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INSTITUT FÜR AUS- UND WEITERBILDUNG IM MITTELSTANDUND IN KLEINEN UND MITTLEREN UNTERNEHMENVervierser Straße 4 A – 4700 EUPENTel. 087/30 68 80 – Fax. 087/89 11 76e-mail: [email protected] & te 1 von 35

BERUFSPROFILBerufsbild:Der Kraftfahrzeugmechatroniker bzw. die Kraftfahrzeugmechatronikerin übt einenhandwerklich-diagnostischen Beruf aus, der auf regelmäßigen fachkundigenKontrollarbeiten wie Wartung und Inspektion zur Erhaltung der Funktionstüchtigkeit derAutomobile beruht, sowie auf Ermittlung (Diagnose) und Beseitigung (Instandsetzung) vonStörungen und Schäden, die durch Verschleiß und Unfall bedingt sind.Die wichtigsten Fertigkeiten im Beruf sind:--Fachkundige Wartung und Reparaturarbeiten an VerbrennungsmotorenInstandhaltung von TriebwerkenArbeiten und Einstellungen an Lenkung und AufhängungKontrolle, Wartung, Reparatur von FahrzeugbremsenKontrolle, Wartung, Reparatur der elektrischen/elektronischen AnlageArbeiten am KraftstoffsystemFachkundige Wartung und Reparaturarbeiten an Motorregelungssystemen (Benzinund Diesel)Schweiß- und Lötarbeiten durchführen könnenKontrolle und Wartung von Sicherheitssystemen (Airbag, .)Der Aufbau der Lehre:Die Lehre ist in drei Schuljahre unterteilt, die drei verschiedenen Ebenen entsprechen:1. Jahr:Wartung des Fahrzeuges (Ölwechsel, kleinere Wartungsarbeiten.)2. Jahr:Tätigkeiten als Hilfsmechaniker/in (Aus- und Einbau, Ersatz, .)3. Jahr:die Fertigkeiten des/der Kraftfahrzeugmechatronikers/in (Reparaturen,Einstellungen und anderes)Seite 2 von 35

LEHRPROGRAMMKfz-Mechatroniker/in G02A. ALLGEMEINKENNTNISSESiehe hierzu das vom zuständigen Minister genehmigte Programm.B. THEORETISCHE BERUFSKENNTNISSEUnit 1Verbrennungsmotor1. LehrjahrZeitrichtwert: 68 StundenZielformulierung:Die Schüler/innen analysieren und beschreiben die Funktion und das Zusammenwirken derMotorbaugruppen. Sie können erklären, wie ein Motor aufgebaut ist, wie das OttoViertaktverfahren und das Diesel-Viertaktverfahren funktionieren und könnenMischungsverhältnisse, Zündgrenzen, Spritz- und Zündverzug, Wärmeverlust und dieunvollständige Verbrennung erklären. Sie berücksichtigen die Auswirkungen vonFehlfunktionen. Sie kennen die Funktion und das Zusammenwirken der Motorkühlsystemeund können Betriebstemperatur, Luftkühlung, Flüssigkeitskühlung, Temperaturregelung undÖlkühlung beschreiben. Die Schüler/innen kennen die Funktion und den Aufbau derMotorsteuerungssysteme und können Fehler in der Motorsteuerung analysieren.Im Rahmen von Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten kennen die Schüler dienotwendigen Vorschriften, nutzen Herstellervorschriften und wenden betrieblicheInformationssysteme an. Sie wenden die Bestimmungen der Arbeitssicherheit und desUmweltschutzes an. Die Schüler/innen können die Prüfmittel (Messgeräte, Hilfsmittel undLehren) ihrer Funktion entsprechend einsetzen und sowohl eine kleine als auch eine großeInspektion beschreiben.Inhalte:Otto-Viertakt-Verfahren Ansaugtakt Verdichtungstakt Arbeitstakt AuslasstaktPrüftechnik Auswahl und Handhabung mechanischer Messgeräte (Messschieber, -schraube, .)Motorsteuerung Zusammenwirken der Bauelemente der MotorsteuerungDiesel-Viertakt-Verfahren Arbeitsspiel Verdichtungsverhältnis Selbstzündung Innere Gemischbildung Direkte Einspritzung Indirekte EinspritzungMotorkühlung Notwendigkeit der KühlungWartung und Instandhaltung Unterschiede zwischen einer kleinen und großen WartungArbeitssicherheit und Umweltschutz Anwendung der Vorschriften für Arbeitssicherheit und elektrische Installationen Anwendung der Vorschriften betreffend der wieder verwertbaren festen undflüchtigen Produkte, sowie des Umweltschutzes Lesen u. verstehen der Dokumentation, Schemata, Technischen Arbeitsblätter, .Seite 3 von 35

Unit 2Triebwerk1. LehrjahrZeitrichtwert: 12 StundenZielformulierung:Die Schüler/innen identifizieren die am Kfz befindlichen Systeme zur Kraftübertragung undplanen die Diagnose und Instandsetzung unter Zuhilfenahme von Messmitteln. Sieanalysieren die Baugruppen und ihre Zusammensetzung, sie prüfen die mechanischen undhydraulischen Bauelemente von Kraftübertragungssystemen und ermitteln mechanische undmesstechnische Größen, wenden dabei Tabellen und Formeln an und beurteilen dieMesswerte.Die Schüler/innen vergleichen die Antriebsarten und können die einzelnen Baugruppenerkennen und deren Lagen bestimmen sowie die einzelnen Funktionen aller Bauelementeder Systeme verstehen.Inhalte:Antriebsarten Frontantrieb Heckantrieb AllradantriebGelenkwellen Trockengelenk Kreuzgelenk GleichlaufgelenkUnit 3Fahrwerk1. LehrjahrZeitrichtwert: 12 StundenZielformulierung:Bei Räder- und Reifenbezeichnungen können die Schüler/innen Bauarten, Abmessungenund Einsatzbereich beschreiben und zuordnen. Verschleißbilder können erkannt undEinsatzbereich und Einpresstiefe benannt werden. Sie können den Schräglaufwinkel undAbriebindikator beschreiben. Sie vergleichen statisches und dynamisches Auswuchten undplanen Prüfung und Instandsetzung. Die Schüler/innen kennen die gesetzlichen Vorgabenund können sie anwenden. Sie kennen die Pannenlauf- undLuftdrucküberwachungssysteme.Inhalte:Räder und Bereifung Bedeutung der Räder und Reifenbezeichnungen Reifenverschleiß Felgenarten AuswuchtungSeite 4 von 35

Unit 4Fahrzeugbremsen1. LehrjahrZeitrichtwert: 12 StundenZielformulierung:Die Schülerinnen können die verschiedenen Bauteile eines Bremssystems erkennen undderen Aufgaben benennen. Sie können die unterschiedlichen Bremsanlagen und derenFunktion beschreiben. Zur Eingrenzung und Bestimmung von Fehlern in Bremssystemenwenden sie Diagnoseroutinen an. Sie kennen die Einflüsse möglicher Fehler auf dasFahrverhalten und den Verschleiß der Bremssysteme.Sie berücksichtigen sicherheitstechnische und rechtliche Aspekte bei der Durchführung derArbeiten und Verwendung von Ersatzteilen. Sie ermitteln und messen mechanische Größen,wenden dabei Tabellen und Formeln an und beurteilen die Messwerte.Inhalte:Reibungsbremsen Gesetzliche Vorschriften Reibstoffe Betriebsbremseo Trommelbremseo Scheibenbremse FeststellbremseUnit 5Elektrische undelektronische Anlage1. LehrjahrZeitrichtwert: 16 StundenZielformulierung:Die Schüler/innen kennen den Aufbau und die Wirkungsweise der Starterbatterie undkönnen die wichtigsten Kenndaten benennen. Sie können beschreiben, welche Vorgängesich beim Entladen und Laden einer Batterie abspielen und können den Alterungsprozesseiner Batterie beschreiben. Sie kennen die Sicherheitsvorschriften beim Aus- und Einbaueiner Batterie und beachten die Umweltschutzvorschriften.Die Schülerinnen können die Bestandteile der Beleuchtungsanlage benennen und dieFehleranalyse und Fehlerbehebung durchführen. Sie wählen dabei die erforderlichen Prüfund Messgeräte aus. Sie messen und ermitteln elektrische Größen, wenden dabei Tabellenund Formeln an und beurteilen Messwerte und Signale.Inhalte:Aufbau und Wirkungsweise der Starterbatterie Entladevorgang Ladevorgang Kenngrößen UmweltschutzBeleuchtung und Signalanlage Glühlampe Scheinwerfer Fahrtrichtungsanzeige Warnblinkanlage HornSeite 5 von 35

Unit 6MotorregelungBenzinmotoren1. LehrjahrZeitrichtwert: 12 StundenZielformulierung:Die Schüler/innen können den Aufbau, die Funktion und die Baugruppen derKraftstoffversorgungsanlage benennen und die Siedekennlinien, die Klopffestigkeit und dieGefahrenklassen beschreiben. Sie kennen die Kraftstoffzusätze und deren Einsatzbereiche.Sie können die Kraftstoffanlage unter Beachtung der Umwelt- und Sicherheitsvorschriftenwarten.Inhalte:Kraftstoffe für Ottomotoren Siedekennlinien, Klopffestigkeit, Zusätze, GefahrenklassenKraftstoffanlage Aufbau Kraftstoffbehälter Kraftstoffleitungen KraftstoffpumpeUnit 7MotorregelungDieselmotoren1. LehrjahrZeitrichtwert: 12 StundenZielformulierung:Die Schüler/innen können den Aufbau und die Funktion der Motorreglung bei Dieselmotorenbeschreiben. Sie kennen die Starthilfsanlagen und können die Funktion von selbstregelndenund elektronisch geregelten Glühstiftkerzen benennen. Sie kennen die Vorgehensweisenbeim Ein- und Ausbau der Glühstiftkerzen und können einen Funktionstest durchführen.Die Schüler/innen können die Zusammensetzung und Eigenschaften von Dieselkraftstoffbenennen, die Schmierfähigkeit von Kraftstoffen beschreiben und begründen, wieWinterzusätze zum Kraftstoff wirken.Inhalte:Vorglühanlage Glühkerzen Glühstiftkerzen FlammglühkerzenDieselkraftstoff Schmierfähigkeit WinterzusätzeSeite 6 von 35

Unit 8Karosserie / Zubehör1. LehrjahrZeitrichtwert: 12 StundenZielformulierung:Die Schüler/innen kennen die Funktions- und Sicherheitsaspekte der Karosserie und könnensowohl die einzelnen Bauweisen als auch deren Tragfunktionen für die Antriebs- undFahrwerksbaugruppen und die Sicherheitsaspekte für die Insassen erklären. Sie kennen dieverwendeten Werkstoffe und wissen, wie diese Werkstoffe bei Reparaturen behandeltwerden müssen.Die Schüler/innen können Pflege- und Wartungsarbeiten zur Funktions- und Werterhaltungan Fahrzeugen benennen und entwickeln im Rahmen der Servicearbeiten Sicherheits- undQualitätsbewusstsein. Sie kennen die relevanten Produkte und ihre Wirkungsweisen bei derLackpflege. Sie wenden die Vorschriften für den Arbeits- und Umweltschutz sicher an.Inhalte:Karosserieaufbau Gestaltungskriterien Rahmenbauweise Selbsttragende Bauweise Gesetzliche Bestimmungen SicherheitLackpflege Fahrzeugwäsche Politur HartwachsSeite 7 von 35

Unit 9Zusatzmodul Elektrizität(EDUCAM)1. LehrjahrZeitrichtwert: 24 StundenZielformulierung:Die Schüler/innen können den Aufbau und die Elemente der elektrischen Anlage erklären.Sie kennen die Formelzeichen und Einheiten für Spannung, Strom und Widerstand undkönnen Größen im elektrischen Stromkreis mit dem dafür vorgesehenen Messmittel messenund berechnen. Sie können die Möglichkeiten der Spannungserzeugung unterscheiden unddie Zusammenhänge in elektrischen Grundschaltungen erklären. Sie kennen die Wirkungendes Elektrischen Stroms, beachten die Gefahren beim Einsatz elektrischer Energie underläutern die Schutzmaßnahmen.Inhalte:Elektrische Leitfähigkeit von Stoffen Leiter Halbleiter NichtleiterSpannungserzeugung Induktion Galvanisches Element Thermoelement Fotoelement PiezoeffektElektrische Grundschaltungen Reihenschaltung Parallelschaltung Gemischte SchaltungElektrische Größen Spannung, Stromstärke, Widerstand Ohm’sches Gesetz Reihen- und Parallelschaltungen von Verbrauchern und SpannungsquellenWirkungen des elektrischen Stroms Thermische Wirkung Lichtwirkung Magnetische Wirkung Chemische WirkungSchutzmaßnahmen Gefahren Überlastungen von Leitungen Körperströme Sicherung, SchutzleiterMessen mit dem Multimeter Spannungsmessung Strommessung WiderstandsmessungSeite 8 von 35

Unit 10Zusatzmodul PraxisElektrizität (EDUCAM)1. LehrjahrZeitrichtwert: 16 StundenZielformulierung:Die Schüler/innen können einfache elektrische Schaltpläne lesen und erstellen. Sie könnendie Funktionsweise elektrischer Systeme darstellen und anhand von Schaltplänenelektrische Fehleranalyse und Diagnose am Kraftfahrzeug betreiben. Sie kennen die Artenund Ursachen von elektrischen Pannen und beheben diese unter Beachtung derArbeitssicherheitsvorschriften.Inhalte:Einfache elektrische Schaltpläne Schaltzeichen Klemmenbezeichnungen LeitungsbezeichnungenDarstellung elektrischer Schaltungen Schaltzeichen Klemmenbezeichnungen Leistungskennzeichnung Blockschaltplan StromlaufplanFunktion elektrischer Systeme Beleuchtungsanlage SignalanlageElektrische Pannen Arten und Ursachen Unterbrechungen Spannungsabfall Versteckter Verbraucher KurzschlussSeite 9 von 35

Unit 11Verbrennungsmotor2. LehrjahrZeitrichtwert: 24 StundenZielformulierung:Die Schüler/innen beschreiben die Funktion und den Aufbau des Motorgehäuses. Siekennen die Anforderungen an das Motorgehäuse und an den Kurbeltrieb und setzen Werkund Messzeuge zur Überprüfung ein. Sie kennen die eingesetzten Werkstoffe und beachtendie Arbeitssicherheitsvorschriften beim Ein- und Ausbau. Die Schüler/innen können denAufbau und die Funktionsweise des Zweimassenschwungrades beschreiben. Sieanalysieren Fehlerquellen und setzen Prüftechnik zur Wartung und Diagnose ein.Die Schüler/innen können die Zusammensetzung von Schmiermitteln beschreiben, dieNotwendigkeit der Motorschmierung begründen und die Eigenschaften der Schmierstoffevergleichen.Inhalte:Motorgehäuse Zylinder Zylinderkopf Werkstoffe ZylinderkopfdichtungKurbeltrieb Kolben Pleuelstange Kurbelwelle Ausgleichswelle WerkstoffeZweimassenschwungrad Prüfen von ZweimassenschwungräderPrüftechnik Kompressionsdruck DruckverlustMotorschmierung Reibungsarten Druckumlaufschmierung Trockensumpfschmierung Öle Stoffwerte Fette MotorölspezifikationenSeite 10 von 35

Unit 12Triebwerk2. LehrjahrZeitrichtwert: 12 StundenZielformulierung:Die Schüler/innen können die Aufgabe und den Aufbau der Kupplungssysteme und desAchsantriebs erklären und den Kraftfluss im Achsantrieb beschreiben. Sie können dieWirkungsweise von Kupplungssystemen vergleichen. Die Schüler/innen prüfen diemechanischen und hydraulischen Bauelemente und ermitteln und messen mechanischeGrößen. Sie untersuchen die Einflüsse möglicher Fehler auf die Funktion der Systeme undberaten über mögliche Wartungs- und Reparaturmaßnahmen.Inhalte:Kupplungen Reibungskupplung Kupplungsbetätigung mechanisch Kupplungsbetätigung hydraulisch StrömungskupplungAchsantrieb Stirnradantrieb Kegelradantrieb Ausgleichsgetriebe SperrdifferentialUnit 13Fahrwerk2. LehrjahrZeitrichtwert: 12 StundenZielformulierung:Die Schüler/innen kennen die Aufgaben und den Aufbau der Federungssysteme und könnendie Systeme vergleichen. Sie beschreiben den Aufbau der Dämpferbauarten undvergleichen Einrohr- und Zweirohrdämpfung miteinander. Die Schüler/innen können denAufbau und die Funktion der Radaufhängungen beschrieben und die Systeme miteinandervergleichen.Inhalte:Federung Fahrsicherheit Fahrkomfort Mechanische Federungssysteme Pneumatische Federungssysteme Hydropneumatische FederungssystemeStossdämpfer Einrohrdämpfer ZweirohrdämpferRadaufhängungen Starrachse EinzelradaufhängungSeite 11 von 35

Unit 14Fahrzeugbremsen2. LehrjahrZeitrichtwert: 16 StundenZielformulierung:Die Schüler/innen können den Aufbau und die Wirkungsweise einer hydraulischenBremsanlage beschreiben. Sie kennen die pneumatischen Grundlagen derDruckluftbremsanlage und können den Aufbau und die Wirkungsweise derDruckluftbremsanlage beschreiben. Die Schüler/innen sind mit Aufbau und Wirkungsweisevon Zusatzeinrichtungen der hydraulischen und pneumatischen Bremsanlage vertraut undkönnen diese beschreiben und unterscheiden.Sie kennen Diagnose- und Wartungsverfahren und beachten die Vorschriften derArbeitssicherheit und des Umweltschutzes.Inhalte:Hydraulische Bremsanlage Bremskreisaufteilung Hauptzylinder Bremsflüssigkeit Bremsleitungen RadzylinderDruckluftbremsanlage Pneumatische Grundlagen Bauteile der Betriebsbremsanlage Bauteile der FeststellbremsanlageBremskraftverstärkung Bremskraftverstärker hydraulisch Bremskraftverstärker SaugluftBremskraftregeleinrichtungen Drucklastabhängig Lastabhängig BlockierverhindererSeite 12 von 35

Unit 15Elektrische undelektronische Anlagen2. LehrjahrZeitrichtwert: 16 StundenZielformulierung:Die Schüler/innen können den Aufbau und die Wirkungsweise einer konventionellen undeiner elektronischen Zündanlage erklären. Sie kennen die Bauteile, deren Funktion und dieÜberprüfung der Funktionstüchtigkeit. Sie wenden zur Diagnose die entsprechendenWerkzeuge und Messmittel an. Sie können den Schließwinkel berechnen und die Aufgabeder Zündspule beschrieben. Sie kennen die Größen, die den Zündzeitpunkt definieren undkönnen anhand des Zündbildes eine Fehlerdiagnose abgeben. Sie setzen die zur Wartungund Diagnose benötigten Werkzeuge und Messmittel sachgerecht ein und beachten dieArbeitssicherheits- und Umweltschutzvorschriften.Inhalte:Zündanlagen Hochspannungserzeugung Hochspannungsverteilung Verstellen des Zündzeitpunktes Schließwinkel Zündkerzen Zündanlagen mit Induktionsgeber Zündanlagen mit Hallgeber Schließwinkelverstellung Kennfeldzündung Hochspannungsverteilung ZündbildUnit 16MotorregelungBenzinmotoren2. LehrjahrZeitrichtwert: 16 StundenZielformulierung:Die Schüler/innen können die Bauarten und die Wirkungsweise von Vergasersystemenbeschreiben und kennen den Aufbau und die Wirkungsweise der elektronischen Regelung.Sie können die Bauteile und die Wirkungsweise der zur Schadstoffminderung nötigenAbgasanlage beschreiben. Sie kennen die Maßeinheit für die Schallpegelmessung undkönnen eine Abgasmessung mit den Messeinrichtungen durchführen. Zur Diagnose undWartung können sie den Einfluss der Gemischbildung auf das Abgasverhalten erklären.Inhalte:Vergaser Grundaufbau Systeme im Vergaser Elektronische RegelungAbgasanlage Schalldämpfer SchallpegelAbgaszusammensetzung Einfluss der Gemischbildung AbgasmessungSeite 13 von 35

Unit 17MotorregelungDieselmotoren2. LehrjahrZeitrichtwert: 20 StundenZielformulierung:Die Schüler/innen können den Aufbau und die Wirkungsweise von Einspritzanlagenerklären. Sie können direkte und indirekte Einspritzverfahren unterscheiden und dieEinspritzdüsen am Prüfstand sachgemäß und unter Einhaltung derArbeitssicherheitsvorschriften überprüfen. Die Schüler/innen können den Aus- und Einbaueiner Verteilereinspritzpumpe und die Einstellung des Förderbeginns erklären.Inhalte:Einspritzanlagen Kraftstoffförderpumpe Kraftstofffilter Reiheneinspritzpumpe Verteilereinspritzpumpe EinspritzdüsenUnit 18Karosserie / Zubehör2. LehrjahrZeitrichtwert: 20 StundenZielformulierung:Die Schüler/innen können die einzelnen Fügetechniken erklären und die dazu notwendigenGeräte unter Einhaltung der Arbeitssicherheitsvorschriften bedienen. Sie kennen die dazunotwendigen Sicherheitsvorschriften und wenden sie an. Sie können die Voraussetzungenfür einwandfreie Lötverbindungen begründen und die Schmelzschweißverfahrenunterscheiden.Die Schüler/innen können die Sicherheitssysteme und deren Funktion im Fahrzeug erklärenund vergleichen.Inhalte:Fügetechnik Weich- oder Hartlöten Lote, Flussmittel Lötnahtvorbereitung Lötspalt Gasschmelzschweißen Lichtbogenschweißen SchutzgasschweißenRückhaltesysteme Aktive und passive Sicherheit Sicherheitskarosserie Sicherheitslenksäule Sicherheitsgurte Airbag SicherheitsglasSeite 14 von 35

Unit 19Zusatzmodul Elektronik(EDUCAM)2. LehrjahrZeitrichtwert: 24 StundenZielformulierung:Die Schüler/innen können die Aufgaben der elektronischen Bauteile und ihre Funktionbeschreiben. Sie können elektronische und digitale Grundschaltungen aufbauen undMessungen mit dem Oszilloskop vornehmen. Die Funktionsweise und die Handhabungeines Oszilloskops ist ihnen vertraut, so dass sie die Messwerte auswerten können.Inhalte:Elektronik Grundlagen Feste und veränderliche Widerstände PTC, NTC und LDR Kondensatoren Halbleiter Dioden TransistorAufbau elektrischer Grundschaltungen Schaltung mit Widerstände, Kondensatoren, Dioden und Transistoren aufbauenDigitale Elektronikschaltungen Kippschaltungen (bistabile, monostabile und astabile Kippschaltungen)Oszilloskop Einstellungen am Oszilloskop (Trigger, X-Achse, Y-Achse)Seite 15 von 35

Unit 20Zusatzmodul PraxisElektronik (EDUCAM)2. LehrjahrZeitrichtwert: 16 StundenZielformulierung:Die Schüler/innen planen anhand von Arbeitsaufgaben und Fehlerbeschreibungen diePrüfung in Instandsetzung von elektrischen und elektronischen Systemen am Fahrzeug. ZurInformationsgewinnung verwenden sie konventionelle und elektronischeInformationssysteme. Sie nutzen Schaltpläne und andere technische Dokumentationen beider Analyse der Fehlerquellen. Die Schüler/innen dokumentieren ihre Arbeitsergebnisse. Beider Prüfung der Systeme wenden Sie Arbeitssicherheits- und Unfallverhütungsvorschriftenan.Inhalte:Ladekreis Batterie GeneratorStarterkreis Anlasser StarthilfeVorglühkreis beim Diesel Vorglühkerzen FlammglühkerzenBeleuchtungsanlage Scheinwerfer Richtungsanzeiger Elektrischer SchaltkreisScheibenwischer Scheibenwischermotor Intervall-Scheibenwischer ScheibenwaschanlageVerriegelungssysteme Türverriegelung Elektrische FensterheberKombiinstrument Warnlampen InstrumentenanzeigeSeite 16 von 35

Unit 21Verbrennungsmotor3. LehrjahrZeitrichtwert: 12 StundenZielformulierung:Die Schüler/innen planen anhand von Arbeitsaufgaben und Fehlerbeschreibungen diePrüfung in Instandsetzung am Verbrennungsmotor. Sie nehmen Eingangsprüfungen anBenzin- und Dieselmotoren vor und dokumentieren ihre Arbeitsergebnisse. Sie vergleichenunterschiedliche Füllungssysteme und erklären die Vorteile einer Füllungsoptimierung. Sieerklären die Gründe und Grenzen der Aufladung und berechnen das Verdichtungsverhältnis.Die Schüler/innen vergleichen die unterschiedlichen Aufladungssysteme und ihreWirkungsweisen.Inhalte:Verbrennungsmotor Fehlersuche Eingangsprüfungen Benzin- und DieselmotorVariable Motorsteuerung Nockenwellenverstellung Variabler VentiltriebAufladungssysteme Dynamische Aufladung Fremdaufladung LadedruckregelungUnit 22Triebwerk3. LehrjahrZeitrichtwert: 16 StundenZielformulierung:Die Schüler/innen beschreiben den Aufbau, die Funktion und die Wirkungsweise desWechsel- und des Automatikgetriebes unter besonderer Berücksichtigung des Kraftflussesund des Schaltvorgangs. Sie wissen, nach welchen Gesichtspunkten handgeschalteteWechselgetriebe unterschieden werden und können die Synchronisiereinrichtung vonSchaltmuffengetrieben erklären. Die Schüler/innen können den Ablauf und die Fehlersuchean Wechselgetrieben bei Wartungsarbeiten beschreiben.Bei Automatikgetrieben können sie die Merkmale des hydrodynamischenDrehmomentwandlers und die elektro-hydraulische Getriebesteuerung erklären. Sie könnenbeschreiben, wie eine Fehlerdiagnose durchgeführt wird und welche Umweltschutz- undArbeitssicherheitsvorschriften bei der Wartung und Fehlerbehebung beachtet werdenmüssen.Inhalte:Wechselgetriebe Schaltmuffengetriebe SperrsynchronisationAutomatikgetriebe Hydrodynamischer Drehmomentwandler Planetengetriebe Hydraulische Steuerung Elektronische RegelungSeite 17 von 35

Unit 23Fahrwerk3. LehrjahrZeitrichtwert: 20 StundenZielformulierung:Die Schüler/innen können die Wirkungsweise und den Aufbau der Lenkungsysteme undihrer Funktionsteile beschreiben. Sie erkennen den Zusammenhang der Radeinstellgrößenund können die Abläufe bei der Achsvermessung beschreiben. Die Schüler/innenbeschreiben Wartung und Fehlerdiagnose der Lenkung unter Beachtung etrie Sturz Spreizung Lenkrollhalbmesser Spur NachlaufLenkung Lenktrapez Spurdifferenzwinkel Lenkgetriebe LenkhilfenFahrdynamik Geometrische Fahrachse Radversatz Über- und UntersteuernUnit 24Fahrzeugbremsen3. LehrjahrZeitrichtwert: 20 StundenZielformulierung:Die Schüler/innen können den Aufbau und die Funktion der verschiedenenFahrwerkregelsysteme erklären. Sie kennen die Zusammenhänge von Kräften an Rad undSchlupf und nutzen zur Diagnose und Fehlerbehebung die richtigen Messzeuge. DieSchüler/innen können die Vorteile der Antriebschlupfregelung und der Fahrdynamikregelungerklären und die entsprechenden Schaltpläne zur Diagnose und Fehlerbehebung einsetzen.Inhalte:Fahrwerkregelsysteme Anti-Blockier-System Bremsassistent Antriebschlupfregelung FahrdynamikregelungSeite 18 von 35

Unit 25Elektrische undelektronische Anlagen3. LehrjahrZeitrichtwert: 16 StundenZielformulierung:Die Schüler/innen können den Aufbau und die Wirkungsweise des Drehstromgeneratorsbeschreiben und die Funktion der Spannungserzeugung und der Spannungsbegrenzunganhand von Schaltplänen erklären. Sie können beschreiben, wie die Regelung derGeneratorspannung funktioniert und welche Funktionen mit einem Multifunktionsreglermöglich sind. Zur Fehlersuche und Diagnose setzen sie das Oszilloskop ein.Die Schüler/innen beschreiben den Aufbau und die Wirkungsweise des Startersystems undkönnen die Einteilung von Gleichstrommotoren nach Art der Erregung beschreiben. ZurDiagnose und Fehlersuche beschreiben sie, unter Beachtung derArbeitssicherheitsrichtlinien, eine Kurzschlussprüfung.Inhalte:Ladesystem Drehstromgenerator Spannungserzeugung Gleichrichtung Erregerstromkreis Ladestromkreis Elektronische Spannungsregelung GeneratorreglerStarteranlage Gleichstrommotor Schubschraubtriebstarter mit und ohne VorgelegeUnit 26MotorregelungBenzinmotoren3. LehrjahrZeitrichtwert: 20 StundenZielformulierung:Die Schüler/innen können die Wirkungsweise von Einspritzanlagen sowie die Maßnahmenzur Kraftstoffeinsparung erklären und vergleichen. Sie unterscheiden zwischen direkter undindirekter Einspritzung und erklären Aufbau und Funktion der elektronischenBenzineinspritzung. Sie beschreiben die Fehlersuche und Diagnose anhand der Auswertungüber Fehlerauslesegeräte und Schaltpläne.Die Schüler/innen können die Bedeutung und Funktionsweise der Abgasentgiftung beiBenzinmotoren darstellen. Sie erklären die Eigenschaften der Abgasbestandteile und dieErmittlung der Abgaswerte. Die Schüler/innen erklären die Prüfverfahren zurAbgasuntersuchung und die Verfahren zur Diagnose und Funktionsüberwachung anhandder Diagnoseprotokolle.Inhalte:Einspritzanlagen Kontinuierlich einspritzende Anlagen Intermittierend einspritzende Anlagen Gemischabmagerung SchubabschaltungAbgasnachbehandlung Abgaszusammensetzung Abgasrückführung Katalysator Umweltbelastung EOBDSeite 19 von 35

Unit 27MotorregelungDieselmotor3. LehrjahrZeitrichtwert: 20 StundenZielformulierung:Die Schüler/innen können die Wirkungsweise von Diesel-Einspritzsystemen sowie dieMaßnahmen zur Kraftstoffeinsparung erklären und vergleichen. Sie können die Merkmaleder Pumpe-Düse-Regelung benennen und die Funktion der Bauteile des Common-RailSystems beschreiben. Sie erklären die Fehlersuche und Diagnose anhand der Auswertungüber Fehlerauslesegeräte und Schaltpläne.Die Schüler/innen können die Bedeutung und Funktionsweise der Abgasentgiftung beiDieselmotoren sowie den Aufbau und die Wirkungsweise der Partikelfilter darstellen. Sieerklären die Eigenschaften der Abgasbestandteile und die Ermittlung der Abgaswerte. DieSchüler/innen erklären die Prüfverfahren zur Abgasuntersuchung und die Verfahren zurDiagnose und Funktionsüberwachung anhand der Diagnoseprotokolle.Inhalte:Einspritzsysteme Elektronische Dieselregelung Pumpe-Düsen-System Common Rail SystemAbgasnachbehandlung Abgaszusammensetzung Abgasrückführung Katalysator Umweltbelastung Partikelfilter EOBDSeite 20 von 35

Unit 28Karosserie / Zubehör3. LehrjahrZeitrichtwert: 12 StundenZielformulierung:Die Schüler/innen erkennen die Notwendigkeit der Oberflächenbehandlung und könnenKorrosionsarten und Korrosionsschutzmaßnahmen erklären. Sie beschreiben den Aufbaueiner Lackierung und die notwendigen Arbeitssicherheits- und Umweltschutzregelungen. Siekönnen die einzelnen Lackarten erklären und die Möglichkeiten des Lackauftrags anKraftfahrzeugen beschreiben.Die Schüler/innen können den Aufbau, die Funktionsweise und die Wartung undInstandhaltung von Heizungs- und Klimaanlage beschreiben. Sie erklären die Anforderungenan Klimaanlagen und beschreiben die Fehlerdiagnose anhand der Ergebnisse derDruckprüfung.Die Schüler/innen besitzen die Grundkenntnisse der Gesetzgebung gegen den Betrug ander Kilometeranzeige, zum Gebrauch von gewerblichen Nummerschildern und onsschutz Vorbehandlung Grundierung Lackierung Hohlraumschutz UnterbodenschutzHeizung und Klimaanlage Heizung Belüftung Pollenfilter Klimaanlage Automatische TemperaturregelungGesetzgebung Gesetzgebung gegen den Betrug an der Kilometeranzeige Die Garantiegesetzgebung Das Gesetz zum Gebrauch von gewerblichen Nummernschildern.Seite 21 von 35

Unit 29Zusatzmodul DigitaleElektronik (EDUCAM)3. LehrjahrZeitrichtwert: 24 StundenZielformulierung:Die Schüler/innen besitzen fundierte Kenntnisse über die Wirkung der Sensoren undAktuatoren. Sie dokumentieren Steuerungs- und Regelungsabläufe. Sie wenden ihreKenntnisse an um die Struktur und Signalverlauf eines aus mehreren Komponentenbestehenden mechatronischen System zu beschreiben. Die Schüler/innen erklären denUnterschied zwischen einer Steuerung und Regelung.Die Schüler/innen beschreiben die Verknüpfung von Steuergeräten unterschiedlicherSysteme untereinander, analysieren den Datenaustausch sowie die damit verbundenenwechselseitigen Abhängigkeiten und dokumentieren ihre Erkenntnisse.Inhalte:Studie der Sensoren NTC- und PTC-Widerstände Reed-Kontakt Hall-Sensoren Induktive Sensoren Optische Sensoren Lambda-Sonde LuftmassenmesserStudie der Aktuatoren Magnetventile Relais Tastverhältnis Motoren (Gleichstrom- und Schrittmotoren)Steuerung und Regelung Steuerkreis Offener und geschlossener RegelkreisLogische Schaltungen UND-Funktion ODER-Funktion NICHT-FunktionComputer / Steuergerät Mikroprozessor Steuereinheit Speicher (Arbeits- und Festwertspeicher) Ein- und AusgabeeinheitenDatenbussysteme Multiplextechnik Klassifizierung der Bussysteme ÜbertragungsprotokolleSeite 22 von 35

Unit 30Zusatzmodul PraxisDiagnose (EDUCAM)3. LehrjahrZeitrichtwert: 16 StundenZielformulierung:Die Schüler/innen wählen die erforderlichen Prüf- und Messgeräte und setzen sie ein.Anhand von Signaluntersuchungen prüfen sie die Funktion von Komponenten undziehen daraus Rückschlüsse auf mögliche Fehlerquellen. Diagnoseverfahren unterAnwendung der Datenverarbeitung werden von ihnen genutzt. DieSicherheitsvorschriften sind ihnen bekannt und werden angewendetInhalte:Funktionsstörungen und ihre Diagnose Fehlererkennung und Notlaufstrategie Fehlercodes auslesen EOBD Vorgehensweise bei der Diagnose Messwertaufnehmer Stellgliedtest SimulationenC - PRAXIS :- siehe die aktuell gültige Fortschrittstabelle -Seite 23 von 35

G02 / 2006 Kfz-Mechatroniker/in: Stunden- und Punkteverteilung in der LehreKURSEVerbrennungsmotorArbeitssic

Wirkungen des elektrischen Stroms Thermische Wirkung Lichtwirkung Magnetische Wirkung Chemische Wirkung Schutzmaßnahmen Gefahren Überlastungen von Leitungen Körperströme Sicherung, Schutzleiter Messen mit dem Mul