedizierte Strategie für den Arbeitsplatz der Zukunft verabschiedet. Und bei den Firmen, die immerhin übereine solche Strategie verfügen oder sie planen, geben wiederum 17 Prozentder Befragten an, dass es noch keine allgemeine Digitalisierungsstrategie gibt.Dabei handelt es sich um überdurchschnittlich viele kleine Firmen beziehungsweise um Organisationen mit bescheidenem IT-Budget.Interessanterweise gehen die Meinungen zwischen Top-Management undden Fach- beziehungsweise IT-Abteilungen auseinander: An die 60 Prozent derTop-Manager geben an, dass es eine Strategie für den Arbeitsplatz der Zukunftgibt, im Gegensatz zu jedem fünften IT-Manager und jeder fünften Führungskraft aus den Fachabteilungen. Fragt sich, wo sich da die Geister scheiden:Ist das Vorhandensein einer Strategie nur schlecht kommuniziert – oder wirdetwa angezweifelt, dass es sich um ein strategisches Vorgehen handelt?Verfolgt Ihr Unternehmen eine dedizierte Strategie zur Umsetzungneuer Arbeitsplatz- und Mobilitätskonzepte?21,0FachbereichAngaben in Prozent. Basis: n 630Ergebnis-SplitJa, es gibt einededizierte unternehmensweite 0,0Nein18,4GesamtergebnisIst diese dedizierte Strategie zur Umsetzungneuer Arbeitsplatz- und Mobilitätskonzeptein eine allgemeine Digitalisierungsstrategieeingebunden?14,926,5Eine dedizierteStrategie ist inVorbereitung /in Planung.Arbeitsplatz der Zukunft 2018EinzelneAbteilungen /Bereiche habeneine dedizierteStrategie.Angaben in Prozent.Basis: n 4503,8Weiß nicht17,1Es gibt (noch) keineDigitalisierungsstrategie.13,3Nein65,8Ja9

10Management SummaryManagement Summary2. Arbeitsplatz der Zukunft – die Relevanz3. Organisation und TechnikDer Arbeitsplatz der Zukunft steht in vielen Unternehmen weit oben auf der Agenda – nurnoch übertrofen von der IT-Sicherheit und mit großem Abstand vor allen anderen Themen.Vor allem das Top-Management hat sich das Thema auf die Fahnen geschrieben.Befragt man Führungskräfte zu den Herausforderungen auf dem Weg zum Arbeitsplatzder Zukunft, ergeben sich zwei Schwerpunkte: Mitarbeiter auf der einen, IT-Infrastruktur und Sicherheitsthemen auf der anderen Seite. Fehlende technische Lösungenfürchten die Befragten hingegen weniger.Mit einem Mittelwert von 3,10 ist der Arbeitsplatz der Zukunft für die obersten Manager im sogenannten C-Level deutlich wichtiger als etwa für Fachabteilungen. Vertreter der IT-Organisationen unter den Befragten sind mit4,39 hingegen weitaus zurückhaltender, was die Relevanz betrift.Zum Vergleich: Mit Abstand die wichtigste Baustelle der IT-Manager ist ITSicherheit. Bei den Fachbereichen rangiert die Personalentwicklung im Spitzenfeld zusammen mit IT-Sicherheit und dem Arbeitsplatz der Zukunft ganz oben.Der Vorsprung der Arbeitsplatzthematik vor Hype-Themen wie Internet ofThings und Analytics fällt eindeutig aus. Einen großen Vorsprung hatte aberauch schon die Studie des Vorjahres gezeigt.Tendenziell stehen große Unternehmen dem Thema ofener gegenüberals kleine Firmen. Und für jüngere Mitarbeiter bis 29 Jahre hat der Arbeitsplatzder Zukunft die größte Bedeutung, während die Modernisierung der Arbeitsumgebung für ältere Mitarbeiter ab 50 nicht so relevant ist. Bei IT-Sicherheitist es genau umgekehrt – je älter der Mitarbeiter, desto wichtiger die Security.Die Akzeptanz der Mitarbeiter für den Modernisierungsprozess ist die größteorganisatorische Herausforderung aus Unternehmenssicht. Hinzu kommendie Weiterbildung der Mitarbeiter sowie die notwendige Veränderung derUnternehmenskultur.Bei Firmen mit weniger als 100 Mitarbeitern wird die vermeintlich fehlendeAkzeptanz nur halb so hoch bewertet wie in Konzernen. Dafür sehen kleineFirmen mehrheitlich Herausforderungen bei der Unternehmenskultur.Bei den technologischen Herausforderungen liegt die IT-Infrastrukturganz vorne, wird allerdings in der Summe überlügelt vom Themenblock derSicherheitsthemen. Dies liegt vor allem am höheren Stellenwert der Mobilitätund am Datenzugrif (jederzeit, mit jedem Gerät und von jedem Ort). AmNetzwerk mangelt es hingegen wohl nicht – Datenzugrif und Bandbreiterangieren im Schlussdrittel der Herausforderungen.Efektive Applikationen für die Zusammenarbeit fehlen vor allem ausSicht der Fachbereiche; zudem mahnen sie mehr Datensicherheit / DisasterRecovery als der Durchschnitt an.Wie wichtig ist in Ihrem Unternehmen das Thema „Arbeitsplatz der Zukunft“ im Vergleichzu anderen Herausforderungen?UnternehmenssichtWelche organisatorischen Herausforderungenergeben sich aus den neuen Arbeitsplatz- undMobilitätskonzepten für Ihr Unternehmen?UnternehmenssichtWelche technologischen Herausforderungenergeben sich aus den neuen Arbeitsplatz- undMobilitätskonzepten für Ihr Unternehmen?Angaben in Prozent. Mehrfachantworten möglich. Basis: n 285Angaben in Prozent. Mehrfachantworten möglich. Basis: n 285Mittelwertangaben. Ranking-Abfrage: Acht Kriterien, die nach Relevanz in eine Rangfolge von 1 bis 8 gebracht werden sollten.Basis: n der ZukunftErgebnis-Splitnach Business UnitErgebnis-Splitnach IT-AufwendungenC-Level3,10 1 Mio. p.a.3,73Fachbereiche3,47 1 Mio. klungBusinessDevelopmentAnalytics /Big Data /Smart Data4,57Compliance(z.B. DSGVO)4,87Cloud nz bei Mitarbeiternfür den erbildung vonMitarbeitern41,8Datensicherheit /Disaster Recovery48,8Veränderung derUnternehmenskultur41,1Security(neues etriebssicherheit)35,1Neuorganisation vonWorklows38,6Fehlende Plattformen /Standards26,0Fehlende personelle (IT-)Ressourcenfür Modernisierungsprozess36,5Efektive Applikationenfür die Zusammenarbeit22,5Raumkonzepteund reUnternehmenshierarchien28,8Mangelnde Kompatibilitätvon hlendeBandbreiten17,2Weiß nicht5,21Internetof Things0,7Keine technologischenHerausforderungen3,5Andere technologischeHerausforderungen0,7Weiß nicht0,711

12Management SummaryManagement Summary134. Fortschritt ist ChefsacheIn jedem dritten Unternehmen hat das Top-Management beim Arbeitsplatz der Zukunftden Hut auf, danach folgen die technisch geprägten Vorstände. Mehr als ein Drittel derFirmen liegt nach eigener Einschätzung bei der Transformation zum Future Workplacegut im Rennen.Gut zehn Prozent sehen sich im Vergleich mit anderen Firmen sehr weitfortgeschritten und damit als Vorreiter. Jedes vierte Unternehmen ist demBekunden nach in der Entwicklung schon relativ weit fortgeschritten.Betrachtet man allein die Antworten aus dem Top-Management, kann maneinen Haken an das Thema machen. Hier sehen sich 31 Prozent als Vorreiterund immerhin 44 Prozent als relativ weit fortgeschritten.Nach CEOs und COOs haben die technischen Vorstände (CIO, CTO und CDO)in einem Viertel der Unternehmen die Verantwortung für den Arbeitsplatz derZukunft. Rechnet man die verantwortlichen IT-Leiter hinzu (was angesichtsder unscharfen Begrifstrennung zum „CIO“ in Deutschland vertretbar wäre),summiert sich der Anteil der „Techniker“ auf 41 Prozent.Mit weitem Abstand dahinter rangieren andere Vorstände und Abteilungsleiter. Interessanterweise liegt die Verantwortung für den Arbeitsplatz derZukunft nur zu acht Prozent bei den Personalvorständen. Immerhin zehnBefragte und damit gut zwei Prozent nannten als Verantwortlichen einenWTO (Workplace Transformation Oicer).Wie weit ist Ihr Unternehmen bei der Entwicklung des Arbeitsplatzes der Zukunftbereits vorangeschritten, auch im Vergleich zu anderen Unternehmen?Angaben in Prozent. Basis: n 629Bei wem in Ihrem Unternehmen liegen die Verantwortlichkeiten für die Entwicklung undauch Umsetzung der Konzepte für einen „Arbeitsplatz der Zukunft“?6,510,7Angaben in Prozent. Nach Filter: Eine dedizierte Strategie ist vorhanden, in Vorbereitung oder in Planung. Basis: n 450Sehr weit, wir sind Vorreiter.11,0Entwicklung schon relativ weit fortgeschrittenGesamtergebnisEntwicklung vorangeschrittenGeschäftsführer (CEO), Operative Leitung (COO)IT-Vorstand (CIO), Technologievorstand (CTO), Digitalvorstand (CDO)30,2Entwicklung erst in den AnfängenGesamtergebnis25,6Noch kein Thema für unser Unternehmen27,7Weiß ischer Leiter, Finanzvorstand (CFO)7,1Leiter eines anderen Fachbereichs (Marketing, Vertrieb, Forschung und Entwicklung o.ä.)4,7WTO (Workplace Transformation Oicer)2,2Anderer Vorstand1,8Andere Person im Unternehmen0,7Externer Verantwortlicher0,722,1Ergebnis-Split nach evelIT-BereichBasis: n 147Basis: n 17629,5FachbereichBasis: n 26626,1Weiß nicht26,74,228,243,522,7

14Management SummaryManagement Summary5. Statements zum Arbeitsplatz der Zukunft6. Beteiligung der MitarbeiterDer „War for Talents“ ist ein gewichtiges Argument für den Future Workplace. ImRahmen der Transformation sorgen sich die Befragten wegen der Doppelbelastung.Die Akzeptanz der Mitarbeiter für Veränderungen wird als eine organisatorischeHerausforderung gesehen (siehe Key Finding 3). Daher müssen sie in denProzess der Transformation mit eingebunden werden. Hier zeigen sich starkeUnterschiede in den Antworten zwischen den Hierarchieebenen.Mitarbeiterbindung steht ganz oben – der Arbeitsplatz der Zukunft ist einwichtiges Mittel im Kampf um (alte und junge) Talente. Dies gilt sogar ehernoch für kleine Unternehmen. Für viele der Befragten ist die Verringerung derBüroläche kein schlagendes Argument, sie nehmen Leerstand in Kauf.Die Sorge vor der Doppelbelastung während der Implementierung überwiegtgegenüber dem pragmatischen Ansatz, wonach sich die Oice-IT und ihreunterstützenden Services ohnehin laufend an neue Anforderungen anpassen.Im Mittelfeld liegen Bedenken, dass langjährige Mitarbeiter durch die anstehenden Veränderungen abgehängt werden könnten. Hinzu kommt dieAussage, dass die IT-Kosten im Rahmen der Modernisierung steigen könnten.Von der Politik fühlen sich die Unternehmen eher allein gelassen, was dienotwendigen Rahmenbedingungen (zum Beispiel Breitbandausbau) betrift.Das scheint jedoch kein Hinderungsgrund zu sein – zeigt Keyinding 4 doch,dass die meisten Unternehmen bereits recht gut unterwegs sind zum Arbeitsplatz der Zukunft.Aus Sicht der Führungskräfte kommt ein ganzes Maßnahmenbündel beider Beteiligung der Mitarbeiter an der Modernisierung der Arbeitsplätzezum Einsatz. Knapp die Hälfte gibt an, dass die Mitarbeiter befragt wurden,bei 40 Prozent gab es Bedarfsanalysen.Die Mitarbeiter sehen das anders: Demnach wurde nur jeder fünfte befragt,fast genauso viele wurden gar nicht zurate gezogen. Lediglich bei den eingesetzten Arbeitsgruppen decken sich die Ergebnisse.Zwei tendenziell positive Aussagen inden sich in den freien Antwortender Mitarbeiter: „Das Unternehmen arbeitet schon seit Jahren sehr lexibel;das hat sich entwickelt“ sowie „Die Geschäftsleitung ist sehr technikain undprobiert gerne einmal neue Technologien aus“.UnternehmenssichtNachfolgend sind nun einige Statements zum Themenbereich „Arbeitsplatz der Zukunft“aufgeführt. Sagen Sie uns bitte jeweils, inwieweit Sie diesen Aussagen zustimmen können.UnternehmenssichtIn welcher Form sind die Mitarbeiter IhresUnternehmens bei der Modernisierung /Transformation zum Arbeitsplatz der Zukunftbeteiligt?MitarbeiterperspektiveIn welchem Umfang sind Sie alsMitarbeiter in die Modernisierung /Transformation zum Arbeitsplatzder Zukunft involviert?Angaben in Prozent. Mehrfachantworten möglich. Basis: n 285Angaben in Prozent. Mehrfachantworten möglich. Basis: n 328Mittelwertangaben. Abfrage auf einer Skala von 1 („Stimme voll und ganz zu“) bis 6 („Stimme überhaupt nicht zu“). Basis: n 2852,23„Nur mit einem modernenArbeitsplatz und attraktivenArbeitsbedingungen hat unserUnternehmen eine Chance im‚War for Talents‘.“„Ein nicht gerade kleiner Teil unserer Büroräume steht häuig leer, weil diese Mitarbeitermehr als die Hälfte ihrer Arbeitszeit nicht anihrem Büroschreibtisch, sondern im HomeOice, auf Geschäftsreisen oder in Meetingsverbringen.“„Eine Transformation zum Arbeitsplatz der Zukunftist nichts, was man explizit angehen muss, da diesohnehin nach und nach automatisch geschieht.“2,942,862,44„Die größte Herausforderung ist, dass dieTransformation einerArbeitsplatzumgebungparallel zum laufendenBetrieb stattinden muss.“2,762,542,57„Ältere erfahrene Mitarbeitergewinnen immer mehr anBedeutung. Wir dürfen dieseauf dem Weg zum Arbeitsplatzder Zukunft nichtüberfordern.“„Der Arbeitsplatzder Zukunft lässtdie Kosten für ITsteigen!“„Bevor unser Unternehmen anfangen kann, einenArbeitsplatz der Zukunft zuschafen, ist die Politik zunächst gefordert, die dafürnotwendigen Rahmenbedingungen zu schafen(etwa Breitbandausbau).“47,0Befragung der Mitarbeiter19,840,0Erstellung von Bedarfsanalysen27,137,9Fortlaufende Information der Mitarbeiter26,231,6Erstellung von Nutzerproilen11,927,0Selbstorganisation der Teams18,322,8Arbeitsgruppen wurden eingesetzt24,45,6Gar nicht18,90,0Anderes3,72,8Weiß nicht6,715

16Management SummaryManagement Summary7. Chancen versus Risiken8. Was wirklich zähltZwei lange Tabellen mit Chancen und Risiken aus Sicht der Mitarbeiter – und unterdem Strich eine klare Aussage: Für viele überwiegen die Chancen durch den Wandelzum Arbeitsplatz der Zukunft.Die Gretchenfrage beim Job-Interview: Was darf’s denn sein? Potenzielle Mitarbeiter habeneine klare Meinung, warum sie an Bord kommen würden. Der Dienstwagen ist es nicht.Wichtigster gemeinsamer Nenner bei den Chancen ist die zusätzliche Freiheit,die sich Mitarbeiter von der Transformation ihrer Arbeitsumgebung versprechen – zeitlich, räumlich und inhaltlich. Dass Mitarbeiter zudem „einfacher“und „immer“ auf Informationen zugreifen können wollen, wirft kein gutesLicht auf die aktuelle IT.Bei den Risiken dominieren die tiefe Integration des Menschen in digitaleProzesse und die damit verbundene größere Abhängigkeit. Das Maximalziel:ein digitaler Arbeitsplatz ohne Abhängigkeit von der IT. Keine leichte Aufgabefür Organisationen.MitarbeiterperspektiveWenn Sie Chancen und Risiken der neuen Arbeitsplatz- und Mobilitätskonzepte gegeneinanderabwägen, wie bewerten Sie diese dann für sich persönlich?Mit weitem Abstand an der Spitze der Bedürfnisse liegen die lexiblen Arbeitszeiten für eine bessere Work-Life-Balance. Womit klar ist, dass für viele derbefragten Arbeitnehmer das Modell „9 to 5“ keinen großen Reiz mehr ausübt.Schaut man auf das Alter der Befragten, zeigt sich, dass vor allem Ältere andieser Flexibilität interessiert sind. Knapp 60 Prozent der über 40-Jährigenordnen das Thema auf den obersten zwei von insgesamt acht Prioritätsstufenein. Bei den Mitarbeitern unter 40 sinkt der Wert unter 50 Prozent. Demgegenüber fahren die Jüngeren tendenziell auf exzellente IT-Ausstattung mit mobilen Endgeräten und schneller Netzanbindung ab. Auch bewerten sie zur freienVerfügung stehende Dienstwagen etwas höher als ältere Arbeitnehmer –allerdings reicht es nicht, um der Deutschen liebstes Spielzeug vom letztenPlatz der hier abgefragten Bedürfnisse weiter nach oben zu bringen.Die exzellente IT-Ausstattung hat gegenüber dem Vorjahr zwei Plätzezulegen können, dafür ielen ortsunabhängiges Arbeiten sowie Teamworketwas zurück.Angaben in Prozent. Basis: n 344Für mich persönlichüberwiegen dieVorteile / Chancen.Vor- undNachteile halten sichdie Waage.54,9Für mich persönlichüberwiegen dieNachteile / Risiken.18,0MitarbeiterperspektiveAngenommen, Sie müssten sich zwischen den Angeboten verschiedener Arbeitgeberentscheiden, die Ihnen das gleiche Gehalt anbieten. Wie wichtig wären dann die folgendenOptionen im Vergleich zueinander für Ihre Zusage?Mittelwertangaben. Ranking-Abfrage: Acht Kriterien, die nach Relevanz sortiert in eine Rangfolge von 1 bis 8 gebrachtwerden sollten. Basis: n 34427,0MitarbeiterperspektiveWelche Chancen und Vorteile erhofen Siesich von den neuen Arbeitsplatz- und Mobilitätskonzepten als Arbeitnehmer?MitarbeiterperspektiveWelche Risiken und Nachteile bergen die neuenArbeitsplatz- und Mobilitätskonzepte für Sie alsArbeitnehmer?Angaben in Prozent. Top-Ten-Nennungen.Mehrfachantworten möglich. Basis: n 344Angaben in Prozent. Top-Ten-Nennungen.Mehrfachantworten möglich. Basis: n 344Bessere Work-Life-Balance, mehr Freiheit 46,5Zeitlich ungebunden(er) arbeiten 43,3Einfacher auf alle Informationen zugreifen 41,3Arbeitsplätze werden gesünder (ergonomischer) 39,0Ortsungebunden arbeiten 37,5Arbeiten wird schöner und interessanter 36,6Neue selbstbestimmtere Arbeitsformen 33,7Informationen und Daten sind immer verfügbar (24/7) 33,7Vernetzter, mehr im Team arbeiten 32,8Mehr Gestaltungsfreiraum, kreativer arbeiten 32,046,2 Größere Abhängigkeit von IT und Internetverbindung41,3 Muss jederzeit verfügbar sein (24/7)38,4 Überwachung durch neue Technologie („Ausspähen“)24,1 Über-Automatisierung23,0 Weniger Freizeit22,1 Weniger Festanstellungen, mehr selbstständiges Jobben20,6 Mehr unsichere Jobs, Arbeitsplatzverlust20,1 Mehraufwand durch komplizierte Handhabung / AbläufeGesamtergebnisErgebnis-Split nach Altersgruppe (Durchschnitt)Junge ( 40)Ältere (40 )Flexible Arbeitszeiten für eine bessereWork-Life-Balance2,883,172,65Exzellente IT-Ausstattung mit mobilenEndgeräten und schneller Netzanbindung3,673,613,71Ortsunabhängiges Arbeiten und wenigerPräsenzplicht im Büro3,743,743,75Mehr Teamwork, Teamentscheidungenund lache Hierarchien4,474,774,25Wohlfühlambiente mit ensübergreifendes Informationsmanagement und Groupware mit Zugrif für mich von überall4,634,554,73Nutzung eigener Endgeräte im Büro,auch für private Zwecke5,354,975,67Eigener Dienstwagen, auch zum privatenGebrauch5,465,095,7314,8 Schlechte oder nicht-ergonomische Arbeitsbedingungen13,7 Einkommenseinbußen17

Weitere StudienergebnisseWeitereStudienergebnisse1. Mit IT-Ausstattung punktenAuch wenn der Arbeitsplatz der Zukunft ein wichtiges Mittel für die Rekrutierungund Bindung von Mitarbeitern ist: Die meisten Büroarbeiter inden die Technik anihrem Arbeitsplatz heute schon gelungen und sind zufrieden.Drei Viertel der befragten Mitarbeiter sind einigermaßen bis sehr zufrieden mitder IT und der technischen Ausstattung ihres aktuellen Arbeitsplatzes. Nur gutsechs Prozent sind in puncto Technik absolut nicht zufrieden.Bei kleineren Unternehmen mit weniger als 100 Kollegen steigt der Anteilder sehr Zufriedenen sogar auf 28 Prozent. Der Trend bestätigt sich auch, wennman die Befragten nach der Höhe ihres IT-Budgets aufteilt: Mitarbeiter größererUnternehmen sind tendenziell unzufriedener.Auch bei den sonstigen Rahmenbedingungen des Arbeitsplatzes gibt es keinegravierende Kritik. Verbesserungspotenzial sehen die Büroarbeiter am ehestenbei den Möglichkeiten individueller Einstellungen sowie dem Wohlfühlambiente.Selbst hier sind aber nur gut 30 Prozent eher nicht bis gar nicht zufrieden.MitarbeiterperspektiveWie zufrieden sind Sie mit der IT und der technischen Ausstattung Ihres eigenen Arbeitsplatzes?MitarbeiterperspektiveWie zufrieden sind Sie mit ihrem Arbeitsplatz,was die folgenden Rahmenbedingungen angeht?Angaben in Prozent. Basis: n 344Mittelwertangaben. Abfrage auf einer Skala von 1 („Sehr zufrieden“)bis 6 („Gar nicht zufrieden“). Basis: n 344Sehr zufrieden,könnte nicht oderkaum besser seinGar nicht zufrieden,sollte dringendverbessert ser 943,013,04Raumluft58,1Einigermaßen zufrieden,noch Raum für VerbesserungenErgonomiedes lfühlambienteArbeitsplatz der Zukunft 2018MöglichkeitindividuellerEinstellungen(Licht, Temperatur etc.)19

20Weitere StudienergebnisseWeitere Studienergebnisse2. Status quo aus Sicht der MitarbeiterÜberraschend viele Beschäftigte sitzen bereits an einem Arbeitsplatz der Zukunft.Bei allen anderen müssen die Unternehmen nachbessern. Dabei haben die Befragteneinen klare Meinung, was dazugehört.Gut 37 Prozent der Büroarbeiter sind bereits an einem Arbeitsplatz tätig,der zumindest weitgehend ihre Vorstellungen an einen Future Workplaceerfüllt. Der Wert indet sich mit geringen Abweichungen in allen Firmengrößen.Je kleiner das Unternehmen, desto größer ist jedoch die Quote der Mitarbeiter, die ihrer Einschätzung nach an einem vollständig zukunftsfähigenArbeitsplatz tätig sind. Auch Jüngere schätzen ihren Arbeitsplatz als deutlichfortschrittlicher ein als ältere Semester.32 Prozent der Befragten, die ihr Unternehmen als Vorreiter in punctoArbeitsplatz der Zukunft bezeichnen, verfügen dem Bekunden nach übereinen Future Workplace, der diese Bezeichnung auch wirklich verdient –gegenüber einem Prozent der Mitarbeiter aus Firmen, die gerade erst mitder Transformation begonnen haben.Ein Arbeitsplatz der Zukunft ist aus Sicht der Mitarbeiter vor allem dann gegeben,wenn er neue Möglichkeiten der Mobilität und Technologie bietet. Auch neueArbeitszeitmodelle und -orte, neue Formen der Zusammenarbeit sowie eine Veränderung der Unternehmenskultur zählen zu den Spitzenreitern.Diese vier Aspekte gewichten insbesondere die Mitarbeiter hoch, die ihr Unternehmen in puncto Arbeitsplatz der Zukunft noch im Anfangsstadium einstufen.MitarbeiterperspektiveWas zählt für Sie zum Themenkomplex „Arbeitsplatz der Zukunft“?Angaben in Prozent. Mehrfachantworten möglich. Basis: n 344Mobilität und Technologie57,8Überdenken von Arbeitszeitmodellen und / oder Home- bzw. Remote-Arbeit54,4Neue Formen der Zusammenarbeit48,0Veränderung der Unternehmenskultur39,0Neue Konzepte der Arbeitsumgebung (Open Space)37,8Verstärkte Nutzung von Cloud-Lösungen29,1Intelligente Arbeitsumgebungen (durch IoT und Sensoren)27,0Ist ganz genauso, wie ich mir denArbeitsplatz der Zukunft vorstelle.Gezieltes Veränderungsmanagement (Change-Management)25,9Ist weitgehend so, wie ich mir denArbeitsplatz der Zukunft vorstelle.Multi-Device-Fähigkeit, BYOD („Bring Your Own Device“) etc.24,4Transformation der Gesamtorganisation des Unternehmens23,5Automatisierung / Robotics20,1Einsatz kognitiver Intelligenz20,1Inklu

2. Arbeitsplatz der Zukunft – die Relevanz Der Arbeitsplatz der Zukunft steht in vielen Unternehmen weit oben auf der Agenda – nur noch übertrofen von der IT-Sicherheit und mit großem Abstand vor allen anderen Themen. Vor allem das Top-