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Kinder- und Jugenddorf Marienpflege - Dalkinger Str. 2 - 73479 EllwangeneabsgAu0.10Frohe Ostergrüße aus derMarienpflege in EllwangenOstern 2006

Ihnen allen ein frohesOsterfestvoll Leben und Licht.Heribert Huneke:“Ich werde auferstehen! - Komm heraus!”

Grüß Gott, liebe Freunde der Marienpflege!Unser Osterheft berichtet wieder aus dem Leben in derMarienpflege. Ein bunterFrühlingsstrauß an Geschichtenund Erlebnissen zeichnet eingutes Bild unserer Arbeit.Es gibt aber nicht nur die schönen Seiten, denn der finanzielleRahmen der öffentlichen Handwird enger, und die Medienberichten aufgrund weniger schlechter Beispiele überMissbrauch sozialer Gelder. Ich möchte klarstellen:Jugendhilfe ist nicht die Sozialhilfe für jungeMenschen - die Marienpflege hilft nachhaltig Kindernund Jugendlichen in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit, zu einem stabilen Aufwachsen in verlässlichenBeziehungen. Sie stärkt durch Beratung und Begleitung auch Familien der näheren Umgebung, dasschwierige Werk der Erziehung zu bewältigen.Ein gutes Beispiel dafür ist auch der Kinder- undJugendlichenrat, die Selbstvertretung der Kinder undJugendlichen, die bei uns leben. Seit wenigenMonaten trifft er sich und bringt aktiv Anregungen fürdas Zusammenleben im Kinderdorf ein. Ein spannender Weg, aber ein guter: Wer später im Leben auf eige-nen Füßen stehen will, übt lieber schon früh, wie erseine Interessen vertritt!Die Fastenzeit haben wir unter die Überschrift "DieFülle des Lebens teilen" gestellt. Damit bereiten wiruns auf das Osterfest vor - ein Weg der Besinnung, derUmkehr, der Neubestimmung. Das LEBEN steht imMittelpunkt, und die aktive Gestaltung unseresMiteinanders.So wünsche ich auch Ihnen, liebe Freunde, einenbeschaulichen Weg zu dem großen Ereignis derAuferstehung, der froh machenden Zusage Gottes fürein Leben in Fülle über den Tod hinaus.(Ralf Klein-Jung, Vorstand)

Ihnen, liebe F R E U N D E unserer Kinder dankbare Ostergrüße!Ich habe Sie alle Freunde genannt. Im Abendrot meines Lebensweges möchte ich mit diesem Ostergrußden Freundeskreis des Kinderdorfes ganz in jüngereHände geben. Vor 46 Jahren habe ich ihn ins Lebengerufen, jahrzehntelang entfaltet und das Wunderseines Aufblühens für tausende von Kindern ermutigend erfahren. Was Freundschaft nicht alles vermag!So möchte ich in dieser österlichen Meditation voneiner dreifachen Freundschaft reden, die unser Lebenträgt.Jesus nennt uns seine FreundeEs war in der Ölbergnacht, nach dem Abendmahl. Zumletzten Mal war er mit seinen Jüngern zusammen.Bald werden sie ihn im Stich lassen, verleugnen, verraten. In dieser nächtlichen Stunde hat er ganz tief insein Herz blicken lassen und den Jüngern seinVermächtnis anvertraut. Damals hat er sie seineFreunde genannt, wie es Johannes im 15. Kapitel aufgeschrieben hat: "Ich nenne euch nicht mehr Knechte.Ihr seid meine Freunde. Denn es gibt keine größereLiebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt. Wie mich der Vater geliebt hat, so habe ich euchgeliebt. Dies habe ich euch gesagt, damit meineFreude in euch vollkommen wird. Deshalb trage icheuch auf: Liebt einander, wie ich euch geliebt habe."Worte Jesu, die mich ein Leben lang begleitet haben,Worte der Liebe, der Freundschaft, der Freude. Ernennt sogar Judas seinen "Freund". Auch wir sindseine Freunde, wenn wir lieben, wie er uns geliebt hat.Wir sehnen uns alle nach Freundschaft"Ich habe keinen Freund" - wie oft habe ich diese Klageeines Kindes gehört, wenn es verlassen irgendwo hingesunken vor sich hintrauerte. Wir alle sehnen unsnach Freundschaft. Sie ist mehr als Kameradschaft.

Kameraden braucht man für die Gemeinschaft einesWerkes. Man tut etwas miteinander und nur so kanndas Werk gelingen. So spricht man vonSportkameraden, Arbeitskameraden, Schulkameraden, Spielkameraden.Freundschaft meint etwas viel Tieferes: Die Gemeinschaft des Herzens, die besteht, auch wenn man amanderen Ende der Welt wohnt. Sie hat als geistigeFreundschaft fast etwas mit der ehelichen Liebe zutun. In welches dunkle Loch mag das Kind gefallensein, das klagt: "Ich habe keinen Freund"?Wir alle sehnen uns nach Freundschaft."Sternstunde" des Kinderdorfes: UnserFreundeskreis"Freunde unserer Kinder" - so habe ich Sie in der Überschrift genannt. Zwar weiß ich oft kaum etwas vonIhnen. Aber das Schönste haben Sie mir offenbart:Dass Sie ein gutes Herz für "unschuldig leidendeKinder" (Dostojewski) haben, dass Sie zum großenKreis der Freunde gehören, die das Leid unserer Kinderzu Ihrem eigenen Leid machten.Es war im Jahr 1960. Bischof Carl Josef Leiprecht hattemir kurz zuvor die Marienpflege anvertraut. EinSchock hat mich getroffen, als ich zum ersten Maldurch die Gänge des alten Klostergebäudes ging unddie Kinder erlebte: "Herrgott, warum müssen diese

Kinder, die unschuldig aus ihrem Nest der Familiegefallen sind, auch jetzt im Waisenhaus ihreSehnsucht nach Familie nächtlich in ihre Kissen weinen?" Und ich erhielt nur diese Antwort: "Warumkommst du denn zu mir? Weißt du nicht, dass ihr einander selbst zum Engel werden sollt? Es gibt doch soviele gute Menschen auf der Welt. Geh doch zu ihnenund erzähle ihnen von deinen Kindern."Ich weiß noch genau die Stelle auf der Straße vonStuttgart nach Ellwangen, wo mir diese "Sternstunde"zuteil geworden ist. Nun war ich nicht mehr verzweifelt, sondern guten Mutes. Und ich begann Freunde zusuchen in vielen hundert Predigten quer durchs Land,die Knabenkapelle ging auf Tournee, unserKinderballett tanzte, freiwillige Arbeitskräfte halfendurch 150.000 unentgeltliche Arbeitsstunden. Ichnannte diese Gemeinschaft "Freundeskreis", denn erumfasste ja unsere treuen Freunde, die durch ihrOpfer für tausende von Kindern zum Segen gewordensind, denn durch sie wurde ja erst das Kinderdorfermöglicht. Es wäre für mich eine einseitigeFreundschaft gewesen, hätte ich nicht versucht, fürjede Spende ganz persönlich den Freunden zu danken,um ihre Liebe wenigstens ein bisschen persönlich wieder zurück zu schenken.

Das Freundeskreisheftchen als BrückeEs sollte unseren Freunden von unseren Kindernerzählen, von ihren Erlebnissen, Freuden und Sorgen.Im Jahr 1960 habe ich es nur auf Matrize geschriebenund primitiv hektographiert. Doch schon im folgenden Jahr wurde es vom Schwabenverlag gedruckt,weil die Zahl der Freunde stark zugenommen hatteund ich auch einige meiner Kinderfotos dem Text beifügen wollte. Es war mir eine Freude, jahrzehntelangin dieses Heftchen mein ganzes Herz hineinzulegen,um den vielen Freunden zu danken und unser Gebetzu versprechen. 100 Heftchen sind so entstanden.Nun stehe ich am Abendrot meines Lebens und möchte das Heftchen in jüngere Hände legen. Seit Herbstbin ich erkrankt und auch meine kriegsbedingteKopfoperation ist durch einen Sturz auf vereistemWeg wieder "rebellisch" geworden. SchwesterRebekka, unsere Oberin, hat sich seit einem guten Jahreingearbeitet und ich weiß nun den Freundeskreis inguten Händen. Ich bitte Sie von Herzen: Bleibt unseren Kindern gute Freunde, auch wenn ich mich nunzurückziehen werde. Sie brauchen Ihre Freundschaftnoch notwendiger als in früheren Jahren. Helft Ihnen,dass ihr junges Leben gelingen kann. Im Gebet bleibeich Ihnen verbunden, besonders auch unseren verstorbenen Freunden und ihren Lieben. Im Kuratorium desFreundeskreises werde ich weiterhin mitarbeiten.Auch gibt es im Archiv noch manches zu erforschenund in der Seelsorge mitzuhelfen.Auch hoffe ich, dass zu meinem 80. Geburtstag meinBuch "Gnade und Abenteuer" erscheinen wird, alsmein Dank für die Gnade und die Wunder der LiebeGottes, sowie der Abenteuer meines Lebens für dieKinder und mit den Kindern. Der Reinerlös diesesBuches wird den Kindern und Jugendlichen in derMarienpflege zugute kommen.Die Freundschaft zu Ihnen wird vor allem in meinemBeten bleiben. In österlicher Freude erbittet Ihnen"Licht, Leben und Liebe" in großer DankbarkeitIhrP.S. Noch ein persönliches Anliegen:Am 28. Juni darf ich meinen 80. Geburtstag feiern.Sie würden mir eine große Freude bereiten, wenn Siemir anstelle von persönlichen Geschenken eineSpende für unsere Kinder zukommen lassen würden.Unsere Bankverbindungen:KSK Ostalb: Konto 110 600 053 (BLZ 614 500 50)VR-Bank Ellwangen: Konto 200 200 003 (BLZ 614 910 10)

Ein Danklied an unsere Freunde undWohltäter"Saget Danke allezeit Gott dem Vater." lautet einschönes Tischlied, das wir gerne mit den Kindern singen."Saget DANKE allezeit unsern Freunden ." so möchteich dieses Lied heute umdichten und Ihnen auf dieseWeise unseren frohen Dank zusingen für Ihr vielfältiges und großzügiges Schenken an unsere Kinder undJugendlichen.Eine erste freudige Strophe unseres Dankliedes gehtan alle Geburtstagskinder, die mit ihrem Fest auch unsein Geschenk machten. Es sind Franz und KathrinHoemberg, Gerold und Irene Schwiersch (40.Geburtstag), Herr Adolf Merkle (70. Geburtstag), HerrPaul Bantle (75. Geburtstag) in Aulendorf, Herr TheoPreker (8o. Geburtstag) und Herr Josef Bruder (80.Geburtstag) aus Ellwangen. Herr Otto G. Kraft ausHoechstberg hat es sich nicht nehmen lassen einenBesuch bei uns zu machen, um die Spenden, die er zuseinem 60. Geburtstag für unser Kinderdorf erbetenhatte, persönlich zu überreichen. Ihnen allen singenwir "Viel Glück und viel Segen auf all deinen Wegen!"Die nächste Dankstrophe gilt den kath. Kirchengemeinden Christi Himmelfahrt Deilingen, ErlöserJesus Christus Kolbingen, Maria Königin Nusplingenund St. Wolfgang Pfullingen für ihre Taufspenden anuns. Frau Liliane Alonge -Kling hat uns anlässlich derTaufe ihres Kindes in unserer Franziskuskapelle eineSpende überlassen. Große Freude hat Herr WalterEisele in Stuttgart über die Geburt eines gesundenEnkels. Als Dank dafür hat er unser Kinderdorf großzügig beschenkt.Auch von andere Kirchengemeinden haben wir frohmachende Spenden erhalten: St. Elisabeth inTailfingen, Maria Königin in Hermaringen, St.Bonifatius in Metzingen, St. Philipus und Jakobus inBergatreute, St. Maria in Ditzingen undRemonstranten Kirchengemeinde Friedrichstadt.Eine extra Dankstrophe widmen wir den Sternsingern,die wieder so eifrig unterwegs waren und ihre eingesammelten Gaben mit unseren Kindern undJugendlichen geteilt haben. Wir wurden mit Geld undGaben reich beschenkt von der Gemeinde St. Heinrichin Fürth, von den Sternsingern aus Erlenbach undKöthen und von Sebastian Maier aus Bad Saulgau.Nicht nur Sternsingergaben sind bei uns angekommen, auch über Erlöse bei Nikolausaktionen durftenwir uns freuen. Sie kamen von den Pfadfindern inHundsangen und von der kath. Kirchengemeinde inWaiblingen.Unser Danklied setzt sich fort mit frohen Grüßen andie verschiedenen kirchlichen Vereine und wohltätigen Gruppierungen in Nah und Fern, an die Männerund Frauen, die sich darin hochherzig engagieren undihre Zeit, Kraft und Ideen einsetzen um unserenKindern eine Freude zu machen. So haben wir Hilfe

erhalten von: Kath. Frauenbund in Langenargen,Neresheim und Ulm, Missionskreis Hirrlingen, Hilfsund Wohltätigkeitsverein Heidenheim, Elisabethenverein Altenkessel, Bildungszentrum St. KonradRavensburg, Rosenkranzbruderschaft Ellwangen,Philharmonischer Chor Heidelberg. Der Männergesangverein Berg hat uns den Erlös ihrer Weihnachtsfeier zukommen lassen. Besonders schön finde ich es,wenn die "Alten" den "Jungen" unter die Arme greifen.Wir erfuhren Unterstützung vom Rentner- undSeniorenverein Hermaringen und vom SeniorenkreisPax Christi Neckersulm. "Jung hilft Jung" gibt s auch:wir freuen uns über die Spende vom St. MartinKindergarten in Niederstetten. Die KolpingsfamilieEllwangen gehört zu den ganz nahen Freunden, dieuns über eine Geldspende hinaus auch jedes Jahr tatkräftig unterstützen als ehrenamtliche Helfer beimKinderdorffest. Dankeschön!Allezeit danken dürfen wir wohltätigen Stiftungenwie die Wilhelm-Müller-Altvater-Stiftung, Stuttgart,die Schwörer-Stiftung, Sigmaringen, die TrudeEipperle-Rieger Stiftung, Friedensinsel Aalen und dieStiftung "Gutes mit Schönem verbinden". Sie gehörenz.T. schon viele Jahre zu unserem Freundeskreis undhaben uns auch jetzt wieder hochherzig beschenkt.Eine ganz besondere Freude machte unsMinisterpräsident Oettinger mit einer persönlichenSpende an die Marienpflege. Kinder und Erzieher vonuns waren auch eingeladen zum großen Kinderfest inder Villa Reitzenstein.Auch von Geschäftsleute und Unternehmen erhaltenwir immer wieder gute Unterstützung für unsere vielfältigen Aufgaben in der Marienpflege. Ihnen allensingen wir an dieser Stelle ein herzhaftes "Danke!" DieFa. Daimler-Chrysler z.B. hat die Erstellung unsererJubiläumsschrift gesponsert. Spenden kamen unsauch zu von der Stadt Oberkochen, der BadenWürttembergischen Bank Aalen und der KSK OstalbAalen.Was uns immer wieder freut und guten Gebrauch findet sind die Sachspenden, die zu uns kommen. Indiese Dankesstrophe dürfen sich alle eingeschlossenwissen, die uns auf diese Weise beschenkt haben.Besonders erwähnen möchte ich heute Frau Ruth

Maute, die unseren Mädchen in regelmäßigenAbständen große Freude macht mit Wäsche ausFabrikherstellung. Fam. Zorn hat unsere sportbegeisterte Jugend mit neuwertigen Sport- undFreizeitartikeln erfreut. Seit Jahren hat Herr Josef Rottaus Köln unser Kinderdorf zu Weihnachten mit einemgroßen Paket Aachener Printen bedacht, die wir allemit großem Genuss verschmaust haben. Nun ist dieser treue Freund vor kurzem verstorben. Unser aufrichtiger Dank und unser ehrendes Gedenken gehenihm in die ewige Heimat nach.Damit sind wir bei der letzten Strophe unseresDankliedes angelangt. Diese gilt unseren in letzterZeit verstorbenen Freunden: für uns zugewendeteKranzspenden danken wir Frau Anna Pastuszak, HerrnBernhard Geiger, Herrn Ulrich Zimmermann und FrauLiselotte Holtz. Vermächtnisse haben wir empfangenvon Frau Regina Zeller und Frau Maria Fischer ausAalen. Ihnen allen bleiben wir dankbar im Gebet verbunden.Eine langjährige Freundin der Marienpflege hat unsim Dezember mit einer besonderen Freude überrascht: Sie gründete – auch ganz im Sinne Ihres verstorbenen Mannes – ihre eigene Stiftung, die nun Jahrfür Jahr für unsere Kinder und Jugendlichen reicheZinsen erbringt und eine dauerhafte Hilfe gewährt.Vesenmayer-SStiftung in BadDie Dr. Gabriele Müller-VCannstatt ist auch offen für weitere Zustiftungen.Diese großzügige Wohltat ist ein hoffnungsvollesZeichen in schwierigen Zeiten – von Herzen und imNamen der bei uns lebenden Kinder und Jugendlichenein herzliches "Vergelt s Gott!"Saget Danke allezeit allen unseren Freunden. Miteinem großen Schlussakkord danken wir allen, die unsGutes tun, auch wenn sie hier nicht namentlichgenannt werden konnten. Wie gut, dass es sie gibt!Noch eine besondere Freudenmelodie zum gutenSchluss: Im Sommer können wir die Renovierungunserer Franziskuskapelle angehen! Allen, die bislangfür dieses Projekt gespendet haben ein ganz herzliches "Vergelt s Gott!"

Rund um den MühlsteinDie Marienpflege in der FastenzeitDie Gestaltung der österlichen Bußzeit im Kinderdorfhaben wir unter das Leitwort der diesjährigenMisereor-Fastenaktion gestellt:Die Fülle des Lebens teilen!Fastenzeit und Fülle des Lebens - geht das zusammen?Wir meinen: ja!Die Zeit der Vorbereitung auf das Osterfestwollen wir wieder nutzen zur Besinnung undzur Neubestimmung unseres Lebens auf Gotthin. Gott hat uns eine reiche Schöpfung anvertraut und uns "Leben in Fülle" zugesagt.Gemeinsam und füreinander wollen wir unsnach dieser Lebensfülle ausstrecken.Fülle des Lebens heißt ja nicht, alles ständig imÜberfluss haben.Wenn wir in der Fastenzeit achtsam leben, aufGewohntes, Liebgewonnenes mal verzichten, dasNicht-verfügen aushalten und Weniges verkosten,wenn wir über unseren Tellerrand hinausschauen undnicht bloß für uns selber sorgen, wenn wir Zeit undGüter, Freuden und Nöte miteinander teilen und dieBeziehung zu Gott pflegen, dann können wir auf neueund tiefere Weise den Reichtum des Lebens erfahren,dann wird neue Lebenskraft frei undwir kommen "voll ins Leben".In den Sonntagsgottesdiensten imKinderdorf und in den Morgenmeditationender Rupert-Mayer Schule werden verschiedeneAspekte des Themas "Die Fülle des Lebens teilen"erschlossen. Immer neu steht das Leben imMittelpunkt: Miteinander und Füreinander leben,mutig sein und anpacken sind wichtige Themen; demLeben Richtung geben mit Hilfe von Gottes Geboten,im Licht leben und natürlich: das Teilen. Am 5.Fastensonntag wird das ganz konkret - wir essen miteinander Fastensuppe und das dadurch Gewonnenegeben wir an Misereor.Als gemeinsamen Zeichen begleitet uns eineWäscheklammer durch die Fastenzeit. Sie zeigt uns,dass Verbindung das Leben reich macht und dass wireinander brauchen um etwas bewirken zu können. Eswird spannend, wenn Unterschiedliches sich ergänztund im Miteinander erleben wir Fülle des Lebens.In diesem Sinne gehen wir freudig auf Ostern zu, aufdas Fest des Lebens!Sr. Rebekka Rigel

Ein Tag im Bienenkorb (Haus 4)Haus 4 hat den Namen von der "Wohnung" derBienen: der Bienenkorb. In dieser Gruppe sind zur Zeit10 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 15 Jahrenuntergebracht. Sie werden betreut von 4 Fachkräften(Erzieherinnen und Erzieher) und einer FSJPraktikantin. Haus 4 ist eine stationäreInnenwohngruppe, die Hilfe über Tag und Nacht dasganze Jahr hindurch anbietet. Die fünf Jungens imAlter von 9 bis 15 Jahren und die fünf Mädchen imAlter von 6 bis 12 Jahren leben die ganze Wochezusammen. Drei Kinder sind sogenannte "Wochenkinder", die jedes Wochenende zu ihren Eltern bzw. zueinem Elternteil nach Hause gehen, die anderen allezwei oder drei Wochen. Die Kinder, die nicht zu ihrenEltern gehen können, verbringen die ganze Zeit inHaus 4 oder in den Ferien in einem sogenanntenFerienhaus. In diesem Ferienhaus verbringen dieKinder und Jugendliche zusammen mit Kindern undJugendlichen aus anderen Gruppen ihre Ferien. UnserTagesablauf sieht unter der Woche so aus: Um 6.00Uhr ist Wecken, dann Morgenwäsche und anschließend gemeinsames Frühstück. Da die Kinder undJugendlichen in unterschiedliche Schulen gehen, verlassen sie nacheinander die Gruppe in die Schule bzw.in den Kindergarten. Um 12.00 Uhr kommen alle wieder zum gemeinsamen Mittagessen zusammen,anschließend ist Freizeit, bis dann um 13.30 Uhr dieMittagsschule oder die Hausaufgabenzeit beginnt. Esschließt sich die Freizeit an, mit Gruppenaktivitätenoder Spielen im Haus und draußen. Einkäufe in derStadt oder Teilnahme an Gruppen der Erlebnispädagogik sind ebenso möglich wie Arztbesuche oderBesuche bei Freunden in der Stadt. Um 17.30 Uhr istwieder gemeinsames Abendessen und es schließt sichdie Abendzeit an, die wieder mit Freizeit, aufKlassenarbeiten lernen oder festen Gruppen ausgefüllt ist.Um 19.00 Uhr geht die Kleinste ins Bett und anschließend dem Alter entsprechend die anderen, bis um21.30 Uhr der Älteste sein Licht ausmacht. In unsererGemeinschaft von Haus 4 gehören Dienste undÄmter, wie Küche machen, Tisch decken, einkaufen,Zimmer kehren usw. zum Alltag und werden von denKindern und Jugendlichen mal mehr oder wenigergern gemacht. In einer Kinderkonferenz werden dieDienste und Ämter vergeben und jeder und jede übernimmt altersentsprechend seine Aufgaben. AmWochenende steht meistens eine gemeinsameFreizeitaktivität auf dem Programm, am Freitag- undSamstagabend das gemeinsame Fernsehen, amSonntagvormittag nach einem schönen Sonntagsfrühstück der Gottesdienstbesuch. Für die Bienen inBienenkorb sind gemeinsames Feiern und Feste wichtig. So feiern sie sehr gerne und viel: die Feste im Jahrwie Fastnacht und Sommerfest, die kirchlichen Festewie Advent, Weihnachten, Fastenzeit und Ostern,Geburts- und Namenstag und auch den Jahrestag, an

dem man ins Kinder- und Jugenddorf kam bzw. in denBienenkorb. Wer in den Bienenkorb kommt, sieht imHausgang viele Bienen aufgehängt, die Namen- undGeburtstag von den Kindern und Jugendlichen undErzieherinnen und Erziehern zeigen. So weiß jedergleich, wo er sich befindet.Markus KrämerNeues vom Heilpädagogischen Reiten"Alles was man über das Leben lernen kann, ist in dreiWorte zu fassen: Es geht weiter."Diese Erfahrung durften wir alle im Blick auf dasHeilpädagogische Reiten und den Reitunterricht fürdie Kinder und Jugendlichen der Marienpflegemachen.Nachdem klar war, dass der Marienhof verkauft wird,war es wichtig, einen neuen Lebensraum für unserePferde Elja, Maline und Dunjascha zu finden und vorallem einen Ort, an dem die Angebote rund ums Pferdweiterhin stattfinden können.In Hummelsweiler/Rosenberg, auf dem Hof von FrauDagmar Rock (Bereiter FN), wurden wir aufgenommen.Durch die dörfliche Lage strahlt dieser Hof eine ganzbesonders heimelige Atmosphäre aus.Dort öffneten sich uns neue Türen und wir wurdenherzlich empfangen.Manches ist einfacher geworden in diesem Jahr. Wirleben viel bewusster mit und in der Natur. EinReitplatz unter freiem Himmel lässt uns Sonne, Regen,Wind , Schnee und Glatteis erfahren. Für uns, sowieauch für die Pferde gibt es daher viele neueMöglichkeiten sich auszuprobieren.Weiterhin liegt ein Schwerpunkt in der Arbeit mit denPferden im heilpädagogischen Bereich.Die Berührungsarbeit, Wahrnehmungsübungen unddie emotionale Kontaktaufnahme zum Pferd sindwichtige Bausteine. Zudem haben unsere Kinder undJugendlichen die Möglichkeit, Reitunterricht inDressur und Springen und im Geländereiten zu erhalten und an Reitlehrgängen und Tagesritten teilzunehmen.

Im Sommer 2006 ist die Teilnahme einzelner Kinderund Jugendlichen an der Prüfung zum Kleinen undGroßen Hufeisen geplant.Es findet regelmäßig theoretischer Unterricht statt,bei dem die Kinder und Jugendlichen aucheiniges über Pferdepflege, Pferdehaltung usw. lernen.Wir fühlen uns in Hummelsweiler sehr wohl und sinddankbar für die Unterstützung von Frau Dagmar Rock.Es freut mich, dass wir unseren Kinder undJugendlichen weiterhin den Kontakt zu den Pferdenermöglichen können.Sr. Marie-Sophie Schindeldeckerenzonsequ teKeniengtee Krön verhä müsse “dies tierteireheiDie Erz te, das Kind hin kommeninröteufund me ucken”. Dara enn er die K chWhlaujetzt sc ltete Björn: “ at er sicherhäder erk schluckt hat,edann g sch im Hals.”roFeinen

Unser Spielplatz muss saniert werdenUnser Spielplatz gehört wohl zu den attraktivstenSpielplätzen in der Gegend. Er hat alles zu bieten, wasdas Kinderherz begehrt und er war zu seinerEntstehung seiner Zeit weit voraus.Aber an ihm nagt der Zahn der Zeit. Und so ist es indiesem Jahr notwendig, unseren Spielplatz zu sanieren. An der kleinen Auswahl an Bildern ist deutlich zuerkennen, dass das Holz faulig ist, dass die Nägel verrostet sind und dass es unumgänglich ist, dass etwasgetan werden muss, damit unsere Kinder weiterhin anihm ihre Freude haben. Auch bricht die Unterfütterung des großen Spielberges weg.Da der Spielplatz zum Großteil aus Holz besteht, müssen wir zunächst einmal "eine Menge Holz" aufbringen. Dies ist auch im übertragenen Sinn gemeint: wieder einmal sind wir auf Spenden angewiesen, die demSpielplatz zugute kommen sollen.Auch das Kuratorium des Freundeskreises hat sichschon mit diesem Thema befasst und wir suchenMöglichkeiten, dass die Finanzierung des Spielplatzesmöglichst schnell über die Bühne geht.Wenn auch Sie helfen möchten, so können Sie diesgerne tun! Unsere Spendenkonten finden Sie auf derletzten Seite des Heftes.Die Umrandung des Spielplatzes

Faschingszeit in der Marienpflege"Ritterburg die 12"Ja, so war ns die alten Rittersleut.Die “Tribünen” für dieKinder lösen sich aufDer Rost nagt.(Die Schraube wurdeinzwischen g waren wir beschäftigt, aus unseremganz normalen Haus, eine richtige Ritterburg zugestalten. Natürlich mit allem was dazu gehört:Rittertor als Eingang; ein Rittersaal geschmückt mitPokalen, Wimpeln und Fahnen; einer Ritterrüstungaus Dosen und einem Schweinebraten, der jeden Tagvor sich hin grillte.Am großen Tag waren auch unsere Kostüme fertig, sodass die Spiele beginnen konnten.Von einem Narr herausgefordert, musstenwirzuerstRitterfragen beantworten, um überhaupt in unsere Festung zu gelangen.Dies geschafft, betraten wir als Ritter,Burgfräuleins, Mägde,Herzoginnen, Möncheund Narren unsereBurg "die 12".Dort erwartete unsein Festschmaus mit

Haus 4 überrascht und zum Tanz aufgefordert.Zu später Stunde hat unsere Herzogin das Fest beendet und sich bei allen Untertanen bedankt, für dashervorragende Burgfest. Wir, die Kinder, Jugendlichenund Erzieher freuen uns schon aufs nächste Jahr unddem bunten Treiben am Fasching.Die Ritter von Haus 12Die Ritter der Tafelrundeherrlichen ekligen Sachen z.B. Schleimbällchen mitPech überzogen (Mohrenköpfe), Feinde aus derLandeshauptstadt (Berliner), Schweinefinger (kleineWürstchen), Nebelwasser (Sprite), Schlammgebräu(Kinderbier-Karamalz) usw.Gut gestärkt hatten wir die Möglichkeit, uns zu echtenRittern, Burgfräuleins und Narren schlagen zu lassen,um somit in die jeweilige Zunft aufgenommen zuwerden. Es folgten noch ein Bogenschießenwettbewerb im Freien, blindes Pferdeschwanz anbringen und natürlich viel Musik und Tanz.Schon in alter und schöner Tradition wurden wir vonDie Burgfräuleins

Die Kinderdorf-Hexen treiben ihr UnwesenUnsere Kinderdorf-Hexen waren am Faschingsdienstag wieder los.Mit lautem Geschrei und wildem Tanz begeistertensie die fröhliche Menge. Besonders aktiv war die jüngste Hexe, Nadine, die gekonnt und geschickt mitihrem Besen die Schuhe der Zuschauer putzte.Herzlichen Dank der VR-Bank Ellwangen und derKreissparkasse, die uns mit einer großzügigenSüßigkeiten-Spende unterstützt haben.Hexenmeisterin Rita BeckerGruppenfoto: Alle lächeln.Der Hexentanz kann beginnen.

Herr Klein-Jung schaut interessiert zuSo sieht eine Hexe aus der Nähe ausAuch unsere Praktikantinnen organisierten einen Faschingfür die Kinder undJugendlichen

Kinder und Jugendliche in ActionErlebnispädagogische Freizeit derIntensivgruppe in SchröckenVom 05. - 09.09.05 machten wir, die Intensivgruppe,uns zusammen mit unserem Erlebnispädagogen aufden Weg nach Schröcken, wo wir fünf erlebnisreicheTage im Schlössle verbrachten.Die erste Hürde galt es zu überwinden, indem wirunser ganzes Hab und Gut, inklusive Verpflegung, zuFuß zum Schlössle hinauf tragen mussten. Danachwar aber ans Ausruhen nicht zu denken, denn wir hatten ja noch einiges vor uns. Einführung in Karte undKompass war unser Thema des ersten Tages. Hierbeilernten wir den Umgang mit dem Kompass (dasEinstellen und Ablesen der Koordinaten, etc.) sowiedas Einsetzen der Wanderkarte zur genauenOrientierung. Die praktische Umsetzung folgte an dennächsten beiden Tagen. In voller Montur (Rucksack,Schlafsack, Kocher, Verpflegung und alles, was dazugehört) machten wir uns bei herrlichstem Wetter aufden Weg. Immer zwei Jungs hatten im Wechsel dieAufgabe, mit den vorgegebenen Koordinaten bzw.Routen die Gruppe zu führen. Nach langem Marschund abgelaufenen Sohlen (gell Dennis !!!) über dieHöferspitze, richteten wir uns im schönen SALOBERTAL unseren Biwakplatz ein und speisten vorzüglichbei Eintopf und Wasser am rauschenden Bach.Nach einer herrlichen Nacht unter freiem Himmel undeinem genialen Sonnenaufgang am Morgen, wanderten wir weiter in Richtung Körbersee, Neslegg undschließlich zurück aufs Schlössle.Nach unserer Rückkehr im Schlössle widmeten wir unsden ganzen Nachmittag dem Bergbach und bautenSteinpyramiden, wobei die beste sogar prämiertwurde. Genauso konnte jeder sein Wissen über dieletzten zwei Tage in einem Quiz zum Besten bringen.Am Abend wurden an einem improvisiertenKlettersteig um die Hütte Vorübungen für dasHighlight, den ultimativen Klettersteig, gemacht,sodass alle (na ja, fast alle) fit und motiviert waren,den vierten Tag in vollen Zügen zu genießen. Erst nacheinem 41/2 stündigem Aufstieg sind wir amKlettersteig angekommen. Die letzten Kraftreservenwurden mobilisiert um mit vollem Tatendrang denGipfel zu erklettern. Voller Stolz und überglücklich

sind wir dann nach 41/2 Stunden Abstieg wieder amAuto angekommen.Müde und erschöpft ließen wir den vierten Tag zuEnde gehen.Fünf erlebnisreiche Tage genährt mit tollenEindrücken, Grenzerfahrungen und mächtig viel Spaßsind vorbei und so mancher ließ sich das Erlebte aufder Heimfahrt nochmals durch den Kopf gehen.Das intensive Schlössle-TeamSki-und Snowboardfreizeit 2005Auch in diesem Jahr hatten wir wieder eine gesundeMischung von Skifahrern & Snowboardern, Anfängern & Fortgeschrittenen, Kleinen & Großen,Neulingen & alten Schneehasen auf dem Gebiet derMarienpflege-Skifreizeit.Bevor es auf die Piste ging, brachten wir aber dasSonnenberghaus auf Vordermann, suchten die richtigen Schuhgrößen aus und stellten die richtigenFußpositionen für die Snowboarder ein.Bestens vorbereitet und gestärkt durch ein gesundesFrühstück, starteten wir am nächsten Morgen zum

Salober, um unsere Ski- und Snowboardkenntnisseunter Beweis zustellen.Den Tag über bildeten wir vier Gruppen:Snowboardneulinge, Snowboardfortgeschrittene,Skineulinge und Skifortgeschrittene, die durch verschiedene Spiele und Übungstechniken gefordert undgefördert wurden.Besonders hervorheben möchten wir natürlich unsereKleinsten, die trotz eisiger Kälte (-10 Grad) den ganzenTag durchgehalten haben und eifrig bei der Sachewaren.Am Abend zauberte uns der jeweilige Kochdienst einhervorragendes Festmahl, das alle Münder undBäuche zufrieden stellte.Schon vor dem Essen begannen einige Kinder undJugendlichen unsere schon traditionellen Riesenschlauchrutschen, die beeindruckende Schneebar undnatürlich unser Iglu zu erstellen. Nach dem Essen gingdas Bauen im Schnee gleich für einige weiter.Diejenigen, die es bevorzugten die Atmosphäre imHaus zu genießen, amüsierten sich mit Tisch- undGemeinschaftsspielen oder verbrauchten ihre überschüssige Energie in der Turnhalle oder an derTischtennisplatte. So zogen die Tage ins Schneeland.Ein Highlight in diesem Jahr war unser OutdoorGrillen, bei dem alle - Vegetarier und Fleischesser- sattgeworden sind und sich trotz aufkommendenSchneesturms ihre gute Stimmung nicht nehmen ließen.Mit diesen Erinnerungen und Erlebnissen freuen wiruns auf die kommende Skisaison 2006/2007.Ski-und Snowboardgruppe 2005

Schlittenfähigkeiten unter Beweis stellen. Der langeund steile Anstieg hat sich aber gelohnt, denn unserwartete

KSK Ostalb: Konto 110 600 053 (BLZ 614 500 50) VR-Bank Ellwangen: Konto 200 200 003 (BLZ 614 910 10) Das Freundeskreisheftchen als Brücke Es sollte unseren Freunden von unseren Kindern erzählen, von ihren Erlebnissen, Freuden und Sorgen. Im Jahr 1960 habe ich es nur auf Matrize gesch