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SeniorenwegweiserEin Leitfadenfür ältere Menschen undderen Angehörigedes Landkreises Eichstätt

Liebe Mitbürgerinnenund Mitbürger,wir stehen vor gravierenden Veränderungen im Altersaufbau unserer Gesellschaft. Eine im letzten Jahr von unsin Auftrag gegebene Bevölkerungsprognose ergibt, dass bis zum Jahr2025 auch im Landkreis Eichstätt dieAnzahl der Personen, die 60 Jahre undälter sind, von heute knapp 25.000 auf36.300 Menschen, also um 45 Prozent,zunehmen wird. Die Zahl der Personenbis zum 60. Lebensjahre wird dagegenum elf Prozent zurück gehen. Durch diesteigende Lebenserwartung nimmt alsoder letzte Lebensabschnitt einen immergrößeren Zeitraum ein.Heutzutage gehören die meisten Menschen nach ihrem Ausscheiden aus demBerufsleben jedoch nicht „zum altenEisen“, sondern sind im Gegenteil vital,interessiert und unternehmenslustig.Doch obwohl die meisten „Älteren“ mitten im Leben stehen, gibt es viele Senioren, die sich heute schon Gedankenmachen, wie man im fortgeschrittenenAlter einen eventuellen Hilfebedarf abdecken oder Vorsorge für später treffenkann.Dabei soll der vorliegende Seniorenwegweiser ein wichtiger Begleiter seinund konzentriert, aber übersichtlich inverschiedene Themengruppen gegliedert, zahlreiche Informationen liefern.Wir möchten, dass Sie sich in jederLebenslage gut aufgehoben fühlen.Nutzen Sie deshalb dieses Informationsangebot, lassen Sie sich beraten undnehmen Sie die vielfältigen Angebote,die im Landkreis vorhanden sind, beiBedarf in Anspruch.Herzliche GrüßeIhrDr. Xaver BittlLandrat03

ImpressumHerausgeber: Landkreis Eichstätt,Sachgebiet SozialwesenResidenzplatz 1 · 85072 Eichstättwww.landkreis-eichstaett.deIn Zusammenarbeit mitHerrn Siegfried Fries, Landratsamt Eichstättund hopp infomedia verlag gmbhSterzinger Straße 12 · 86165 AugsburgLayout: marcant design · Marion Huwaldwww.marcantdesign.de Februar 2007hoppinfomedia04hopp infomedia bedankt sich für die gute Zusammenarbeit mit den zuständigen Ansprechpartnernim Landratsamt Eichstätt und bei allen beteiligtenInserenten, die mit informativen Angeboten dieHerausgabe der Broschüre ermöglichten.In eigener SacheWir haben uns bemüht, Ihnen eine Broschüre mitwissenswerten Informationen zusammen zu stellen.Natürlich wollten wir an alles denken, viel berücksichtigen und nichts übersehen. Sollte uns trotzdemetwas entgangen sein, so war dies ohne Absicht.Sollten Sie Vorschläge fürÄnderungen und Ergänzungenfür die nächste Auflage haben,sind wir für Mitteilungen, wennmöglich per E-Mail [email protected],dankbar.Ihr Landratsamt Eichstätt,Sozialwesen

InhaltsverzeichnisKapitel Seite106Beratung und Hilfe06Sozialberatung der45Wohlfahrtsverbände2Osteopathie20Rund um die Pflege20Leistungen der Pflegeversicherung06Sozialdienst des Gesundheitsamtes06Sozialdienst der Kliniken22Tagespflegeeinrichtungen im LandkreisEichstätt und Kösching22Alten- und Pflegeheime im ntenberatung24Heimaufsicht08Sozialhilfe nach dem SGB XII09Wohngeld24Pflege und Unterstützung zu eratung25Häusliche Alten- und10Sozialpsychiatrischer DienstKrankenpflegedienste11Gerontopsychiatrische VersorgungHauswirtschaftliche Versorgung26MahlzeitendiensteBesondere finanzielle Hilfen26Fahrdiensteund n in Verbindung27Ambulante Hospizhilfe12mit einer Schwerbehinderung28Betreutes Wohnen12Befreiung von der29Sonstige Informationen29Verfügungen und ührenermäßigung13Zuzahlungsbefreiung für31Gesetzliche Betreuunggesetzlich Krankenversicherte32Nachlassregelung32Vorsorge für den Todesfall36Seniorenarbeit in den14Krankenhausversorgung vor Ort14Stationäre Versorgung78älterer Menschen14Moderne med. Versorgung vor Ort15Komfort und Service16Pflegerische Nachsorge16Weitere InformationenLandkreisgemeinden37Wichtige Rufnummernfür den Landkreis Eichstätt 318 05

11Beratung und HilfeSozialdienst desGesundheitsamtesDer Sozialdienst des Gesundheitsamtes bietet die Vermittlung von Hilfen,sowie die Beratung und Betreuung vonkörperlich, geistig oder seelisch Behinderten und deren Angehörigen. Zudemwird Unterstützung für Suchtkranke undpsychisch Kranke angeboten. Die Mitarbeiter sind speziell für diese Aufgabengeschult und versuchen den Betroffenendurch Gespräche Unterstützung undHilfe in ihrer Lebenslage zukommen zulassen. Für ältere Menschen wird speziell ein Seniorenschwimmen angeboten.Kontakt:Landratsamt Eichstätt– GesundheitsabteilungGrabmannstr. 2 · 85072 EichstättTel. (0 84 21) 98 99-0Sozialberatung derWohlfahrtsverbändeWohlfahrtsverbände bieten allenMenschen unabhängig von Alter, Geschlecht, Stand, Nationalität oder Religionszugehörigkeit soziale Hilfen undBeratung an.Folgende Verbände bieten im Landkreis Eichstätt Beratung und Hilfe an:Arbeiterwohlfahrt · Unterer Graben 8385049 Ingolstadt · Tel. (08 41) 3 40 01Bayer. Rotes Kreuz · Grabmannstr. 285072 Eichstätt · Tel. (0 84 21) 9 75 70Caritasverband für die Diözese EichstättWeißenburger Str. 17 · 85072 EichstättTel. (0 84 21) 97 55-0Malteser HilfsdienstPater-Philipp-Jeningen-Platz 185072 Eichstätt · Tel. (0 84 21) 9 54 50VdK Bayern · Ostenstr. 2385072 Eichstätt · Tel. (0 84 21) 26 0206Sozialdienst der KlinikenEichstätt und KöschingFalls Sie oder Ihre Angehörigen während Ihres Aufenthaltes in einer derbeiden Kliniken Rat oder Hilfe in persönlichen, sozialen oder wirtschaftlichenFragen haben, steht Ihnen der Sozialdienst der jeweiligen Klinik jederzeit zurVerfügung. Dieser berät und unterstütztSie bei der Vermittlung von Anschlussheilbehandlungen, der Aufnahme in einAlten- oder Pflegeheim, der Vermittlungvon ambulanten Hilfen (Hauspflege,Nachbarschaftshilfe, „Essen auf Rädern“), sozialversicherungsrechtlichenAngelegenheiten usw.Ansprechpartner der Klinik Eichstätt:Richard Nikol, Dipl. Sozialpädagoge undDipl. PädagogeTel. (0 84 21)6 01-4 02Ansprechpartnerin der Klinik Kösching:Barbara Vocht, Dipl. SozialpädagoginTel. (0 84 56) 71-2 90

Beratung und HilfeTelefonseelsorgeDie Telefonseelsorge ist für alle da, dieeinen Gesprächspartner brauchen oderjemanden suchen, der ihnen zuhört, derbeisteht oder auch, soweit es möglichist, Hilfemöglichkeiten aufzeigt.Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Telefonseelsorge sind Tag undNacht erreichbar und zur Verschwiegenheit verpflichtet. Selbstverständlichbraucht ein Anrufer, wenn er es nichtwill, seinen Namen nicht zu nennen.Durch einen Anruf bei der Telefonseelsorge fallen keine Telefongebühren an.Sie erreichen die Telefonseelsorge unter(08 00) 1 11 02 22RentenberatungDie Rentenberatung ist ein komplexes und umfangreiches Rechtsgebiet.Deshalb ist es vor allem für rentennaheJahrgänge sehr wichtig, sich kompetentund ausführlich zu informieren. Um z.B.Fragen zu klären wie· Ab wann besteht der Anspruch aufAltersrente?· Ab welchem Zeitpunkt werden dieAltersgrenzen angehoben?· Kann man zur Rente hinzuverdienenund wenn ja, wie viel?· Was bedeutet Teilrente oder wasversteht man unter Altersteilzeit?· Besteht die Möglichkeit vorzeitig inRente zu gehen?Für Auskünfte stehen folgende Stellenzur Verfügung:· Die Versicherungsämter bei denGemeindeverwaltungen· Das staatliche Versicherungsamt beimLandratsamtWeitere Informationen:Sprechtage der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd und Bundnach vorheriger Terminvereinbarung(Tel. (0 84 21) 70-3 33).Die Sprechtage können dort erfragtwerden.Versichertenberater der DeutschenRentenversicherung Bayern Süd(nach vorheriger Terminvereinbarung):Josef Glasse-Eipert · Schwarzfeldweg 295132 Sappenfeld · Tel. (08 41) 30 91 18Helmut Bahl · Brunnhauptenweg 1785092 Kösching · Tel. (0 84 56) 85 82Theo Hueber · Mozartstr. 2885098 Großmehring · Tel. (0 84 07) 5 32Die Versicherungsberater und Beraterinnen der Deutschen Rentenversicherung Bund(nach vorheriger Terminvereinbarung)Reinhard Fast · Ulmenstr. 1085139 Wettstetten · Tel. (08 41) 3 94 42Christine Geyer · Tannenweg 185114 Buxheim · Tel. (0 84 58) 97 58Annemarie Gärtner · Clara-Staiger-Str. 7985072 Eichstätt · Tel. (0 84 21) 17 29Wolfgang Birkenbach · Blumenstr. 2485104 Pförring · Tel. (0 84 03) 93 09 0307

Beratung und Hilfe1Sozialhilfe nach demSozialgesetzbuch XIIDie Leistungen des Sozialamtes sindgrundsätzlich abhängig von den Einkommens- und Vermögensverhältnissendes Antragstellers.Unterhaltspflichtige Angehörige sindunter bestimmten Voraussetzungen zurLeistung eines Unterhaltsbeitrages verpflichtet.Hilfe zur PflegeDas Sozialamt gewährt Hilfe zur Pflege,soweit nicht die Pflegekassen die Leistungen erbringen. Die Hilfe zur Pflegeumfasst häusliche Pflege, Hilfsmittel,teilstationäre Pflege, Kurzzeitpflege undvollstationäre Pflege. Sie ist nachrangiggegenüber anderen gleichartigen Ansprüchen.Die Sozialhilfe setzt grundsätzlich mitder Kenntnis der Leistungsvoraussetzungen beim Träger der Sozialhilfe ein. Umdas Sozialamt von einer entsprechendenSituation zu informieren, ist es ratsam,einen Antrag auf Hilfe zur Pflege beimjeweils zuständigen Sozialamt zu stellen,wo dann auch die gesamte Angelegenheit bearbeitet wird.Pflegegeldleistungen werden wie in derPflegeversicherung in den Stufen I – IIIerbracht. Hierbei ist die Entscheidungder Pflegekasse über das Ausmaß derPflegebedürftigkeit für den Sozialhilfeträger bindend.Grundsicherung im Alter und beiErwerbsminderungDie Grundsicherung ist eine weitgehendpauschalierte Leistung zur Sicherungdes Lebensunterhaltes, die ergänzendebedarfsdeckende Leistungen im Rahmen der Sozialhilfe nicht ausschließt.Mit dieser Leistung soll Altersarmutvermieden sowie die Situation von auf08Dauer erwerbsgeminderten Personenverbessert werden. Unterhaltsansprüchegegenüber den Eltern und Kindern bleiben hierbei unberücksichtigt, sofern deren jährliches Gesamteinkommen unter100.000,- Euro liegt.Sonstige Leistungennach dem SGB XIINeben den zuvor beschriebenen Leistungen können noch folgende Hilfenvom Sozialamt gewährt werden, sofernSie notwendige Hilfen nicht von anderen Sozialleistungsträgern erhalten undauch nicht aus eigenem Einkommen undVermögen bestreiten können.a) Hilfe zur Gesundheit (z.B. im Falledes fehlenden Krankenversicherungsschutzes).b) Eingliederungshilfe für behinderteMenschen (z.B. Hilfe zur medizinischen Rehabilitation, Behindertenfahrdienste).c) Hilfe zur Überwindung besonderersozialer Schwierigkeiten. Insbesondere Beratung und persönlicheBetreuung in Notlagen.d) Hilfe in anderen Lebenslagen (z.B.Hilfe zur Weiterführung des Haushalts, Altenhilfe, Blindenhilfe,Bestattungskosten).In allen Fragen zur Sozialhilfe wendenSie sich an dasLandratsamt EichstättSozialhilfeverwaltungResidenzplatz 1 · 85072 EichstättTel. (0 84 21) 7 03 65 oder(0 84 21) 7 02 16oder an dasLandratsamt EichstättDienststelle IngolstadtAuf der Schanz 39 · 85049 IngolstadtTel. (08 41) 30 64 17

Beratung und HilfeSchuldnerberatungWohngeldDas Wohngeld ist ein staatlicher Zuschuss zur Miete (Mietzuschuss) oder fürdie Wohnhausbelastung von Hauseigentümern (Lastenzuschuss).Wenn die Leistungsvoraussetzungennach dem Wohngeldgesetz erfüllt sind,haben Sie einen Rechtanspruch aufWohngeld. Sofern Sie allerdings eineTransferleistung beziehen (z.B. Leistungen der Grundsicherung im Alter oderähnliches), bei der Kosten der Unterkunft berücksichtigt werden, sind Sievom Wohngeld ausgeschlossen. Wohngeldberechtigte sind grundsätzlich auchHeimbewohner, sofern sie nicht nurvorübergehend aufgenommen sind (z.B.Kurzzeitpflege).Die Schuldnerberatung hilft überschuldeten Bürgerinnen und Bürgern beider Bewältigung ihrer finanziellen undden damit verbundenen sozialen Problemen. Die Beratung erfolgt kostenlosund vertraulich. Die Mitarbeiter derSchuldnerberatungsstelle unterliegender Schweigepflicht. Wegen der starkenInanspruchnahme kann eine Beratungnur nach vorheriger le EichstättWeißenburger Str. 17 · 85072 EichstättTel. (0 84 21) 97 55-13Diakonisches Werk IngolstadtSchrannenstr. 5 · 85049 IngolstadtTel. (08 41) 9 33 09-17Die Anträge auf Wohngeld liegen inden meisten Gemeindeverwaltungenaus (außer Stadt Eichstätt und Verwaltungsgemeinschaft Eichstätt) und sindim Landratsamt Eichstätt, Residenzplatz1, Zimmer 205 , erhältlich. Abgegebenwerden sollen die Anträge bei der jeweiligen Gemeindeverwaltung, die nachÜberprüfung der Angaben die Anträgeans Landratsamt weiterleitet.In allen Fragen zum Wohngeld wendenSie sich an dasLandratsamt EichstättWohngeldstelleResidenzplatz 1 · 85072 EichstättTel. (0 84 21) 7 02 77 oder(0 84 21) 7 03 5909

Beratung und Hilfe1RechtsberatungBei Fragen oder Rechtsproblemenbesteht die Möglichkeit, sich an denzuständigen Rechtspfleger beim Amtsgericht zu wenden. Dieser kann in geeigneten Fällen auch Anträge und Erklärungen zu Protokoll nehmen.Der Rechtspfleger kann zwar keinerechtliche Beratung vornehmen, er kannjedoch ggf. Hinweise zum Verfahrensgang und darüber geben, an wen mansich wenden muss. Die Namen undAnschriften der beim Amtsgericht Ingolstadt zugelassenen Rechtsanwälte kannman hier ebenfalls in Erfahrung bringen.Wer aus wirtschaftlichen Gründen nichtin der Lage ist, die Kosten der Beratungdurch einen Rechtsanwalt (außerhalbeines gerichtlichen Verfahrens) aufzubringen, kann vom Amtsgericht einenBerechtigungsschein für eine solche Beratung erhallten.Sie können den Antrag beim Amtsgericht stellen oder unmittelbar einenRechtsanwalt Ihrer Wahl mit der Bitteum Beratungshilfe aufzusuchen. ZurDurchführung eines Rechtsstreites kannProzesskostenhilfe beantragt werden.zurückzugeben. Dies geschieht nicht nurdurch Gespräche sondern auch durchAktivitäten wie Kino- oder Theaterbesuche. Diese sollen dazu beitragen psychische Krankheiten und Probleme in denGriff zu bekommen.Die Beratungen, Gespräche und Veranstaltungen werden von ehrenamtlichenMitarbeitern geleitet, die sozialpädagogisch und psychologisch geschult sind.Die Beratung bleibt natürlich vertraulichund ist kostenlos.Im Landkreis Eichstätt bietet der Caritas-Verband solche Dienste an:Caritas-Kreisstelle EichstättWeißenburger Str. 17 · 85072 EichstättTel. (0 84 21) 97 55-17 oder 97 55-16e-mail: stelle BeilngriesPfarrgasse 5 · 92339 BeilngriesSprechstunde: Montag von 15 Uhr bis17 Uhr und nach VereinbarungAußenstelle KöschingObere Marktstraße 12 · 85092 KöschingSprechstunde: Donnerstag von 15 Uhrbis 17 Uhr und nach VereinbarungVeranstaltungstermine:Auskünfte erteilt dasAmtsgericht Ingolstadt · Neubaustr. 885049 Ingolstadt · Tel. (08 41) 3 e Dienste möchtenMenschen mit psychischen Krankheitenoder Problemen die notwendige Hilfezukommen lassen. Durch Beratung undBetreuung sowie Gesprächskreise wirdversucht, die Verzweiflung und Ratlosigkeit der Betroffenen zu bekämpfenund ihnen Zufriedenheit und Lebensmut10Jeden Dienstag von 14 Uhr bis 16.30:„Offener Treff“ in der Tagesstätte„Lichtblick“, Marktplatz 2 in Eichstättzum gemütlichen BeisammenseinJeden 2. Donnerstag „Abendfreizeit“:Freizeitgestaltung am Abend (was dieRegion so bietet). Termin auf Anfrageunter Tel. (0 84 21) 97 55 17Jeden 2. Mittwoch im Monatvon 14 bis 16 Uhr und jeden 2. Freitagvon 15 bis 17 Uhr„Teestube / gemütliches Beisammensein“ in der Caritas-Kreisstelle, Weißenburger Str. 17, Eichstätt

Beratung und HilfeGerontopsychiatrischeVersorgung zuhausePsychosoziale BegleitungViele, vor allem ältere Menschen leidenan Alzheimer oder Demenz.Der Gerontopsychiatrische Dienst derCaritas ist eine Beratungsstelle für älterepsychisch erkrankte Menschen sowiederen Angehörige und Bezugspersonen.Diese Einrichtung dient älteren Menschen, die an Altersverwirrung leidenoder sich gerade in einer aktuellen Krisebefinden genauso wie Angehörigen dieser Pflegebedürftigen. Der Dienst bietetzur Verbesserung der Lebenszufriedenheit und der besseren Krankheitsbewältigung Einzelberatungen sowie auchHausbesuche an. Zudem existiert einGesprächskreis für pflegende Angehörige, bei dem Erfahrungen ausgetauschtwerden können.Die Beratung und Hilfe durch den Gerontopsychiatrischen Dienst ist grundsätzlich kostenlos und unabhängig vonder Konfession. Die Mitarbeiterinnenund Mitarbeiter des Dienstes unterliegen zudem der Schweigepflicht.Folgende Dienste werden angeboten:Praktische Unterstützung· Sicherung der Pflege: Informationenüber ambulante Pflegedienste· Sicherung der medizinischen Versorgung: Patient soll motiviert werdeneinen Arzt aufzusuchen und regelmäßig Medikamente einzunehmen.· Finanzielle Sicherung: Beratung überAnsprüche und Hilfe bei behördlichenAngelegenheiten· Hilfe zur selbstständigen Haushaltsund Lebensführung: Unterstützungenfür das Leben in der eigenen Wohnung, Vermittlung ambulanter Dienstleistungen· Hilfe zur Entlastung von pflegendenAngehörigen: Informationen für denUmgang mit erkrankten Personen,Aufstellen eines individuellen Hilfeplans· Unterstützung bei der Auseinandersetzung mit der Krankheit· Begleitung in Krisensituationen· Stärkung des Selbstwertgefühls· Förderung der sozialen Kompetenz· Entwicklung neuer Perspektiven· Sicherung der sozialen EinbindungAdressen und Kontakte:Gerontopsychiatrischer Dienstder CaritasWeißenburger Str. 17 · 85072 EichstättTel. (0 84 21) 97 55-0Seit 01.09.2006 bietet auch die Sozialstation des Roten Kreuzes in Beilngriesdie Betreuung demenzkranker Personenan. Diese Betreuung erfolgt durch geschulte Mitarbeiter des BRK stundenweise zur Entlastung pflegender Angehöriger.Kontakt:Bayerisches Rotes Kreuz BeilngriesNeumarkter Str. 15 · 92339 BeilngriesTel. (0 84 61) 1 92 1911

Besondere finanzielle Hilfen und Vergünstigungen22Entsprechende Antragsformulare erhalten Sie über die Gemeindeverwaltungenoder direkt vom Zentrum Bayern für Familie und Soziales. Nähere Auskünfte erteilt auch das staatliche Versicherungsamt im Landratsamt Eichstätt unter derTelefonnummer (0 84 21) 70-3 65.Für den Regierungsbezirk Oberbayernsind die Regionen des Zentrum Bayernfür Familie und Soziales Oberbayern Iund Oberbayern II zuständig.Besondere finanzielleHilfen VergünstigungenErmäßigungen inVerbindung mit einerSchwerbehinderungSchwerbehinderte, bei denen der Gradder Schwerbehinderung festgestelltist, können bei entsprechendem Gradder Behinderung und bei vorliegendem„Merkzeichen“ gewisse Nachteilsausgleiche erhalten.Die wichtigsten Nachteilsausgleiche:· Steuererleichterungen oder-befreiungen (Einkommenssteueroder KfZ-Steuer)· Erhöhte Einkommensgrenze bei derWohnungsbauförderung· Befreiung von der Rundfunkgebühr· Unentgeltliche Beförderung imöffentlichen Personennahverkehr· Vergünstigungen der Bahn-Cardfür Senioren bereits auch für jüngereSchwerbehinderte· Gebührenermäßigung der Telefongrundgebühr12Anfangsbuchstabe des NachnamensA - H:Region Oberbayern IRichelstr. 17 · 80634 MünchenTel. (0 89) 1 30 62-0Anfangsbuchstabe des NachnamensI – Z:Region Oberbayern IIBayerstr. 32 · 80335 MünchenTel. (0 89) 5 14 31Befreiung von Rundfunkund FernsehgebührenEmpfänger von laufenden Sozialleistungen (z.B. Arbeitslosengeld II undSozialgeld, Grundsicherung, Hilfe zumLebensunterhalt) und teilweise auchbehinderte Menschen (z.B. Blinde undGehörlose) und deren Ehegatten können von der Rundfunkgebührenpflichtbefreit werden. Auskünfte erhalten Siebei der GEZ in 50656 Köln,Service-Tel. (0180) 5 01 65 65.Informationen und Befreiungsanträgeunter www.gez.de.TelefongebührenermäßigungFür Schwerbehinderte und einkommensschwache Personen bietet dieDeutsche Telekom einen Sozialtarif

Besondere finanzielle Hilfen und Vergünstigungenfür Verbindungen im Telefon-Netz derDeutschenTelekom.Einen entsprechenden Antrag kannjeder stellen, der bereits von der Rundfunkgebührenpflicht befreit, blind, gehörlos oder sprachbehindert ist.Der Antrag, der bei allen Postämternund bei den Gemeinden erhältlich ist,ist bei der zuständigen Telekom-Niederlassung zu stellen.Der Sozialtarif wird allerdings nur danngewährt, wenn die Deutsche Telekomals Verbindungsnetzbetreiber dauerhaftvoreingestellt ist.Zuzahlungsbefreiungfür gesetzlich KrankenversichertePersonen, die eine bestimmte Grenzeder Zuzahlungen zu den Leistungender gesetzlichen Krankenversicherungüberschritten haben, müssen in diesemKalenderjahr keine weiteren Zahlungenmehr leisten. Diese Belastungsgrenzebeträgt grundsätzlich 2% des Bruttoeinkommens zum Lebensunterhalt ( alsodas Arbeitseinkommen und die Rente,sowie Einnahmen aus Vermietung undVerpachtung und auch Abfindungen undBetriebsrenten); bei chronisch krankenMenschen beträgt die Grenze nur 1%der Bruttoeinnahmen. Bei Beziehern vonSozialhilfe gilt für die gesamte Bedarfsgemeinschaft als Berechnungsgrundlagefür die Belastungsgrenze der Regelsatzdes Haushaltsvorstandes.Für das Erreichen der Belastungsgrenzesind nicht alle geleisteten Zuzahlungenanrechenbar, die folgenden werden jedoch berücksichtigt:· Praxisgebühr bei Arzt- oder Zahnarztbesuchen· Zuzahlungen zu Arznei- und Verbandsmitteln· Zuzahlungen zu Heilmitteln wieMassagen oder Krankengymnastik,sowie Sprach- und Ergotherapie undhäusliche Krankenpflege· Zuzahlungen zu Hilfsmitteln wieHörhilfen, Körperersatzstücke,Rollstühle oder Gehhilfen· Zuzahlungen im Krankenhaus sowiebei Rehabilitationsmaßnahmen· Zuzahlungen bei einer Soziotherapie, bei häuslicher Krankenpflegeoder Haushaltshilfe· Zuzahlung zu genehmigten FahrtkostenUm zu ermitteln, ob Ihre persönlicheBelastungsgrenze in diesem Jahr bereitserreicht wurde, addieren Sie die gesamten Zuzahlungsbelege diesen Jahresund vergleichen diesen Betrag mit dererrechneten Grenze. Haben Sie danndie Belastungsgrenze bereits erreichtoder überschritten, so können Sie sichauf Antrag bei der eigenen Krankenkasse von weiteren Zuzahlungen für diesesKalenderjahr befreien lassen.Für detaillierte Informationen setzen Siesich bitte mit der eigenen Krankenkasse in Verbindung. Viele Krankenkassenbieten Ihren Versicherten auf der Homepage einen sogenannten Zuzahlungsrechner an, der bei entsprechender Eingabe die persönliche Belastungsgrenzeermittelt.13

Krankenhausversorgung vor Ort33Stationäre Versorgungälterer MenschenKrankenhausversorgung vor Ort:Die Kliniken im Naturpark Altmühltalstellen die stationäre medizinische Versorgung der Landkreisbevölkerung mitden Krankenhäusern in Eichstätt undKösching sicher. Die Kliniken bemühensich in besonderer Weise um die Versorgung von älteren Menschen, in dem siespezielle Hilfestellungen über die reinmedizinische Versorgung hinaus bieten:von der Ernährungsberatung, über dieBegleitung in Selbsthilfegruppen unddie persönliche Beratung von Patientenund Angehörigen durch den KlinischenSozialdienst bis hin zur Vermittlung vonauf den einzelnen Patienten abgestimmten Nachsorgemaßnahmen wie z. B. Rehabilitationen, Kurzzeitpflege oder dieVermittlung häuslicher Pflegehilfen.Moderne medizinischeVersorgung vor Ort 14 Das medizinische Leistungsangebotder Kliniken Eichstätt und Köschingerstreckt sich über fast alle stationärenmedizinischen Versorgungsfälle. ZumWohle der Patienten arbeiten die Kliniken darüber hinaus sehr eng mit denHaus- und Fachärzten der Region sowiemit weiteren Spezialkliniken und –abteilungen z. B. in München, Nürnberg,Regensburg, Erlangen und Ingolstadtzusammen.Die Kliniken sind auch ein wichtigerAnlaufpunkt für Notfälle aus der gesamten Region. In Zusammenarbeitmit dem Bayerischen Roten Kreuzund dem kassenärztlichen Notdienstkümmert sich ein speziell geschultesÄrzte- und Schwesternteam in den Kli-

Krankenhausversorgung vor Ortniken rund um die Uhr um alle Notfälle.Bei entsprechender Diagnose könnendie Patienten auch das umfassendeSpektrum an ambulanten Operationenin Anspruch nehmen. Schonende Behandlungsmethoden unterstützen einenschnellen Heilungsprozess.Die Abteilungen für Physikalische Therapie bieten für stationäre und ambulantePatienten ein vielfältiges Angebot anMassagen, Bädern und Krankengymnastik. Die Behandlung erfolgt auf ärztlicheVerordnung oder auch auf eigenenWunsch hin.Komfort und ServiceDie Patienten sind in der Regel in ansprechenden Zweibettzimmern mitkostenfreiem Fernseher, Radio undelektrisch verstellbaren Betten untergebracht. Darüber hinaus stehen aufWunsch besonders hochwertig ausgestattete Einzel- und Komfortzimmerzur Verfügung. In den Komfortzimmernkönnen die Patienten Leistungen wiez. B. die Stereoanlage, die Minibar mitverschiedenen Getränken, den Haartrockner, Körperpflegeprodukte, die Tageszeitung, einen Internetanschluss u. v.m. ohne weitere Kosten nutzen. Täglichwerden den Patienten in den Klinikenmehrere Menüs zur Auswahl angeboten.Die Speisen werden in den hauseigenenKüchen frisch zubereitet.Rosenstr. 385139 WettstettenTel. 0841-93179 [email protected] nach Vereinbarung15

Krankenhausversorgung vor Ort3Weitere InformationenDas gesamte Versorgungsangebot derKliniken im Naturpark Altmühltal wirdim aktuellen Leistungs- und Qualitätsbericht dargestellt. Von A wie Arzt bis Zwie Zimmerausstattung werden die Kliniken und Einrichtungen der Seniorenpflege beschrieben. Die Broschüre wirdkostenfrei versandt.Bestellbar unter dem Servicetelefon(0 84 21) 6 01-5 00.Pflegerische NachsorgeWenn eine Entlassung nach Hause nacheiner Krankenhausbehandlung nochnicht möglich oder sinnvoll ist, steht diePflegestation in der Klinik Eichstätt kurzfristig zur Verfügung. Im Rahmen einerKurzzeitpflege kann eine weitere Genesung oder Aktivierung erfolgen bzw. diehäusliche Situation dem Krankheitsbildentsprechend angepasst werden. DiePflegestation arbeitet dabei eng mitden anderen Pflegeeinrichtungen imLandkreis, insbesondere mit dem Seniorenheim Anlautertal in Titting, zusammen. 90 83 35 16Weitere Informationen über die Klinikenim Naturpark Altmühltal gibt es im Internet unterwww.kliniken-naturpark-altmuehltal.de

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Osteopathie44Osteopathie:Die sanfte Therapiebis ins hohe AlterBei älteren Menschen zeigen sich dieSpuren von körperlichen Belastungen,Krankheiten, Unfällen, Operationen undderen Narben, sowie altersbedingteGewebs- und Organveränderungen aufsehr unterschiedliche Art und Weise undbeinflussen ihre Gesundheit in vielfacherHinsicht. In den meisten Fällen hat diesFunktionseinschränkungen durch arthrotische Veränderungen von Wirbelsäuleund Gelenken zur Folge und führen häufig zu chronischen Beschwerden.Da viele Senioren auf sich selbst angewiesen sind und sich selbst versorgenmüssen, hat die Erhaltung der Alltagsfunktionen bei ihnen absolute Priorität.Außerdem sind viele geistig sehr aktivund fit und wollen sich in der Gemeinschaft weiterhin engagieren. Auch imHinblick auf eine älter werdende Gesellschaft verdienen diese Aspekte großeAufmerksamkeit.18Die Osteopathie ist eine sanfte undganzheitlich orientierte Behandlungsweise, die in erster Linie manuell, dasheißt mit den Händen ausgeführt wird.Dabei wird mit speziellen Griffen undleichtem Druck oder Zug auf das Gewebe, die inneren Organe oder dieGelenke Einfluß ausgeübt und versuchtdie Funktion dieses Gewebes zu verbessern. Aufgrund der geringen Belastung,die dabei auf das Gewebe ausgeübtwird, sind diese Behandlungen sehr angenehm und gleichzeitig sehr wirkungsvoll, da die verschiedenen Aspekte, dieauf das Krankheitsgeschehen einwirken,berücksichtigt werden.Osteopathie kann sehr gut bei allenchronischen Muskel- und Gelenksproblemen, aber auch bei Magen- undDarmbeschwerden bzw. Leber, Galleund Stoffwechselstörungen, sowie beiHerz- und Kreislauferkrankungen undchronischen Atemwegserkrankungendurch Behandlung des Brustkorbs undder Rippen angewandt werden. Durchdie Funktionsverbesserung von Gelenken und Organen kann in vielen Fälleneine Leistungssteigerung, eine größereBelastungstoleranz und eine Reduzierung der Medikamente bewirkt werden.Alle diese Aspekte helfen den älterenMenschen letzlich ihre eigene Unabhängigkeit und Selbstständigkeit solangewie möglich zu erhalten.Autor:Andreas J. RischOsteopath, PhysiotherapeutSollnau 32 · 85072 EichstättTel. (0 84 21) 93 45 46

Osteopathie

Sterzinger Straße 12 · 86165 Augsburg . Schuldnerberatung Die Schuldnerberatung hilft überschul-deten Bürgerinnen und Bürgern bei der Bewältigung ihrer finanziellen und . Caritas-Kreisstelle Eichstätt Weiße