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Ausgabe Juni 2006ISSN 1435-1684ConnectZeitschriftdes Rechenzentrumsder UniversitätAugsburg

Die Titelseite zeigt die Rückansichtdes Parallelrechners IBM RS/6000 SPder Universität Augsburg.Impressumconnect – Zeitschrift des Rechenzentrums der Universität Augsburg ISSN 14351684 Herausgegeben im Auftrag des Rechenzentrums der Universität Augsburg Erscheinungsdatum Juni 2006 Auflage 1200 Redaktion: Dr. LeopoldEichner (verantwortlich), Dr. Annja Zahn, Dr. Markus Zahn Layout und Satz:Dr. Annja Zahn Herstellung Joh. Walch GmbH & Co, Augsburg Redaktionsanschrift: Rechenzentrum der Universität Augsburg, Universitätsstrasse 8, 86159Augsburg, Tel. 0821/598-2000, Fax 0821/598-2028, E-Mail: [email protected], WWW: http://www.rz.uni-augsburg.de/connect/Autoren: Dominik Bösl, Student, [email protected] –Dr. Leopold Eichner, Rechenzentrum, [email protected] –Dr. Harald Görl, Rechenzentrum, harald.go[email protected] – Jutta Hill,Studentin, [email protected] – Thorsten Krull, Verwaltung,[email protected] – Dieter Machui, Rechenzentrum,[email protected] – Thomas Morper, Rechenzentrum,[email protected] – Maria Schmaus, ITS, [email protected] – Tobias Schmidl, Student, [email protected] –Dr. Michael Westerburg, Rechenzentrum, [email protected] –Dr. Annja Zahn, Rechenzentrum, [email protected] – Dr. MarkusZahn, Rechenzentrum, [email protected] nächste Ausgabe erscheint im Dezember 2006.Redaktionsschluß: 13. Oktober 2006.

EditorialLiebe connect-Leserinnen,liebe connect-Leser,es ist schon geraume Zeit her, dass Sieeine neue Ausgabe unserer Zeitschrift inden Händen hielten. Ja, ich weiß sehr gutwie wichtig Öffentlichkeitsarbeit für unser Rechenzentrum ist. Aber bei denimmer größeren Belastungen stellt mandie Dinge, die nicht wirklich auf den Nägeln brennen, doch immer wieder zurück. Sie haben ja recht – Zeit für die Information der Kunden muss immer übrigsein! Also suche ich lieber gar nicht erstnach einer Ausrede.Das Rechenzentrum hat in der „connectlosen“ Zeit nicht geruht. Personelle Veränderungen haben zu einer neuen Aufgabenverteilung geführt und neue Schwerpunkte im Dienstleistungsspektrum wurden gesetzt. Wir haben eine sehr umfangreiche Umstrukturierung des Datennetzes hinter uns gebracht, mit der wir dieLeistungsfähigkeit und Ausfallsicherheitdes Netzes verbessert haben. Trotz dervielen bautechnischen Probleme konnteauch das WLAN-Netz weiter ausgebautwerden. Der E-Mail-Service wurde deutlich überarbeitet, dabei „re-zentralisiert“und bietet jetzt neben Spam- und Virenschutz auch einen Webmail-Zugang.Ganz nebenbei wurde das Kursangebotdes Rechenzentrums neu strukturiert underweitert. Die damit verbundene Mühewurde durch eine deutlich gestiegeneTeilnehmerzahl belohnt. Leider ist dasaus den Kursbuchungen ersichtlicheInteresse für Linux und seine Anwendungen nach wie vor sehr gering. Paralleldazu haben wir viele Anstrengungenunternommen, um unser Informationsangebot im Web deutlich zu erweiternund zu verbessern. Für alle wichtigenAnwendungen, die zum Zugriff auf un-Zeitschrift des Rechenzentrumssere Infrastrukturdienste notwendig sind,gibt es ausführliche Anleitungen – sei esnun über den Zugang zum Funknetz,über die Einrichtung des VPN-Clientsoder über den richtigen Umgang mit denZertifikaten in den verschieden Kommunikationsdiensten.Sie wissen sicher, dass die UniversitätAugsburg ein großes Infrastrukturprojektim Rahmen der DFG-Förderinitiative„Leistungszentren für Forschungsinformation – Integriertes Informationsmanagement“ gewonnen hat. Für nähereInformationen möchte ich Sie an dieserStelle auf die Homepage des IT-Servicezentrums (http://www.uni-augsburg.de/its)verweisen. Das Rechenzentrum hat sichan der Diskussion über die Konzepteund die Ausgestaltung des Antrags zumAufbau eines neuen IT-Servicezentrumssehr intensiv beteiligt und unterstützt dieUmsetzung des Vorhabens mit vollerKraft. In der nächsten connect-Ausgabe,die wir für den Dezember planen, werden wir ausführlich über die Aktivitätendes Rechenzentrums in diesem DFGProjekt berichten.Ganz im Sinne der kooperativen Idee desneuen IT-Servicezentrums haben wir unsere Informationsplattform connect diesmal für eine Reihe von Beiträgen von„Aussenstehenden“ geöffnet. Ich bin genauso gespannt wie Sie, was in diesenArtikeln alles berichtet wird und wünscheIhnen viel Spaß bei der Lektüre.(Dr. Leopold Eichner)i

InhaltInhaltsverzeichnisconnect 1/2006iistudentenforum.uni-augsburg.de1Funknetze auf dem Campus3Hardware-Kauf über das IT-Servicezentrum4Computer fallen nicht vom Himmel6Identity Management im Rahmen des ITS-Projekts7Ich will Fachinformatiker werden9Elektronische Prüfungsverwaltung mit STUDIS11E-Mail an der Universität Augsburg14Druckaccounting für Studierende15Microsoft Student Program goes Uni Augsburg17Die Zertifizierungsinstanz des Rechenzentrums18Zwei Jahre CMS im Einsatz19Neue Gefahren im Internet21Ansprechpartner24Lehrveranstaltungen des Rechenzentrums25Campus- und Sammellizenzen26connect 1/2006

Studentischesstudentenforum.uni-augsburg.deAnfang des Wintersemesters 2002/2003 hatte ein Informatik-Student dietypischen Fragen eines Erstsemestlers: Wo findet die nächste Veranstaltung statt, gibt es Material (und wennja, wo) zur Vorlesung und so weiter.Jedoch tat dieser spezielle Studentnamens Nicolas Gümbel etwas nichtganz Selbstverständliches: Er schufeine Plattform, auf der die Frageneinmalig beantwortet wurden, unddann für alle angemeldeten Benutzersichtbar waren.Aber was für eine Plattform sollte eswerden? Denkbar wäre ein Wiki. ImHerbst 2002 hatte die englische Wikipedia um die 50.000 Artikel [1] (gegenüber über einer Million im März 2006[2]), die deutsche Ausgabe unter 10.000Artikel [3] (gegenüber jetzt 360.000 [4]) –die Verbreitung des Systems Wikipediasteckte also noch in den Kinderschuhen.Folglich musste man sich nach einem anderen Vorbild für die Gründung einersolchen Plattform umsehen.Erste SchritteNicolas Gümbel warb bei Prof. Dr. Reif(Lehrstuhl für Software Engineering) umUnterstützung für sein Projekt. Herr Reifwar von der Idee einer von Studentenselbst entwickelten Plattform derart anTobias Schmidl,Student der Informatik/MultimediaZeitschrift des Rechenzentrumsgetan, dass er sich bereit erklärte,a) die Hardware zu stellen undb) das Projekt unter seine Fittiche zunehmen.Das hatte mehrere Vorteile:be eingebaut, die den einzelnen Bereichen große Selbstständigkeit verleiht, undso die administrativen Aufgaben aufmehrere Personen verteilt.Ausgehend von einer rein auf die Informatik-Fakultät beschränkten Plattform, die Anbindung erfolgt über das universitäre Netz, rechtlich liegt das Projekt in universitärer Hand, durch den erlangten offiziellen Statusstieg die Akzeptanz sowohl innerhalb der Studentenschaft als auch imwissenschaftlichen Korpus erheblichschneller und stärker, als sie dies beieinem rein privaten Projekt getanhätte.Statistik und ErfolgeWas folgte, ist eine großartige universitäre Erfolgsgeschichte: Gestartet mit einemDutzend Mitglieder in der ersten Woche,ist das Studentenforum inzwischen aufrund 5.900 Benutzer angewachsen. Ausein paar Foren zu Beginn wurden rund1.600 Foren mit 121.000 Beiträgen. DiePlattform hat derzeit 129.000 Hits (1.700Visits) pro Tag – im Jahresmittel. Diestärksten Monate sind dabei logischerweise Januar und Februar, die Zeit kurzvor den Klausuren des Wintersemesters.Um all dies vernünftig verwalten zukönnen, wurde in den Sommerferien2004 – neben einem gewaltigen Redesign,dem Einbau diverser Addons und Modifikationen – eine detaillierte Rechteverga-Abb. 1: Forenthemen1

Studentischeshat sich das Studentenforum mittlerweilegewaltig weiterentwickelt; es ist inzwischen auf die gesamte Universität – vonAngewandter Informatik bis Philosophie,von BWL bis Moraltheologie – ausgedehnt.TechnikDas Studentenforum ist Teil eines klassischen LAMP-Systems (Linux, Apache,MySQL und PHP). Darauf setzt nun daseigentliche Forum auf. phpbb bot einigeVorteile: Es entsprach im Funktionsumfanggenau den Bedürfnissen. Es ist Open Source, was die Lizenzkosten auf Null reduzierte. Es ist weit verbreitet, was eine guteUnterstützung durch Modifikationenund zeitnahe Patches erlaubt.Jedoch stieß die Software ziemlich baldan strukturelle Grenzen: Die Verwaltungsehr vieler Foren (zur Zeit rund 1.600verschiedene) wurde sehr schnell unübersichtlich, da in der Standard-Version stetsalle installierten Foren angezeigt werden.Damit begann die erste Modifikation, dieMöglichkeit nur bestimmte Foren zuabonnieren, es sollten ihrer noch vieleweitere folgen. Zur Zeit besteht dasForum aus knapp 400.000 Zeilen Code(inklusive Templates), davon in etwa43 Prozent eigener Code.Struktur eines ForumsWie funktioniert ein Forum? Ein klassischen Webforum – wie unser phpBB – istAbb. 2: Die Threadansicht.2unterteilt in verschiedene und verschieden benannte Unterforen. Diese Unterforen bilden Gruppen zu verschiedenenThemenkomplexen („Tech-Talk“, „Netzfundgrube“, „Ideen und Vorschläge zuBoard“). Da unser Forum, wie obenschon erwähnt, eine sehr große Anzahlan Foren bietet, konnten wir nicht einfach alle anzeigen lassen – das würde jegliche Übersicht zerstören. Deswegen haben wir eine Modifikation entwickelt, umdie Foren selektiv abonnieren zu können.Dabei werden zuerst alle Gruppen in einem aufklappbaren Baum dargestellt.Innerhalb dieses Baumes finden sich nunlogisch angeordnet alle Foren. Somitsieht das Studentenforum bei jedem Benutzer anders aus, was auch ein Höchstmaß an Personalisierung bedeutet.Innerhalb dieser Unterforen existierennun einzelne Diskussionspunkte (sogenannte „Threads“), diese wiederum bestehen aus einzelnen Beiträgen („Posts“).Dabei kann man ein Webforum durchausmit der Struktur des Usenets vergleichen,wobei das Forum die Postings einesThreads nicht baumorientiert, sondernflach als Liste abbildet.Zur Erstanmeldung benötigt man dieRZ-Benutzerkennung, um sicher zu gehen, dass nur Studenten und Mitarbeiterder Universität Augsburg Zugang bekommen. Nähere Infos, wo sich dieseKennung befindet, bekommt man aufder Homepage des Rechenzentrums [5].ProjektstrukturEin wenig zur Projektstruktur: Das Studentenforumträgt denUntertitel „VonStudenten – fürStudenten“. Alsrein studentisches Projektgegründet, liegtauch heute dieProjektleitungimmer noch instudentischerHand. Dabeifirmiert dasStudentenforum unter derÄgide desLehrstuhlsProf. Reif, derauch so groß-zügig war, uns einen Server zur Verfügung zu stellen.Gegründet wurde das Forum, wie schoneingangs erwähnt, im Wintersemester2002/2003 von Nicolas Gümbel, der dafür auch mit dem Preis für studentischesEngagement der Universität Augsburgausgezeichnet wurde [6]. Die Auswahlder Einzelforen wurde von Jannis Hermanns und Arne Hartherz federführendentwickelt; von ihm stammt auch derVorläufer des Studentenforums. Nicht zuvergessen sind auch Philipp Pötzl undKai Linde, die während des Relaunchesim Sommersemester 2004 am Redesignmassiv beteiligt waren. Und last but notleast Michael Schierl, der der Hauptentwickler und die treibende Kraft hinterden großen Entwicklungen der letztenbeiden Jahre war.All jenen möchte ich in diesem Namenein herzliches „Dankeschön!“ aussprechen, ohne eure Hilfe würde das Forumso, wie es jetzt ist, nicht existieren. VielenDank!Bedauerlicherweise ist ein Projekt in dieser Größenordnung stets auch mit wesentlichem Aufwand verbunden; ohneein fähiges Team wäre es nicht möglich,das Forum so sicher und komfortabelwie derzeit zu betreiben.Die ZukunftDoch auch in Zukunft wird sich nocheiniges tun: Vermutlich wird im Sommer2006 phpBB Version 3 veröffentlicht. Dasbedeutet, alle Modifikationen, die bisheram Original-phpBB-Forum getätigt wurden, müssen isoliert und modularisiertwerden, um die Response-Time auf veröffentlichte Sicherheitslücken und veröffentlichte Patches zu verkürzen. Bedauerlicherweise wird man von diesen Änderungen nicht viel an der Oberfläche sehen; sie sind aber dennoch notwendig,um das Forum fit für die Zukunft zuhalten.Links:[1] m[2] http://en.wikipedia.org/wiki/Wikipedia[3] m[4] http://en.wikipedia.org/wiki/Wikipedia[5] http://www.rz.uni-augsburg.de/service/login/[6] s/dies/connect 1/2006

DatennetzFunknetzeauf dem CampusWie und wo Sie mit IhremNotebook das Internet nutzen könnenTrotz großzügig dimensionierterComputer-Räume mit insgesamt circa 300 PC-Arbeitsplätzen für Studierende – verteilt über den gesamtenCampus – bilden sich davor regelmäßig Warteschlagen. Hinzu kommt,dass sich immer mehr Studenten miteigenen Notebooks ausrüsten. Jedochist es mit der Anschaffung allein nichtgetan. Nun stellt sich die Frage, wieSie mit Ihrem neu erworbenen Arbeitsmittel Zugang zum Datennetzbekommen und somit im Internetrecherchieren bzw. auf die universitätseigenen Systeme und Dienstezugreifen können.Um diese Bedürfnisse zu erfüllen wurdein den letzten Jahren der Ausbau einesflächendeckenden Funknetzes vorangetrieben. Ganz bewusst wurde das Funknetz überall dort aufgebaut, wo ein einfacher Zugang zum drahtgebundenen Datennetz nicht gewährleistet werden kann.Dies trifft vor allem auf die Bibliotheken,Hörsäle, Seminarräume und Cafeterienzu. In welchen Gebäuden das Funknetzvorhanden ist kann Abbildung 1 entnommen werden. Auf den Webseiten desRechenzentrum finden Sie stets den aktuellen Stand [1] der Ausbaustufe desFunknetzes.Aufbau einesFunknetzesDoch wie ist so ein Funknetz eigentlichaufgebaut und welche Voraussetzungenmuss Ihr Notebook erfüllen, damit Siedaran teilnehmen können? Kernstückeines Funknetzes bilden sogenannteAccess-Points (AP). Diese Geräte verfügen über die notwendigen Antennen undbilden den Übergang zwischen dem her-Dieter Machui,RechenzentrumZeitschrift des Rechenzentrumskömmlich drahtgebundenen Datennetzund dem Funknetz. Bevor Sie jedoch inVerbindung mit einem Access-Point treten können benötigt Ihr Notebook eineFunk-LAN-Karte. Diese Karte baut übereinen vom Access-Point vorgegebenenFunkkanal eine Verbindung auf.Mit dem bei uns verwendeten FunkLAN-Standard 802.11b/g stehen insgesamt 13 Funkkanäle zur Kommunikationzur Verfügung. Welchen Sie letztlich davon verwenden teilt der Access-Point derFunknetzkarte Ihres Notebooks automatisch mit. Damit Sie sicher sein können,sich tatsächlich mit dem Funknetz derUniversität Augsburg zu verbinden, wirdbeim Verbindungsaufbau die Netzkennnung (SSID) „uni-augsburg“ übertragen.Sobald Ihr Notebook eine Verbindung zudiesem Netz aufbaut, bekommt es automatisch eine IP-Adresse per DHCP zugewiesen, welche für dieDauer der Netzverbindungbeibehalten wird.und dass Ihre Daten verschlüsselt auf dieReise geschickt werden. Die Verschlüsselung findet aber nicht im gesamten Internet statt, sondern endet bei uns im Rechenzentrum auf dem VPN Konzentrator. Dieses Gerät verwaltet alle verschlüsselten Datentunnel vom Notebookzu ihm und ver- bzw. entschlüsselt alleDatenpakete zwischen unserem Funknetzund dem Internet. Dadurch können wirIhnen gewährleisten, dass Ihre Daten,insbesondere die Authentifizierungsinformationen, geschützt übertragen werden.Die aktuelle Version des VPN-Client,samt Installationsanleitung finden Sie aufunseren Webseiten [2].Nach erfolgter Installation wird mit demAufruf des Clients eine Benutzerauthentifizierung mit Ihrer RZ-Benutzerkennnung durchgeführt. Ab jetzt steht Ihnenalso kein Hindernis mehr im Weg undAb jetzt sollte es Ihnenmöglich sein, auf die Webseiten des Rechenzentrumszuzugreifen. Dies ist notwendig, da Ihnen für dieuneingeschränkte Nutzungdes Datenzuganges nocheine bedeutende Softwareauf Ihrem Notebook fehlt.Bis zu diesem Zeitpunktverlief die komplette Datenkommunikation nämlich unauthentifiziert und unverschlüsselt. Sobald Sie jetztallerdings versuchen auf dasInternet zuzugreifen, werden Sie abgewiesen. Um dasInternetz nutzen zu könnenmüssen Sie einen VPNClient (Virtual Private Network) installieren. DerVPN-Client sorgt dafür,dass Sie sich gegenüber dem Abb. 1: Die schraffierten Flächen zeigen die Bereiche, in denenDatennetz authentifizieren auf dem Campus Zugang zum Funknetz möglich ist.3

DatennetzSie können mit Ihrem Notebook dasInternet nutzen.Den schematischen Aufbau des Datennetzes können Sie der Abbildung 2 entnehmen. Der darin dargestellte Routersteuert über Filterlisten die Datenzugriffeaus dem Funknetz und stellt sicher, dassSie nur mit VPN-Client ins Internet gelangen.Als Stolpersteine haben sich bei der Installation des VPN-Clients in der Vergangenheit immer wieder „Private Firewalls“und Virenscanner herausgestellt. Leiderkommt es zwischen diesen beiden Software-Anwendungen und dem VPNClient zu Komplikationen. In solchenFällen sollten Sie beide Anwendungendeinstallieren, den VPN-Client installieren und danach erst wieder den Virenscanner bzw. die „Private Firewall“ aufspielen. Als problemlos hat sich in derVergangenheit der Einsatz des Virenscanners von Sophos und die WIN-XPFirewall herausgestellt. Studierende derUniversität Augsburg erhalten die AntiVirensoftware übrigens kostenlos – auchfür Zuhause [3].[1] http://www.rz.uni-augsburg.de/netz/funknetz/[2] http://www.rz.uni-augsburg.de/netz/vpn/[3] bb. 2: Schematischer Aufbau des Funknetzes.4Hardware-Kaufüber dasIT-ServicezentrumAus einer Hand: PC, Drucker,Notebooks, Beamer oder MonitoreWie Sie wissen, wird an unserer Universität mit Förderung durch dieDFG ein neues IT-Servicezentrum –kurz ITS – aufgebaut. Die wichtigsten Informationen dazu und denausführlichen DFG-Antragstext finden Sie unter http://www. uni-augsburg.de/its. Eines der von der DFGgeförderten ITS-Teilprojekte hat diePC-Arbeitsplätze im Fokus.Unter dem einfachen Motto „Keine Sorgen mit dem PC – integrierte Supportstruktur für Rechnerarbeitsplätze“ werden alle Aspekte der Betreuung der Benutzerarbeitsplätze untersucht, um wirksame Supportstrukturen aufbauen zukönnen. Das Spektrum der Arbeitsfelderin diesem Projekt reicht von Fragen zurtechnischen Infrastruktur über verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung derorganisatorischen Abwicklung bis hin zurEntwicklung von Schulungskonzepten.„Integrierte Supportstruktur“ in diesemSinne bedeutet, eine Symbiose aus Technik, Organisation und Kompetenz zuschaffen, damit die PC-Arbeitsplätze allzeit zuverlässig und so selbstverständlichfunktionieren, wie man es vom Telefonher gewohnt ist.In diesem großen Support-Puzzle geht esauch um die Vereinfachung der Hardwarebeschaffung. Ziel ist es, möglichst vieleBeschaffungen durch flexible Ausschreibungen abzuwickeln, um einerseits demHaushaltsrecht Genüge zu tun, andererseits günstige Preise zu garantieren undeine gewisse Standardisierung im Gerätespektrum zu erreichen. Denn Vielfaltverursacht mehr Betreuungsaufwand –und den wollen wir ja reduzieren, um dieeingesparte Zeit für Ihre Fragen und Anliegen zur Verfügung zu haben. Inzwi-schen gibt es drei Rahmenverträge (fürPCs, Monitore, Drucker und Notebooks), die die Universität Augsburg aufBasis von öffentlichen Ausschreibungenabgeschlossen hat. Wir bedanken uns beiunseren Kollegen in den UniversitätenWürzburg, Erlangen-Nürnberg, Regensburg, Bamberg, Bayreuth und Passau,von deren fleißigen Vorarbeiten wir profitieren durften. Wir freuen uns auchüber die Unterstützung unseres Arbeitsplatz-Projekts durch das PC-Werk Augsburg, den Hersteller Fujitsu-Siemens unddie Lieferfirma EDV-Compas.PC-BeschaffungPCs des Herstellers Fujitsu-Siemens(FSC) werden bei der Augsburger FirmaEDV-Compas beschafft. Der entsprechende Rahmenvertrag wurde kürzlichbis 30. April 2007 verlängert. Die Beschaffungen erfolgen grundsätzlich überdas IT-Servicezentrum. Sie haben damitdie Möglichkeit, ausgewählte PC-Systemeder Serie Esprimo P5905 und CelsiusW340 zu günstigen Konditionen zu beziehen. Das IT-Servicezentrum achtetnicht nur auf niedrige Preise für einegute Hardware, sondern es kümmert sichauch um einen zuverlässigen Betrieb derRechner während ihrer Nutzungszeit von5 Jahren. Neben den direkten Services –wie Beschaffung, Installation und Reparatur – gehören auch die Einbindung derRechner in die universitätsweite Infrastruktur (mit den Updatediensten für dieAntivirensoftware und die Windows-BeDr. Leopold Eichner,Rechenzentrumconnect 1/2006

Servicetriebssysteme) und viele weitere Dienstedazu. Ihr Arbeitsplatzrechner profitiertoptimal von dieser Dienstleistung desITS, wenn er den Standards für Hardwareund Software entspricht, die wir regelmäßig in Zusammenarbeit mit Ihren DVBetreuern erarbeiten und fortschreiben.Alle ITS-Rechner sind auf eine Betriebszeit von 5 Jahren ausgelegt. Während dieser Zeit werden sämtliche Reparaturen anden Rechnern durch das IT-Servicezentrum kostenfrei für Sie abgewickelt.Ohne Aufpreis enthalten ist die Erstinstallation des PCs (derzeit nur für Windowssysteme), eine Kopierlizenz für dieErstinstallation (Norton Ghost), eine Lizenz für die Vollversion der Brennersoftware von Nero 7.0, die Anlieferung vorOrt mit Verpackungsrücknahme und dieInventarisierung der Rechner. Ein Bestellformular mit den aktuellen Preisenfür ITS-Standardkonfigurationen findenSie auf von der Homepage des ITS(http://www.uni-augsburg.de/its) unterService/Hardwarekauf. Zusätzlich könnenwir durch das Sponsoring der Firma FSCnach und nach noch weitere Leistungenanbieten. Beispielsweise soll ein Vorratan Geräten aufgebaut werden, um dieBeschaffung zu beschleunigen oder umwährend der Reparaturzeiten Ersatzgeräte zur Verfügung stellen zu können.Bitte schalten Sie für jede Bestellung stetsIhren DV-Betreuer ein. Er wird Ihnen inbesonderen Fällen ein System auch individuell konfigurieren und den Preis sagenkönnen. Außerdem wird der DV-Betreuer von uns mit allen aktuellen Informationen über weitere Rahmenverträge (z.B.für Drucker) oder über Sonderkonditionen(z.B. für Notebooks) versorgt. Er istimmer der beste Ansprechpartner füreine einfache Beschaffung von preisgünstiger, standardisierter ITS-Hardware.Monitor-BeschaffungTFT-Monitore werden ebenfalls über dasITS bei der Firma EDV-Compas beschafft. Es steht je ein 17’’, ein 19’’ undein 20’’-Modell zur Auswahl. Alle Modelle sind höhenverstellbar und schwenkbar und sind mit einem 5-jährigen ITSAustauschservice ausgestattet. Die Bestellung erfolgt mit dem ITS-PC-Bestellformular (siehe oben). Auch hier gilt dieBitte, den DV-Betreuer bei der Beschaff-Zeitschrift des Rechenzentrumsfung einzuschalten.Drucker-BeschaffungDas IT-Servicezentrum unterstützt Sieauch bei der Beschaffung von Druckern.Das entsprechende ITS-Drucker-Bestellformular mit den empfohlenen HPDruckermodellen finden Sie wie obenbeschrieben. Da ein Rahmenvertrag zugrunde liegt, kommt auch hier ein vereinfachtes Beschaffungsverfahren zur Anwendung. Dieser Rahmenvertrag beinhaltet eine Vielzahl von Druckermodellenund Rabattstaffeln und eignet sich deshalb nicht zur Veröffentlichung im Web.Wenn Sie aus wichtigen Gründen vonden empfohlenen Druckermodellen desITS-Bestellformulars abweichen wollen,wenden Sie sich bitte an Ihren DV-Betreuer, der Zugriff auf die aktuelle Preisliste hat und Sie bei der Auswahl einesalternativen Druckermodells berät.Notebook-BeschaffungFür die Beschaffung von Notebookswird auf eine gemeinsame Ausschreibung der Universitäten Augsburg, Bayreuth, Erlangen-Nürnberg, Passau undWürzburg zurückgegriffen, welche dieFirma Dell gewonnen hat. Das ITServicezentrum hat aus den verfügbarenModellen und Optionen drei Standardausstattungen konfiguriert, die über dasITS-Notebook-Bestellformular beschafftwerden können. Für abweichende Ausstattungswünsche wenden Sie sich bittean Ihren DV-Betreuer, der Zugriff aufdie entsprechenden Preislisten hat.Beamer-BeschaffungSeit 1. Januar 2004 gilt zwischen der Universität Würzburg und der Firma MRDatentechnik Vertriebs- und Service GmbHein Rahmenvertrag über die Lieferungvon Beamern des Herstellers Nec. DerVertrag enthält eine Öffnungsklausel, dieallen bayerischen Hochschuleinrichtungen den Bezug der angegeben Produktezu gleichen Konditionen erlaubt. In derUniversität Augsburg werden vom Referat V/3 derzeit allerdings Projektoren derMarke Sony empfohlen. Bitte lassen Siesich bei der Beschaffung von Ihrem DVBetreuer beraten.Server Housing –ein neuer Servicedes RechenzentrumsSeit etwa einem Jahr bietet dasRechenzentrum den Service„Server Housing“ an.Wir bieten Ihnen damit die Möglichkeit Ihre eigene Server-Hardware inunserem Maschinensaal unterzubringen, um von der Infrastruktur desRechenzentrums wie Klimatisierung, unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) und schnelle Netzanbindungzu profitieren.Da der Server in einen Serverschrank eingebaut wird, muss er alllerdings eine besondere Bauformaufweisen – er muss ein sogenannterRackserver sein. Monitor, Tastaturund Maus werden von uns gestelltund sind über einen KVM-Switchmit dem Server verbunden.Eine weitere Bedingung ist, dass Siesich an den Kosten beteiligen, dieuns für die Bereitstellung der Housing-Infrastruktur entstanden sind.Sie richten sich nach dem Platzbedarf, der Anzahl der Netzteile IhresServers und dem gewünschten Datennetzanschluss. Die jeweils gültigeKostentabelle finden Sie auf denWebseiten des Rechenzentrums unter „Service“. Für einen Standardserver mit zwei Höheneinheiten, zweiStromanschlüssen und einem 100Mbit/s Datennetzanschluss fallenbeispielsweise jährlich 225 Euro an.Beachten Sie, dass der Zugang zuunserem Maschinensaal auf die Zeiten von Montag bis Freitag 7.00 bis21.00 Uhr (ausgenommen Feiertage)eingeschränkt ist. Außerhalb dieserZeiten ist die Einbruchsmeldeanlage„scharf“ geschaltet und kann nurvon authorisiertem Personal freigeschaltet werden.Interessiert? – Ansprechpartner istDr. Leopold Eichner.5

StudentischesComputerfallen nichtvom HimmelDas Rechenzentrum – kommentiertvom Blickwinkel einer StudentinDas Rechenzentrum ist stets an Rückmeldungen aus dem Kreis seiner Nutzer interessiert, um das eigene Serviceangebot zu verbessern. Anders als vonden DV-Betreuern erhalten wir aus demKreis der Studenten relativ wenig Feedback. Um so erfreuter war die connectRedaktion, dass sich Jutta Hill, die bezüglich der Homepage der FachschaftPolitik in Kontakt mit uns war, spontanzu einem Beitrag über ihre persönlicheSicht auf das Rechenzentrum bereit erklärt hat.connect-RedaktionWie eine eigenständige kleine Welterscheint dem Besucher das Rechenzentrum, ein Mikrokosmos im Universum der Augsburger Universität.Die kleine, unentbehrliche Welt derTüftlerkobolde und Computerelfenerschließt sich einem sehr versteckt inder zweiten Etage im Gebäude nebendem wohl meistgenutzten Ort derUniwelt, der Mensa. Die Pforte öffnetsich nach dem Betätigen einer Klingel, human gesteuert durch einenHerbeieilenden. Und dann kann mansie sehen: die Welt der Elfen und Kobolde, der Tüftler und Denker.Hinter Monitoren, Kaffeetassen und urwaldähnlichen Topfpflanzen (einige davon vertrocknet), sitzen die Menschenvon denen man denkt, dass es sie nichtgibt. Niemand hat sie je gesehen, denneigentlich steht in der Studierendenschaftdas Rechenzentrum als Synonym für dieComputerräume und dortige Internetnutzung. Selten – und dann nur bei auftauchenden Problemen – wird gefragt,Jutta Hill,Studentin derPolitikwissenschaft6wer für all das verantwortlich ist: E-MailAdressen, Drucker und Daten.Es liegt nicht in der Natur des Rechenzentrums, sich in den Mittelpunkt derstudentischen Aufmerksamkeit zu drängen, und ist auch nicht die wichtigsteAufgabe der fleißigen Mitarbeiter. Sieagieren ihrem Wesen nach unauffällig imHintergrund ihrer Computer. Und so istes nur wenigen aufmerksamen Studentenvorbehalten das Rechenzentrum, das aberweit mehr Aufgaben hat als das Bereitstellen von Computern und den dazu gehörigen Internetzugang, gebührend zuschätzen. Neben dem Verleih von Beamern und Laptops liegt das Arbeitsfeldder Tüftler im Betreiben des Datennetzes, im Bereitstellen zentraler Dienste wieBenutzermanagement, Datenhaltung undE-Mail oder auch in der Betreuung desWeb Content Management Systems. Jeder nutzt täglich den Service des Rechenzentrums, bewusst oder unbewusst, alsStudent oder Angestellter.Durch eine große Tür wird ihr Territorium von Eindringlingen geschützt. Diese Tür und die Klingel, die man zu ihremÖffnen betätigen muss, machen es nichtleicht für das Rechenzentrum, (studentische) Nähe zu erfahren. Es wäre hilfreich, wenn wenigstens das Benutzersekretariat von dieser Hürde befreit wäreund sich mit einer offenen Tür Fragen,Anregungen und Kritik öffnen würde.Über die Nützlichkeit lässt sich wahrlichstreiten, aber eine Probe aufs Exempelwäre es vielleicht Wert. Als Verbindungzwischen Student und Rechenzentrumkönnte es Anlaufstelle für Fragen rundum defekte Tastaturen und Benutzerkennung sein. Ähnlich verhält es sichmit den Öffnungszeiten des „NetzwerkHerzes“. Mit dem ersten Blick stellt sichdie Frage, ob wirklich mit fragendenBesuchern gerechnet wird und sie er-wünscht sind. Im Rahmen einer Neukonzeption des Benutzersekretariates könnteüber einen durchgängigen Service, zumindest aber bis zwölf Uhr am Vormitttag und ab dreizehn Uhr am Nachmittag,diskutiert werden. Diese Umstrukturierung von Raum und Zeit würde wesentlich zur Transparenz und Benutzerfreundlichkeit beitragen und das Rechenzentrum nach außen öffnen.Vielleicht liegt es in der Natur des Studenten keine Fragen außerhalb des eigenen Horizontes zu stellen, besondersnicht über die scheinbar selbstverständliche Betreuung der universitären Hardund Software, und in der des Rechenzentrums, keine Frage aufzuwerfen und einSchattendasein hinter den Computern zufristen. „Computer fallen nicht vomHimmel“, das ist der Weg durch den manihre Welten verbinden und sie einandernäher bringen kann, so dass keiner mehrHemmungen besitzt auf defekte Tastaturen aufmerksam zu machen und Kritikund Anregungen zu äußern. Studentenund Mitarbeiter des Mikrokosmos Rechenzentrum, die vielen Tüftler undDenker, der kalte Kaffee und die vertrockneten Pflanzen hätten nic

Dr. Annja Zahn,Rechenzentrum, [email protected] – Dr. Markus Zahn, Rechenzentrum, [email protected] Die nächste Ausgabe erscheint im Dezember 2006. Redaktionsschluß: 13. Oktober 2006. Die Titelseite zeigt die Rückansicht des Parallelrechners IBM RS/6000 SP