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16. Jahrgang20078am PULSMitarbeiterInnenzeitungEin rundum gelungener TagMedizin zum Anfassen und Mitmachenund Trubel und Heiterkeit beim MitarbeiterfestErstes gemeinsames MitarbeiterfestAm Abend gab es dann für die Beschäftigten ein weiteres, bisher einzigartiges Ereignis am Universitätsklinikum: das erste gemeinsameSommerfest für alle Beschäftigten. Auch hier tat das Wetter das seinige zur hervorragenden Stimmung dazu. Auf der Jahrmarktsmeile inder Killianstraße ließ das bunte Programm für Groß und Klein keineLangeweile aufkommen. Die Nachfrage an den Essens- und Getränkeständen versiegte bis weit nach Mitternacht nicht. Im Casino wurde auf der Tanzfläche vor der Showbühne bei den vielfältigen MusikActs richtig gefeiert. Große Freude kam auch bei der Verlosung derFOTOS: EVELINE FRANK, MEDIENZENTRUMDer 30. Juni 2007 war am Universitätsklinikum Freiburg seit Monaten in aller Munde: Zwei Großereignisse machten diesen Tag zu etwas ganz Außergewöhnlichem für Beschäftigte und Besucher. AlleKliniken, Fachabteilungen und Institute sowie viele nichtmedizinische Bereiche ermöglichten den Besuchern einen Blick hinter die Kulissen. Bis zu 12.000 Besucher nutzten die Gelegenheit, die vielenAngebote und das große Behandlungsspektrum des Klinikums kennenzulernen. Mit viel Engagement präsentierten Mitarbeiterinnenund Mitarbeiter aller Bereiche den Besuchern die Vielfalt von Patientenversorgung, Forschung und Lehre am Universitätsklinikum Freiburg. Die bisher einzigartige Möglichkeit das Klinikum, von der Wä-AM TAG DER OFFENEN TÜR UND AUF DEM SOMMERFEST FÜR BESCHÄFTIGTE GAB ES VIEL ZU ERLEBENscherei über die Blutspende bis hin zur Strahlentherapie, kennenzulernen war ein Großprojekt, das vor keiner Türe haltmachte. Umso erfreulicher war es, als die Mühen aller Beteiligten dann mit wunderschönem Sommerwetter und einer durchweg positiven Resonanz derzahlreichen Besucher belohnt wurden. Nicht nur auf dem Campus,sondern auch in den Außenkliniken informierten sich Interessierteüber die Möglichkeiten der modernen Medizin und Gesundheitsfürsorge und den aktuellen Stand der Wissenschaft oder entspanntensich beim kulturellen Rahmenprogramm, dessen Höhepunkt sicherdas Konzert des Freiburger Barockorchesters war.Superpreise kurz vor Mitternacht durch Prof. Dr. Matthias Brandisauf. Alle Angebote des Festes wurden rege genutzt und alle Altersund Berufsgruppen nutzten die einmalige Möglichkeit, miteinanderaußerhalb der Arbeitsbereiche ins Gespräch zu kommen.Beide Veranstaltungen haben den 30. Juni 2007 zu einem ganz besondern Tag für das Uniklinikum Freiburg gemacht und waren zurFreude aller Beteiligten ein großer Erfolg.WEITER AUF SEITE 3

puls AKTUELLam PULS 2Sechs Freunde müsst Ihrsein!Information des Betriebsärztlichen DienstesDas Department für Orthopädie und Traumatologie organisiert am Samstag, den 8.September 2007 zum dritten Mal ein Fußball-Turnier. Das Turnier wird, in bewährterArt und Weise, auf dem Gelände des FVNimburg um 9.30 Uhr angepfiffen. DasStartgeld Beträgt 50 Euro und ist zu Beginnbei der Turnierleitung zu entrichten. Teilnahmeberechtigt sind alle Beschäftigten derUniversität, deren Familienangehörige,Freunde und Bekannte. Profis und Exprofissind nicht unbedingt erwünscht. Mindestensdie Hälfte der Spielerinnen und Spielerinnerhalb eines Teams müssen aktuelle Beschäftigte des Uniklinikums sein. EineMannschaft auf dem Feld besteht aus fünfFeldspielern und einem Torwart. Der FVNimburg sorgt für das leibliche Wohl undstellt die Schiedsrichter.Stichverletzungen – jetzt nicht mehr!Ihre Anmeldung richten Sie bitte per E-Mailan: Dr. med. Michael Oberst,[email protected] gegen überstarkePeriodenblutung ein Krautgewachsen?Die überstarke Periodenblutung ist ein Problem unter dem viele Frauen leiden. Zu denüblichen Behandlungsmöglichkeiten zählendie Hormonbehandlung oder operative Eingriffe. Doch viele Betroffene schrecken vordiesen massiven Eingriffen in ihren Körperzurück. Gibt es Alternativen aus der Naturheilkunde? Bereits seit Jahrhunderten wirdtraditionell Hirtentäschelkraut zur Behandlung der verstärkten Monatsblutung eingesetzt. Dessen Wirksamkeit ist jedoch wissenschaftlich nicht belegt, da keine kontrollierten klinischen Studien oder Anwendungsbeobachtungen durchgeführt wurden. DasUni-Zentrum für Naturheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg startet jetzt eineAnwendungsbeobachtung zur Wirksamkeitder Hirtentäscheltinktur bei Frauen, die unter einer überstarken Periodenblutung leiden. Für diese Studie sucht das Zentrum gesunde Frauen im Alter zwischen 18 und 50Jahren, die unter diesem Problem leiden.Interessierte Frauen können sich bei Dr. Regine Maier unter der Telefonnummer 0761/270-8325 melden.Auf Grund der gesetzlichen Verpflichtung(TRBA 250) müssen sichere Arbeitsgeräte beiTätigkeiten eingesetzt werden, bei denen eszur Übertragung von Körperflüssigkeiten, also meist Blut, in infektionsrelevanter Mengekommen kann.Die Umstellung der herkömmlichen Venenverweilkanülen auf das Sicherheitsproduktist seit knapp einem Jahr erfolgt. Zum1. Juli 2007 erfolgte als zweiter Schritt dieUmstellung der Butterfly-Kanülen auf einSicherheitsprodukt. Bei Bestellung erhaltenSie künftig automatisch das Sicherheitsprodukt, in der Umstellungsphase zusammenmit Informationen zum Handling und einerBetriebsarztinformation.Weitere Details finden Sie im HandbuchMedizinischer Arbeitsschutz unterArbeitsmedizin.Wie Nervenzellenmiteinander redenAschoff-Medaille verliehenEnde Juli hat die Medizinische GesellschaftFreiburg im Rahmen der Aschoff-Vorlesungdie renommierte Aschoff-Medaille verliehen.In diesem Jahr ging die Auszeichnung anden Direktor des Göttinger Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie, Prof. Dr.Reinhard Jahn. Der Zellbiologe ProfessorJahn untersucht seit Jahren die molekularenVorgänge an den Nervenenden, die bei derFreisetzung von Neurotransmittern ablau-fen. Die Ergebnisse dieser Forschungsarbeiten sind nicht nur für die Grundlagenforschung von großer Bedeutung. So konntendie Wirkmechanismen von Botulismus aufgeklärt werden. Weiterhin tragen die Arbeiten zum Verständnis genetisch bedingterneurologischer Erkrankungen wie Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörungoder Autismus bei. In der diesjährigenAschoff-Vorlesung stellte Professor Jahnneue Erkenntnisse zu den zellulären undmolekularen Mechanismen vor, die der Freisetzung von Neurotransmittern zugrundeliegen. Die Medizinische Gesellschaft Freiburg, der Ärzte, Medizinstudenten undInteressierte aus dem Heilberuf angehören,hat sich die Förderung wissenschaftlicherErkenntnisse auf dem Gebiet der Medizinund der gesamten Biologie zum Ziel gemacht. Im Rahmen der Aschoff-Vorlesung,die die Gesellschaft in jedem Jahr zum Todestag ihres Namengebers Ludwig Aschoffabhält, wird der jeweils vortragende Wissenschaftler mit der Aschoff-Medaille geehrt.AusgezeichnetDr. Lars Hinrich Evers aus der AbteilungPlastische und Handchirurgie, hat den dritten Platz beim Wissenschaftspreis der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen ChirurgenDR. EVERS WURDE DRITTER BEI DER VERLEIHUNG DESWISSENSCHAFTSPREISES DER DGPRÄCPROFESSOR JAHN IST DER DIESJÄHRIGE ASCHOFFPREISTRÄGER(DGPRÄC) gewonnen. Die Verleihung fandwährend des Weltkongresses der PlastischenChirurgen in Berlin Ende Juni statt. Die Auszeichnung ist mit 1.000 Euro dotiert und bezieht sich auf Forschungsergebnisse aus demThemengebiet „Apoptose-Intervention beiIschämie/Reperfusionsschäden und Brandverletzungen“.

3 am PULS.FORTSETZUNG VON SEITE 1TitelTHEMAWenn Sie den Tag der offenen Tür und dasMitarbeiterfest noch einmal Revue passierenlassen wollen, dann nutzen Sie die Gelegenheit und schauen Sie sich die Fotos unterJubiläum an.An alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterdes Universitätsklinikums FreiburgTag der offenen Tür und Mitarbeiterfest am KlinikumSehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,der 30. Juni 2007 war der Tag, auf den wir alle über viele Wochen und gar Monate hingefiebert haben: der Tag der offenen Tür unseres Universitätsklinikums, Höhepunkt der Aktivitäten des Klinikums im Rahmen des Jubiläums der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.Für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit der Planung und Durchführung diesesöffentlichkeitswirksamen Ereignisses befasst waren, war dies eine große Herausforderung,die sie phantastisch gemeistert haben. Aus unserer Sicht und Empfindung war der Tag deroffenen Tür unseres Klinikums ein voller Erfolg. Sämtliche Rückmeldungen, die wir vonvielen Seiten erhalten haben, bestätigen diesen Eindruck. Neben der Vielfalt von Leistungen, die Sie den Besuchern präsentiert haben, ist für uns und für die Wirkung nach außenvon besonderer Bedeutung, dass ein Gefühl der Gemeinschaft sowie der persönlichen Nähe und Offenheit zu spüren war. Dies haben viele Menschen als sehr angenehm empfunden.Wir bedanken uns bei Ihnen allen herzlich für Ihr persönliches Engagement!Wir hoffen, dass Ihnen das Mitarbeiterfest ebensogut gefallen hat wie uns und Sie dort einen anregenden Ausklang bis in die Nacht hinein mit den Kolleginnen und Kollegen genossen haben. Auch diese große Party ist perfekt gelungen, und auch den Organisatorenund vielen helfenden Händen bei diesem Fest gilt unser Dank. Die positive Erfahrung sagtuns schon heute, dass dies nicht unser letztes Mitarbeiterfest gewesen sein soll.Wir freuen uns, dass wir alle gemeinsam das Motto unseres Signets zum Tag der offenenTür – unseruniklinikum – gelebt haben und möchten dieses noch lange weiterführen.Mit freundlichen GrüßenProf. Dr. Matthias BrandisProf. Dr. Friedhelm Beyersdorfstellvertretend für den Klinikumsvorstand und den Lenkungsausschuss

am PULS 4trums zügig zu erreichen“, so Gebhard.Er behält dabei den Gesamtüberblick,stimmt einzelne Arbeitsschritte aufeinanderab und versucht, die erforderliche TranspaErste Fortschritte auf dem Weg zum gemeinsamenrenz zwischen den ArbeitsgrupUniversitären Herz- und Kreislaufzentrumpen auf der einen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiternbeider Standorte auf der andeIm Sommer 2006 berichtet amPuls erstmals liche Ergebnisse zu erzielen,ren Seite zu ermöglichen.über die Zusammenlegung des Herz-Kreis- entwickeln Kleingruppen mitAm Standort Bad Krozingenlauf-Zentrums Freiburg mit dem Herz-Zen- Mitarbeiterinnen und Mitarwird derzeit auch am Neubautrum Bad Krozingen. Schon damals war klar, beitern beider Standorte Löder Herz- und Gefäßchirurgiedass es von der Unterzeichnung des Koope- sungen für ihr jeweiliges Arim Rahmen des Universitärenbeitsgebiet. Es gibt also beiHerz- und Kreislaufzentrumsspielsweise Arbeitsgruppen, diegewerkelt. Der erste Spatensich um einen gemeinsamen DANIEL GEBHARD IST SEITEinkauf von Verbrauchsmateri- DIESEM JAHR PROJEKTKOOR- stich ist Ende dieses Jahres geplant.alien oder um die Zusammen- DINATOR FÜR DIE UNIKLINIKUND DAS HERZ-ZENTRUMDurch das große Engagementführung der Buchhaltung küm- BAD KROZINGENaller Beteiligten sind bereitsmern. Auch medizinische Behandlungsstandards werden in themenspe- jetzt schon viele Fortschritte innerhalb nurzifischen Arbeitsgruppen aufeinander abge- eines Jahres erreicht worden. Die gute ZuVIEL FINGERSPITZENGEFÜHL UND FACHWISSENstimmt, mit dem Ziel, den Patienten eine sammenarbeit mit und zwischen allen BeteiSORGEN FÜR EINEN ERFOLGREICHEN ZUSAMMENbestmögliche Versorgung an beiden Stand- ligten wird auch weiterhin ein Garant dafürSCHLUSS ZWEIER HOCHKLASSIGER MEDIZINISCHERsein, das Zusammenwachsen beider Standorten zugute kommen zu lassen.EINRICHTUNGENSeit Februar 2007 ist Daniel Gebhard als orte zukunfts- und erfolgsorientiert gestalrationsvertrags bis zum gemeinsamen Alltag Projektkoordinator sowohl für die Uniklinik ten zu können.in der neuen Klinik ein weiter Weg sein wür- als auch für das Herz-Zentrum Bad Krozinde. In kleinen gut koordinierten Schritten gen eingestellt. Er begleitet die tagtägliche Regelmäßige Informationen über den Fortwurden Fortschritte erzielt, die erste Erfolge Zusammenarbeit zwischen den Kliniken als schritt der Fusion finden Sie natürlichsichtbar machen. So kooperieren viele Ebe- neutraler Koordinator. ,„Insgesamt lässt sich weiterhin in amPuls.nen beider Einrichtungen bereits vielver- feststellen, dass alle betroffenen Ebenen der Für weitere Informationen steht Ihnen Dasprechend miteinander. Die Zusammenfüh- beiden Einrichtungen in verschiedenen niel Gebhard, Tel.: 0761/270-2045, E-Mail:rung zweier hochklassiger medizinischer Gruppen äußerst konstruktiv und offen mit- [email protected], gerneEinrichtungen erfordert ebensoviel Finger- einander arbeiten, um das Ziel des gemein- zur Verfügung.spitzengefühl wie Fachwissen. Um bestmög- sam getragenen Herz- und Kreislaufzen-Vorschlagen, einsparen, profitierenNeuer Verbesserungsvorschlag von ProIdee prämiertProIdee rief im Mai in amPuls zur Besserwisserei zum Wohle aller Beschäftigten auf undhat nun einen Erfolg zu verzeichnen: Wolfgang Dick und Bernd Schindler aus demGeschäftsbereich Technik wussten es besserund haben einen Vorschlag eingereicht, mitdem das Uniklinikum nun jährlich 55.000Euro einspart.Beschäftigte zu ermuntern, interne Abläufekritisch zu hinterfragen und ihre Erfahrungen in Form von Verbesserungsvorschlägenzum Wohle des gesamten Klinikums einzubringen, ist die Idee hinter ProIdee. Alle eingehenden Vorschläge werden auf Herz undNieren von der Bewertungskommissionüberprüft. So auch der Vorschlag von Wolfgang Dick und Bernd Schindler. Der Austausch von Abfallbehältern in größere Be-hälter an den Personalhäusern fünf bis achtsowie am Geriatriezentrum, an der Rechtsmedizin, am Rechenzentrum und einigenweiteren zum Uniklinikum gehörenden Gebäuden ist der Kern der Idee. So können dieAbfallkosten für die Leerung dieser Behälterpro Geschäftsjahr um 55.000 Euro reduziertwerden.Die neuen Abfallbehälter werden nach demtatsächlich angefallenen Gewicht abgerechnet. Die Umstellung erfordert nur eine organisatorische Zusammenarbeit mit dem Abfallentsorger und hat keine Auswirkungenauf die Bewohner oder das Personal derHäuser. Zudem kann die Umstellung quasisofort und ohne vorhergehende Investitionen erfolgen, so dass die gesamte Einsparung sofort wirksam werden kann. Die Be-BERND SCHINDLER (RECHTS) UND WOLFGANG DICK(LINKS) WUSSTEN ES BESSER. DURCH DIE PROIDEEPRÄMIERUNG PROFITIERT NUN NICHT NUR DASKLINIKUM, SONDERN AUCH DIE VORSCHLAGENDENwertungskommission nahm den gut vorbereiteten und begründeten Vorschlag auf undprämierte ihn.Machen Sie doch auch mal einen guten Vorschlag und profitieren Sie davon:Einfach unterProIdeenachschauen und gleich den Vorschlagsbogen ausdrucken und ausfüllen!ProIDEEKOOPERATIONDie Kraft der zwei Herzen

5 am PULSNeues Forschungsprojekt zur Hepatitis CSpitzenFORSCHUNGDie chronische Hepatitis-C-Infektion ist einehäufige Erkrankung mit weltweit mehr als270 Millionen infizierten Menschen. Problematisch bei dieser chronischen Infektion istneben der Entstehung einer Leberzirrhosedie Entwicklung eines Leberzellkarzinoms.Ein gemeinsames Forschungsprojekt vonForschern aus Freiburg und Heidelberg birgtlangfristig Hoffnungen für Hepatitis-C-Patienten.ZIEL DES NEUEN FORSCHUNGSPROJEKTES IST ES, DIEZENTRALEN FRAGEN DER ENTSTEHUNG UND ENTWICKLUNG DER HEPATITIS-C-INFEKTION ZU VERSTEHENIn einem von der Wilhelm-Sander-Stiftungmit 200.000 Euro geförderten Projekt plantein Forscherteam um den Freiburger Professor Robert Thimme und Professor Ralf Bartenschlager aus Heidelberg ein Zellkulturmodell der Hepatitis-C-Infektion zu etablieren und zentrale Fragen der Entstehung undEntwicklung der Hepatitis-C-Infektion unddes Leberzellkarzinoms zu untersuchen.Entwicklung von neuenTherapiestrategien„Unsere Arbeiten sollten nicht nur zu einembesseren Verständnis der Mechanismen derVirusabtötung und des chronischen Verlaufsder Erkrankung führen, sondern langfristigauch zur Entwicklung von neuen Therapiestrategien beitragen“, so Professor RobertThimme, Geschäftsführender Oberarzt derAbteilung Innere Medizin II des Universitätsklinikums Freiburg. Die Mechanismen, diezum Versagen der T-Zell-Antwort führenund somit dazu beitragen, dass die Infektionchronisch wird, sind bisher kaum bekannt.Hauptgrund hierfür war lange Zeit das Feh-len eines geeigneten Zellkulturmodells, dasdie Vermehrung infektiöser Hepatitis-C-Viren im Labor erlaubte. Durch die kürzlicheEntwicklung eines solchen Systems, unteranderem von der Arbeitsgruppe von Professor Bartenschlager, ist es nun erstmaligmöglich, wesentliche Aspekte der Interaktion zwischen Immunzelle und infizierter Leberzelle systematisch zu untersuchen.„Die geplanten Untersuchungen sollen nununter anderem aufklären, über welche Mechanismen die T-Zellen das Virus bekämpfenund wie es dem Virus gelingt, der Immunabwehr zu entkommen“, erklärt ProfessorThimme. Diese Arbeiten sind Grundvoraussetzung für die Entwicklung von prophylaktischen und therapeutischen Immunstrategien, die zum Ziel haben, die körpereigeneAntwort des Immunsystems zu stärken undso das Virus zu eliminieren.Kontakt: Prof. Dr. Robert Thimme, AbteilungInnere Medizin II, Tel.: 0761/270-3758,E-Mail: [email protected] Aufbaustudiengang für die klinische ForschungDie Albert-Ludwigs-Universität Freiburg unddie Wissenschaftliche Hochschule Lahr(WHL) bieten noch in diesem Jahr einen gemeinsamen Aufbaustudiengang im Bereich„Clinical Research Management – Master ofScience“ an. Die beiden Hochschulen bringen ihre Expertise in den Bereichen klinischeForschung (Universität Freiburg) sowie Gesundheitsökonomik und Management (WHL)in einem Studiengang zusammen und füllendamit eine Ausbildungslücke im Bereich derklinischen Forschung. Zusätzlich haben diebeiden Hochschulen im Rahmen des Masterstudiengangs „Clinical Research Management“ verschiedene Weiterbildungskurseentwickelt, die separat belegt werden können. So können Kurse für die Bezeichnungen„Zertifizierter Klinischer Prüfarzt“, „ClinicalResearch“ oder „Management im Gesundheitssystem“ absolviert werden.Auf Seiten der Universität Freiburg bringt dasZentrum Klinische Studien (ZKS) seine Kompetenz im Bereich der klinischen Forschung indie Kooperation ein. Das ZKS ist eine Einrichtung der Medizinischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und fungiert alsselbstständige Abteilung des Universitätsklinikums Freiburg. „Mit dem neuen Studiengangintensiviert das ZKS Freiburg seine Aktivitätenim Bereich der Weiterbildung“, so ProfessorAndreas Otte, der Initiator und Projektleiteran der Universität Freiburg.Die Bereiche Gesundheitsökonomik und Management werden von der staatlich anerkannten Wissenschaftlichen HochschuleLahr abgedeckt. Der immer intensiver werdende Wettbewerb in der pharmazeutischenIndustrie und in akademischen Forschungseinrichtungen macht eine stärkere Professionalisierung der dort tätigen klinischenForscher und Prüfärzte notwendig. „Wir sinddiesem Ausbildungsbedarf mit einem inDeutschland einzigartigen Studiengangnachgekommen und haben dabei die Stärken beider Hochschulen ideal kombiniert“,betont WHL-Rektor Professor Dirk Sauerland die Besonderheit des Studiengangs. DieGutachter der Akkreditierungsagentur ACQUIN schreiben über diesen Studiengang:„Das Studienprogramm ist innovativ undschließt eine Marktlücke im Bereich der klinischen Forschung.“Das berufsbegleitende Weiterbildungsstudium „Clinical Research Management“ bereitet auf die Übernahme von Führungsaufgaben im Bereich der klinischen Forschungvor. Es richtet sich daher an Führungs- undFührungsnachwuchskräfte in der (forschenden) pharmazeutischen Industrie sowie inForschungseinrichtungen und Kliniken, insbesondere Biologen, Chemiker, Pharmazeuten und Mediziner. Das Studium wird ebensowie die Weiterbildungskurse in einer Kombination von Fernlehre, Präsenz und OnlineAnteilen angeboten. Die Präsenzphasen finden an der WHL in Lahr statt.Weitere Informationen zu dem neuen Studiengang finden Sie im Internet unterAufbaustudium.Kontakt: Prof. Dr. Andreas OtteZentrum Klinische StudienUniversitätsklinikum FreiburgTel.: 0761/270-7211E-Mail: [email protected]

am PULS 6Tumorzentrum Ludwig Heilmeyer –Comprehensive Cancer Center Freiburg, eines von vier „OnkologischenSpitzenzentren“ DeutschlandsDas Tumorzentrum Ludwig Heilmeyer –Comprehensive Cancer Center Freiburg(CCCF) gehört zu den ersten vier „Onkologischen Spitzenzentren“ Deutschlands. DieseAuszeichnung erhielt die zentrale Einrichtung des Universitätsklinikums durch dieDeutsche Krebshilfe, die im Frühjahr 2006ein Förderungsschwerpunktprogramm ausgeschrieben hatte. Mit der Auszeichnungverbunden ist eine jährliche finanzielle Förderung von einer Million Euro in den kommenden drei Jahren für ndes Krebszentrum“Die Kriterien für die Auszeichnung richtetensich nach dem Vorbild der amerikanischenComprehensive Cancer Center und dem „National Cancer Institute“. „Noch entscheidender als die Fördersumme ist die Auszeichnung, da eine internationale Gutachterkommission der Uniklinik die Qualität für ein sol-ches ‚Onkologisches Spitzenzentrum‘, einwahres Comprehensive Cancer Center, bescheinigt hat“, so Prof. Dr. Oliver Opitz, Direktor des Tumorzentrums Ludwig Heilmeyer– CCCF. Das Wort „Comprehensive“ steht fürein „umfassendes“ Krebszentrum“, das eininterdisziplinäres klinisches, ein wissenschaftliches und ein infrastrukturelles Programm vorweisen muss.Therapie auf höchstem NiveauEin solches Zentrum ist die Eintrittspfortefür Krebspatienten in ein Klinikum. DieseEintrittspforten sind in Freiburg als interdisziplinäre Kompetenzzentren wie zum Beispiel das Zentrum Gastrointestinale Tumore,das Zentrum Thoraxtumore oder das Brustzentrum innerhalb des CCCF strukturiert. Inden so genannten Tumorboards der jeweiligen Kompetenzzentren erhalten die Patienten unter Beteiligung der entsprechendenstärkere Vernetzung amStandort Freiburg, mit demZiel, „Forschungsergebnisseaus dem Labor schnellstmöglich ans Krankenbett zubringen“, so Opitz.Unterschiedlichste Angebote für PatientenDurch die Zusammenarbeitmit außeruniversitären Einrichtungen wie dem MaxPlanck-Institut für Immunbiologie und den Life-Sciences-Fakultäten der Universität sollen die PotenzialeDAS ZENTRUM GARANTIERT THERAPIE, INFORMATION UND BERATUNGdes Standortes Freiburg inFÜR KREBSPATIENTEN AUF HÖCHSTEM NIVEAU UND NACH DEN NEUESTENder Krebsforschung optimalWISSENSCHAFTLICHEN ERKENNTNISSENgenutzt werden. Eine VerFachrichtungen eine verbindliche Therapie- besserung der Versorgung der Krebspatienempfehlung. Das Zentrum garantiert somit ten in der Region könne nur durch eine engeeine Therapie auf höchstem Niveau und Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten und Kliniken aus der Region erreichtwerden, so Opitz. Bei der Auszeichnung desTumorzentrums Ludwig Heilmeyer – CCCFspielte das starke Strukturangebot, das Information und Beratung für Krebspatientenauf einem hohen Niveau gewährleistet, einewichtige Rolle. Auch „Komplementäre Medizin“ und Naturheilverfahren sind hier schonlange keine Tabuthemen mehr. Darüber hinnach neuestem Erkenntnisstand der Wissen- aus gibt es einen erfolgreich arbeitendenschaft. Ausgewertet werden die Therapie- speziellen Pflegedienst, die Brückenpflege,empfehlungen und Behandlungsergebnisse die Patienten beim Übergang von der Klinikmit Hilfe des Klinischen Krebsregisters, so in die häusliche Umgebung, auch in der letzdass in Zukunft eine stetige Bewertung der ten Lebensphase, betreut. In einem KliniTherapieerfolge sowie ein Vergleich mit an- schen Krebsregister werden zentral die Daderen Zentren vollzogen werden kann. Aber ten der behandelten Patienten erfasst. Zunicht nur in der Patientenversorgung hat dem gibt es einen gut etablierten psycholosich das Zentrum hohe Ziele gesetzt. „Wir gischen Dienst mit einer Vielzahl vonwollen darüber hinaus die Krebsforschung psychoonkologischen und psychosozialenvorantreiben, unter anderem durch deren Angeboten, wie die Betreuung bei der Bewältigung der Krebserkrankung, aber auchbei sozialen Problemen in RehabilitationKrebs-Hotline montags bis freitags vonoder Nachsorge sowie der Wiedereingliede9.00–16.00 Uhr (0761/270-6060)rung am Arbeitsplatz. „Ein neues Projekt zurInformationen über das Internet mitBetreuung von Kindern krebskranker Elterneiner der größten Link-Sammlungenist ebenso auf den Weg gebracht“, so Dr.zum Thema Krebs finden Sie unterWalter Koch vom CCCF. „Dieses Projekt istKrebsin Deutschland einzigartig. Wir beschreitenInformationen zum Tumorzentrumdamit ganz neue Wege.“Ludwig Heilmeyer – CCCF finden SieSilvia Cavallucci und Eva OpitzunterCCCF.

7 am PULSLaufen trägt entscheidend zum körperlichenund seelischen Wohlbefinden bei, erhöht dieWiderstandskraft und Belastungsfähigkeitjedes Einzelnen und passt so ideal in dasMitarbeitersportprogramm des Uniklinikums. Dies nahmen sich 13 „laufende“ Mitarbeiterinnen des Klinikums zu Herzen undbeteiligten sich an einem Trainingswochenende im Fitalhotel in Höchenschwand –trainiert von Jürgen Gutzweiler und organisiert von UniFit.Neben dem Training kamen auch die medizinischen Hintergründe des Sports nicht zuSeit dem Jahr 2004 ist der 14. Juni, der Geburtstag des Nobelpreisträgers und Entdeckers der Blutgruppen, Karl Landsteiner(1868–1943), Weltblutspendetag. Das Logistikunternehmen im Gesundheitswesen Wissen, Service und Material in der MedizinmbH (WiSMa) nahm den diesjährigen Weltblutspendetag zum Anlass, dem Blutspendeförderverein des Universitätsklinikumsregioblut e.V. 5.000 Euro zu spenden.Der Geschäftsführer der WiSMa, LorenzBreiner, überreichte den Spendenscheck imBeisein von Blutspendern dem Vorstand desFördervereins, dem Leiter des Blutspendezentrums, Dr. Markus Umhau, dem Schatzmeister Andreas Hubert und Ursula Nikola.Das Uniklinikum hat ein eigenes Blutspendezentrum. Doch obwohl jährlich knappGEMEINSAM FIT WERDEN: DIE LAUFSEMINARE VONUNIFIT BRINGEN DIE BESCHÄFTIGTEN DES KLINIKUMSIN BEWEGUNGkurz: Dr. Torben Pottgießer, Sportmedizin,berichtete über die positiven Aspekte desLaufens, aber auch über Risikofaktoren unddie nötige Motivation. Der SportorthopädeDr. Hans Brauns erläuterte die Bedeutungdes Laufens aus orthopädischer Sicht sowiedie Prävention vor möglichen Überlastungen.Rolf Luxemburger, ein weit über die Grenzen von Freiburg hinaus bekannter Trainerim Leistungssport, gab viele praktischeTipps. Mit Unterstützung von Markus Bohmann, erfolgreicher und erfahrener Läufer,kam dann auch die Praxis zum Zuge.Schließlich ergänzte Katharina Bethke dasProgramm mit progressiver Muskelentspannung und speziellen Dehn- und Kräftigungsübungen für Läufer.Eine ganzheitliche Massage von ElfriedeGanter rundete das schöne Wochenendprogramm ab. Alle waren rundherum begeistertund haben viel gelernt. Der Dank von Mitorganisatorin Karin Ochsenfarth richtetsich an alle, die zum guten Gelingen beigetragen haben: „Insbesondere möchte ichmich bei Ulrich Enste, Geschäftsbereich 2,sowie Dr. Heinz Birnesser, Sportorthopädie,bedanken. Ohne sie wäre die Veranstaltungnicht zustande gekommen.“Weitere Seminare sollen folgen, vielleichttraut sich ja dann auch ein Mann?FREUDE ÜBER EINE ORDENTLICHE FINANZSPRITZE.V.L.: LORENZ BREINER, ANDREAS HUBERT, DR.MARKUS UMHAU20.000 Menschen hier Blut spenden, kanndas Klinikum damit seinen eigenen Bedarfnicht decken. Jährlich werden im Klinikumalleine rund 630.000 Erythrozytenkonzentrate benötigt. Da es zum Blut von gesundenMenschen keine Alternative gibt, ist eswichtig, dass mehr Menschen bereit sind, ihrBlut für Kranke zu spenden.Hinweis an Beschäftigte des Uniklinikums:Wenn Sie sich bei der Spende als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter des Klinikums zu erkennen geben, dann werden Sie als Terminspender behandelt.Weitere Infos unterBlutspendeNeues MRT-GebäudeeröffnetDank der großzügigen Spende des Fördervereins für krebskranke Kinder e.V., steht seitJuni 2007 im neu errichteten MRT-Gebäudeder Kinderklinik ein speziell kindgerechtes,hochmodernes Kernspintomographiegerät,genannt MRT, bereit. Die Eröffnung des neuen 695.000 teuren MRT-Gebäudes fand mitGrußworten und Demonstrationen des Gerätes Ende Juni statt. Das MRT liefert detailgetreue und gestochen scharfe Bilder aus demDAS NEUE MRT IST DANK NEUESTER TECHNOLOGIEKINDERFREUNDLICH LEISE UND HOCH PRÄZISEKörperinneren: Die Bilder werden ohneRöntgenstrahlung und schmerzfrei erzeugt,und das vom Scheitel bis zur Sohle. Jeder,der schon einmal in einer solchen Röhre lag,kennt die lauten Klopfgeräusche, welche dieUntersuchung begleiten. Das neue Kindergerät ist mit 90 Dezibel nur noch so laut wienormaler Straßenlärm. Ebenso wichtig füreine erfolgreiche Untersuchung des Kindesist die passende Umgebung. Die Untersuchungen können im neuen Gebäude abgekoppelt vom Alltagsstress durchgeführt werden, und es bleibt Zeit, auf die speziellenÄngste und Wünsche der kleinen Patientinnen und Patienten einzugehen. Das Gerätwird in Zusammenarbeit mit der SektionNeuroradiologie der Neurochirurgischen Klinik betrieben. Das Personal der Sektion Kinderradiologie besitzt sowohl die jahrelangeErfahrung im Umgang mit Kindern als auchdie Kenntnis von deren speziellen tsklinikum FreiburgRedaktion:Claudia WasmerHaus 2Breisacher Straße 6079106 FreiburgTelefon 0761/270-2006Telefax 0761/270-1903E-Mail: iburg.de/ampulsMitarbeit: Benjamin WaschowRebecca EsenweinLektorat: Erhard M. GawlistaGestaltung: Promo Verlag GmbHGesamtherstellung:Promo Verlag GmbHGeschäftsführer G. EbiErscheint jeweils zum Monatsbeginn auf chlorfreigebleichtem Papier.16. JahrgangKurzBERICHTETFinanzspritze für dieBlutspendeFOTOS: EVELINE FRANK, MEDIENZENTRUMFrauenförderung mal ganzanders

am PULS 8August im KlinikshopMS-Access XP, Schwerpunkt Berichte19.9.2007, 8.30 bis 12.00 UhrDer Kurs wendet sich an MitarbeiterInnen,die im Rahmen ihrer Tätigkeit größere Datenbestände erfassen, verwalten und auswerten müssen. Sie haben bereits Grundkenntnisse in Access und möchten Berichteindividuell gestalten. An einer Beispieldatenbank lernen Sie die Gestaltung von Berichten kennen.DRG-System, Grundlagen11.9.2007, 9.00 bis 17.00 UhrSie erhalten ei

Uni-Zentrum für Naturheilkunde des Univer-sitätsklinikums Freiburg startet jetzt eine Anwendungsbeobachtung zur Wirksamkeit der Hirtentäscheltinktur bei Frauen, die un-ter einer überstarken Periodenblutung lei-den. Für diese Studie sucht das Zentrum ge-sunde Frauen im Alter zw