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9. Wissenschaftliche TagungAutismus-Spektrum10. und 11. März 2016Tagungsband

45Wissenschaftliche Gesellschaft Autismus-Spektrum (WGAS) e.V.9. Wissenschaftliche TagungAutismus-SpektrumDonnerstag/Freitag, 10./11. März 2016TagungsbandHerausgeberLudger Tebartz van ElstMichele NoterdaemeIsabel Dziobek

6Wissenschaftliche Gesellschaft Autismus-Spektrum (WGAS) e. V.Deutschordenstraße 5060528 Frankfurt am haltsverzeichnisGrußwort des Tagungspräsidenten / Welcoming AddressSeite / Page9/11Grußwort des Schirmherren13Tagungsprogramm / Conference Schedule15Überblicksvortrag / Impulse Key-Note Speech25Podiumsdiskussion / Panel discussion26Überblicksvortrag / Impulse Key-Note Speech29Therapieansätze in der FrühinterventionAutismusspezifische Frühförderung: Was ist wirksam?Therapieverfahren für Erwachsene aus dem Autismus-Spektrum Wissenschaftliche Gesellschaft Autismus-Spektrum (WGAS) e. V.Nachdruck, auch auszugsweise, ist nur mit Zustimmung der Wissenschaftlichen GesellschaftAutismus-Spektrum (WGAS) e. V. gestattet.Redaktion:Jennifer Kirchner, Anna CarnapTitelbild:Willi Hemmen, Schiffe in blauWilli Hemmen ist ein Künstler mit Autismus und beschäftigt sich seit 2007 mit Malerei. Durchdie Ausstellung „Inklusion in der Kunst“ (organisiert von Josephin Lorenz) wurden wir auf seineKunst aufmerksam. Von ihm stammte bereits das Motiv des Tagungsbands der 8. WTAS.Festvortrag / Key-Note Speech30/31Tagungsinformationen / Conference Information32/3432/3432/3433Pharmacological Treatment in Autism Spectrum Disorder: An UpdateRobert FindlingTagungsort / LocationPreise / AwardsZertifizierungSponsoren / SponsorsAbstractsVorträge / TalksAbstracts / Posters363761Satz und Gestaltung:Harald Oehlerking, BerlinWorkshops108Printed in Germany 2016Personenverzeichnis / Person Index116ISBN 978-3-9814817-5-4

89GrußwortSehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,im Namen der Wissenschaftlichen Gesellschaft Autismus-Spektrum(WGAS) möchten wir Sie ganz herzlich zur 9. WissenschaftlichenTagung-Autismus-Spektrum (WTAS) am 10. und 11.3. 2016 in Freiburg willkommen heißen.Wir freuen uns über ein zunehmendes Interesse an der Autismusforschung im deutschsprachigen Raum. Dies zeigt sich zum Einen aneiner wachsenden Zahl von Wissenschaftlern, die mit Ihren Beiträgendas wissenschaftliche Programm der WTAS mitgestalten und zum Anderen an kontinuierlich steigenden Teilnehmerzahlen. Die WTAS hatsich als das wichtigste Treffen deutschsprachiger Autismusforscheretabliert und bietet die Gelegenheit neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zu präsentierenund zu diskutieren. Es ist uns eine Ehre, dass in Anerkennung dieser Entwicklung Herr Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Schirmherrschaft für die 9. WTAS übernommen hat. Mitinsgesamt18 Vorträgen und 43 Postern ist das Programm der diesjährigen WTAS so umfangreichwie noch nie. Neben vielen interessanten Beiträgen zum Schwerpunktthema Therapieverfahren,gibt es auch eine Vielzahl an Beiträgen zu den Themengebieten Bildgebung, Genetik, Neuropsychologie und Diagnostik. Die drei besten Poster werden mit einem Posterpreis ausgezeichnet.Passend zum Tagungsschwerpunkt gibt es Überblicksvorträge zu Frühinterventionen (ChristineFreitag, Frankfurt a.M.) und Therapieverfahren im Erwachsenenalter (Ludger Tebartz van Elst,Freiburg & Isabel Dziobek, Berlin). Außerdem dürfen wir Robert Findling (Baltimore, USA) alsinternationalen Festredner begrüßen. Er wird in seinem Key-Note Vortrag die neuesten Erkenntnisse zu psychopharmakologischen Interventionen präsentieren.Ein weiteres Highlight der Tagung ist die Podiumsdiskussion „Autismus-spezifische Frühförderung: Was ist wirksam?". Wir erwarten einen interessanten und konstruktiven Austausch zudiesem wichtigen Thema. Darüber hinaus werden in 7 Workshops Themen wie Psychotherapievon Autismus-Spektrum-Störungen im Erwachsenenalter oder Autismus im Spannungsfeld vongenetischen Syndromen und Epilepsie praxisrelevant vertieft.Eine besondere Auszeichnung erhält im Rahmen der 9. WTAS Florence Hagenmuller. Sie erhältden Weber-Bosch-Nachwuchspreis der WGAS und präsentiert ihre prämierte Forschungsarbeit„Empathic resonance in Asperger syndrome“.Bei unserem traditionellen Get together am Abend des 10.3.2016 gibt es die Gelegenheit beiSnacks und Getränken miteinander ins Gespräch zu kommen und Kontakte zu knüpfen. NutzenSie die Gelegenheit! Nun wünschen wir Ihnen allen interessante Tage mit vielen neuen Erkenntnissen und anregenden Gesprächen bei der 9. WTAS in Freiburg.Prof Dr. Ludger Tebartz van Elst(Tagungspräsident)Prof. Dr. Michele Noterdaeme(Vorsitzende)Prof. Dr. Isabel Dziobek(stellv. Vorsitzende)

1011Welcoming AddressDear Colleagues and Friends,on behalf of the Organizing Committee, it is my great pleasure to welcome you to Freiburg and to the 9th Congress of the Society for AutismSpectrum Disorders taking. We are very happy to see the growing interest in autism research in Germany. This is reflected in an increasingnumber of researchers presenting their work at the WTAS and also agrowing number of participants at the conference. The WTAS has established itself as the most important meeting for autism researchersin German speaking countries and provides the opportunity to present,learn and discuss new findings in the field of autism. As a special honorthis year’s WTAS will be held under the patronage of Winfried Kretschmann, Prime Minister of the State of Baden-Württemberg.With 18 oral presentations altogether and 43 poster presentations, this year’s program is especially extensive and rich. Besides many interesting presentations focusing on this year s key topictherapies for individuals with autism spectrum disorder, there is a wide range of contributionscovering imaging, genetics, neuropsychology, and diagnostics. The three most outstanding posterswill be awarded with a poster prize.In line with the key topic of the conference there will be additional presentations focusing onearly interventions (Christine Freitag, Frankfurt a.M.) and therapies for adults (Ludger Tebartz vanElst, Freiburg & Isabel Dziobek, Berlin). Furthermore we are pleased to welcome Robert FindlingBaltimore, USA) as Key-Note Speaker. He will lecture on latest developments in psychopharmacological interventions in autistic individuals.Another highlight of the conference will be the panel discussion on “Early Interventions in Autism” with experts from different therapy fields. We expect an interesting and fruitful exchangeregarding this important subject. Furthermore there will be 7 workshops on particular subjectssuch as psychotherapy in autistic adults or autism with genetic syndromes or epilepsy.A special event for the 9th WTAS will be the Weber-Bosch Prize awarded for the fifth time. Also,this year Florence Hagenmuller was awarded the prize for young researchers. She will present herprize-winning research project “Empathic resonance in Asperger syndrome“ at the conference.At the evening of the 10th we will hold our traditional get together meeting with snacks and wine,where you have the opportunity to discuss new insights with colleagues and make new contacts.Now we wish you all an interesting and enjoyable time at the 9th WTAS,Prof Dr. Ludger Tebartz van Elst(Chairman)Prof. Dr. Michele Noterdaeme(President)Prof. Dr. Isabel Dziobek(Vice-President)

1213GrußwortZur neunten Wissenschaftlichen Tagung Autismus-Spektrum(WTAS) heiße ich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer herzlichin Freiburg willkommen und wünsche insbesondere den auswärtigen Gästen einen angenehmen Aufenthalt bei uns in BadenWürttemberg. Sehr gerne habe ich die Schirmherrschaft für dieseTagung übernommen.Während es die Aufgabe der Politik ist, die gesetzlichen Rahmenbedingungen für eine gleichberechtigte Teilhabe von Menschenmit Behinderung am gesellschaftlichen Leben zu schaffen, tragenWissenschaftler mit ihrer Forschung zu einem besseren Verständnis von Autismus bei. Darüber hinaus besteht die Herausforderung die Gesellschaft über die verschiedenen Formen von Autismus aufzuklären, denn durchdie Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion laufen Autisten Gefahr durch Missverständnissebei ihren Mitmenschen auf Unverständnis oder Ablehnung zu stoßen.Als tiefgreifende Entwicklungsstörung hat Autismus einen lebenslangen Einfluss auf Betroffeneund ihre Angehörigen. Mit dem Schwerpunktthema Therapieverfahren steht ein besonderswichtiger Aspekt der Forschung im Fokus, denn die Entwicklung und Evaluation wirksamerTherapieverfahren bietet vielen Betroffenen und Angehörigen die Möglichkeit auf ein Lebenmit weniger Beeinträchtigungen, höherer Selbständigkeit und einer besseren Lebensqualität.Das Tagungsprogramm der neunten WTAS zeigt, wie aktiv und vielseitig die Forschung zumThema Autismus in Deutschland ist. Wissenschaftliche Kongresse wie dieser ermöglichen Wissenschaftlern, Studenten, Praktikern und auch Angehörigen und Betroffenen sich auszutauschen und zu vernetzen.Für die Organisation und Durchführung der Fachtagung danke ich allen Beteiligten und wünsche den Teilnehmenden eine interessante Veranstaltung mit vielen Einblicken, neuen Erkenntnissen, Ideen und Kontakten.Winfried KretschmannMinisterpräsident des Landes Baden-Württemberg

1415Tagungsprogramm /Conference Schedule10. März 2016, 12.45 bis 19.00 Uhr,11. März 2016, 8.30 bis 17.00 Uhr,Universität FreiburgKollegiengebäude 1/ AulaPlatz der Universität 379098 Freiburg9. Wissenschaftliche Tagung Autismus-Spektrum /9th Scientific Meeting for Autism Spectrum ConditionsTherapieverfahren/ Therapy MethodsTagungsprogramm / Conference ScheduleDonnerstag / Thursday 10.03.201611:30-12:45Registrierung, Kaffee & Snacks / Registration, Coffee & Snacks12:45-13:00Begrüßung / WelcomeLudger Tebartz van Elst (Freiburg)13:00-13:45Vorträge 1 / Oral Presentations 1Neuropsychologie, Neurophysiologie / Neuropsychology,NeurophysiologyVorsitz / Chairs: Isabel Dziobek (Berlin), Kai Vogeley (Köln)VN 1Auditory Salience Improves Memory for Delayed Intentions in AutismMareike Altgassen (Nijmegen, Netherlands)VN 2Neural Fingerprints of Behavioural Rigidity in AutismEdita Poljac (Freiburg)VN 3Voice Processing in High-Functioning Autism Spectrum Disorder:Behavioural mechanismsStefanie Schelinski (Leipzig)13:45-14:30Vorträge 2 / Oral Presentations 2Therapieverfahren / TherapiesVorsitz / Chairs: Michele Noterdaeme (Augsburg), Mareike Altgassen(Nijmegen, Netherlands)

16Tagungsprogramm /Conference ScheduleVT 1Social Skills Group Training in High-Functioning Autism Spectrum Disorder:A Pragmatic Multicenter RCTSven Bölte (Stockholm, Sweden)VT 2Das Freiburger Elterntraining für Autismus-Spektrum-Störungen (FETASS)–Erste Ergebnisse der EvaluationBettina Brehm (Freiburg)VT 3Camp-Exploration - A Computerized Training Tool for Socio-Emotional Skills:Cross Cultural (Sweden & Israel) Randomized Controlled TrialSteve Berggren (Stockholm, Sweden)14:30-15:00Überblicksvortrag / Impulse Key-Note SpeechTherapieansätze in der FrühinterventionChristine Freitag (Frankfurt a.M.)15:00-15:30Kaffeepause / Coffee Break15:00-16:30Posterausstellung / Poster Presentations15:20-16:20Posterbegehungen (Eingangshalle, Erdgeschoss)Posterjury: Isabel Dziobek (Berlin), Reinhold Rauh (Freiburg), Luise Poustka(Wien), Mareike Altgassen (Nijmegen, Niederlande), Christine Freitag(Frankfurt a.M.)1) Intervention (Start Poster PT1)2) Neuropsychologie (Start Poster PN1)3) Neurophysiologie & Diagnostik & PS3 (Start Poster PNP1)4) Bildgebung & Sonstiges (außer PS 3) (Start Poster PB1)Tagungsprogramm /Conference Schedule17Freitag / Friday 11.03.201608:30- 09:30 Vorträge 3 / Oral Presentations 3Bildgebung & Genetik / Imaging & GeneticsVorsitz / Chairs: Christine Freitag (Frankfurt a.M.), Monica Biscaldi-Schäfer(Freiburg)VG 1Multimodal Twin Research to Identify Genetic and Environmental Factors inNeurodevelopmental DisordersKristiina Tammimies (Stockholm, Sweden)VG 2Der metabotrope Glutamatrezeptor 5 - molekulares Target bei Shank3-assoziiertem Autismus?Michael Schmeisser (Ulm)VB 3Die prospektive Bedeutung hirnmorphologischer Charakteristika für sozialeReziprozität und Geschlechtsunterschiede bei gesunden JugendlichenLuise Poustka (Wien)VB 4Neuronale Korrelate der Verarbeitung falscher Überzeugungen bei Autismus Spektrum-StörungenJörg Meinhardt (München)9:30-10:00Preisverleihung und Vortrag Weber-Bosch-Preis / Weber-Bosch-AwardCeremony and TalkEmpathic Resonance in Asperger SyndromeFlorence Hagenmuller (Zürich)16:30-17:45Podiumsdiskussion / Panel discussionAutismusspezifische Frühförderung: Was ist wirksam?Moderation: Ludger Tebartz van Elst (Freiburg)Teilnehmer: Günther Stratmann (Landau), Karoline Teufel (Frankfurt a.M.),Claus Lechmann (Köln), Anne Häußler (Mainz)10:00-10:3017:45-18:00Posterpreisverleihung / Poster Award Ceremony18:00-19:00Get together11:00-12:00Festvortrag / Key-Note SpeechPharmacological Treatment in Autism Spectrum Disorder: An UpdateRobert Findling (Baltimore, USA)19:00-20:00WGAS e.V.-Mitgliederversammlung / Meeting of WGAS-Members12:00-13:00Kaffeepause / Coffee Break10:30-11:00Überblicksvortrag / Impulse Keynote SpeechTherapieverfahren für Erwachsene aus dem Autismus-SpektrumLudger Tebartz van Elst (Freiburg), Isabel Dziobek (Berlin)Mittagspause / Lunch Break

18Tagungsprogramm /Conference ScheduleTagungsprogramm /Conference Schedule13:00-14:00Vorträge 4 / Oral Presentations 4Diagnostik / DiagnosticsVorsitz / Chairs: Sven Bölte (Stockholm, Sweden); Luise Poustka (Wien)W6Freiburger Elterntraining für Autismus-Spektrum-Störungen: FETASSBettina Brehm (Freiburg), Judith Schill (Freiburg)Raum 1021, EGVD 1Erfassung sozial-emotionaler Kompetenz mit den Intelligence andDevelopment Scales (IDS): ASS vs. Lernbehinderung/ IntelligenzminderungAmelie Forster (München)W7Autismus im Spannungsfeld von genetischen Syndromen und EpilepsieTanja Sappok (Berlin), Peter Martin (Kork)Raum 1036, EGVD 2Diagnostische Validität der ADOS (Modul 4) bei erwachsenen Personen mitHFA und mögliche Erweiterungen der DiagnostikTobias Sonntag (Freiburg)Poster der 9.WTASVD 3Social Bayes: Using Bayesian Modeling to Study Autistic Trait-RelatedDifferences in Social CognitionLeonhard Schilbach (Köln)VD 4Validating the Movie for the Assessment of Social Cognition in ASDAdolescents – Additional Insights from Eye Tracking AnalysesNico Müller (Mannheim)14:30 – 17:00WorkshopsW1Sozialkompetenztraining bei Kindern und Jugendlichen mit einerhochfunktionalen Autismus-Spektrum-StörungMirjam Paschke-Müller (Freiburg), Bettina Jenny (Zürich) ,Hannah Cholemkery (Frankfurt a.M.)Raum 1139, 1.OGW2Beschäftigung, Arbeit und Berufung: Menschen mit hochfunktionalemAutismus im ErwerbslebenAndreas Riedel (Freiburg)Raum 1132, 1.OG19Therapieverfahren / InterventionPT 1Das Münsteraner Intensivprogramm für Kinder mit ASS–5-JahresZwischenbilanz eines hochschulbasierten EIBI-AngebotsHanns Rüdiger Röttgers (Münster)PT 2Integrated Play and Drama Groups for Children and Adolescents with AutismSpectrum DisordersIna Jahnke (Rostock), Erzsébet Matthes (Rostock)PT 3Das Freiburger stationäre Therapiekonzept für autistische Patienten(FASTER-S): Konzeption und erste EvaluationMartina Schlatterer (Freiburg)PT 4Inklusion von Menschen mit einem Asperger Syndrom im primärenArbeitsmarkt – eine empirische Studie bei der auticon GmbHCarola Giulia Schäfer (Stuttgart)PT 5Development of an Adaptive and Interactive Computer-Mediated NonverbalSocial Skill TrainingMathis Jording (Köln), präsentiert von Martin Schulte-Rüther (Aachen)W3What s in the pipeline? Neues und altbewährtes zur Psychopharmakologiebei Autismus-Spektrum-StörungenLuise Poustka (Wien), Fritz Poustka (Frankfurt a.M.)Raum 1132, 1.OGPT 6Das Frankfurter Frühinterventionsprogramm (FFIP) für Vorschulkinder mitAutismus-Spektrum-Störungen – Ein internationaler Vergleich derEntwicklung nach 2-jähriger FörderungJanina Kitzerow (Frankfurt a.M.)W4Psychotherapie von Autismus-Spektrum-Störungen im ErwachsenenalterKai Vogeley (Köln)Raum 1019, EGPT 7W5Mädchen und Frauen mit AutismusUlrike Sünkel (Tübingen), Silke Lipinski (Berlin)Raum 1032, EGPT 8Die Erwartungen von Eltern autistischer Kinder an eine autismusspezifischeTherapie - Eine qualitative UntersuchungSusanne Hansen (Frankfurt a.M.)Tübinger Training bei Autismus-Spektrum-Störungen (TüTASS) - Ergebnissedes körper- und gefühlsbasierten GruppentrainingsGottfried Maria Barth (Tübingen)

20Tagungsprogramm /Conference SchedulePT 9Serious Games: Ein web-basiertes Training zur Emotionserkennung beihochfunktionalen Autismus-Spektrum-Störungen –Erste Evaluationsergebnisse und SpielrevisionMichael Herbert (Freiburg)PT 10Therapiezielkatalog des ATZ für Jugendliche (TACH) – eine EvaluationLena Egert (Köln / Bonn) & Claus Lechmann (Köln / Bonn)PT 11Die Autismus Kompetenzgruppe (AutKom). Ein Gruppenprogramm zurFörderung von Erwachsenen mit leichter IntelligenzminderungThomas Bergmann (Berlin)Neuropsychologie / NeuropsychologyPN 1Warum machen die das? Ein Test zum Verständnis komplexer sozialerInteraktionen für autistische und nicht-autistische MenschenIrina Jarvers (Regensburg)PN 2(zurückgezogen)PN 3Oculomotor Bias to Unconsciously Presented Faces with Direct Gaze isAbsent in Autism Spectrum DisorderApoorva Rajiv Madipakkam (Berlin)PN 4A Probabilistic Reversal Learning Task to Examine Behavioral FlexibilityEileen Oberwelland (Aachen)Tagungsprogramm /Conference Schedule21PN 9Mentale Rotation bei erwachsenen Männern und Frauen mithochfunktionalem Autismus (HFA)Christine Falter (Köln)PN 10Alexithymie bei Erwachsenen mit Asperger-SyndromBirte Wienen (Köln)PN 11Oxytocin erhöht die Aufmerksamkeit für Gesichter bei Männern mit AutismusInes Spenthof (Freiburg)PN 12Oxytocin und mimische Imitation bei Asperger-AutismusManuela Kanat (Freiburg)Neurophysiologie / NeurophysiologyPNP 1Intermittent Rhythmic Delta-Activity in Autism Spectrum Disorder withoutEpilepsy – Preliminary FindingsSimon Maier (Freiburg)PNP 2Electro-Cortical Correlates of Emotion Processing and MultisensoryIntegration in Autism Spectrum DisordersMaria-Elena Stefanou (Freiburg)PNP 3Behaviorale und neurophysiologische Korrelate der kognitiven Flexibilitätbei Jugendlichen mit Autismus Spektrum StörungNicole Wolff (Dresden)PN 5Basiert die ASS auf einem veränderten kognitiven SteuerungsAutomatismus? Untersuchung zum Umgang mit neuen Elementen undFolgerungen für TherapiekonzepteHelmut Hartmann (Roskow OT Lünow)PNP 4PN 6Autistic Traits are Linked to Individual Differences in Familiar VoiceIdentificationVerena Skuk (Jena)PD 1Autismus-Spektrum-Störung und (chronische) Depression – Komorbiditätoder Differentialdiagnose?Martina Radtke (Freiburg)PN 7Bewusstheit eigener Emotionen – Der Schlüssel zu kognitiver undemotionaler Empathie? Eine Untersuchung typischer und atypischer KinderChristina Grobe (Berlin)PD 2MUSAD – diagnostische Validität der Musikbasierten Skala zurAutismusdiagnostikThomas Bergmann (Berlin)PN 8Wahrnehmung verbaler und nonverbaler emotionaler Signale bei Patientenmit AutismusspektrumstörungGabrielle Travers-Podmaniczky (Tübingen)PD 3Doppelt hält besser? - Die Kombination zweier Screening Instrumenteverbessert die diagnostische Validität bei Menschen mitIntelligenzminderung und AutismusverdachtManuel Heinrich (Berlin)Divided Attention and Behavioural Rigidity in AutismErvin Poljac (Nijmegen, Netherlands)Diagnostik / Diagnsotics

22Tagungsprogramm /Conference SchedulePD 4Eine qualitative Inhaltsanalyse zu den Auswirkungen der Diagnosestellungeiner Autismus-Spektrum-Störung bei spätdiagnostiziertenhochfunktionalen erwachsenen PersonenTheresa Schoofs (Köln), präsentiert von Kai Vogeley (Köln)PD 5Validierung der Ritvo Autism Asperger Diagnostic Scale-Revised (RAADS-R)für den deutschen SprachraumJördis Rausch (Freiburg)Bildgebung / ImagingPB 1Zerebrale GABA und Glutamat Metabolitenkonzentration bei AutismSpektrum StörungAnsgard Lena Düppers (Freiburg)PB 2Glutathion-Neurometabolismus bei hochfunktionalenAutismusspektrumstörungen – Eine MRS-StudieDominique Endres (Freiburg)Tagungsprogramm /Conference SchedulePB9Neural Correlates of Reward Processing in High Functioning Adults withAutism Spectrum DisorderStefan Repplinger (Dresden)Sonstiges / MiscellaneousPS 1Belastungen von Eltern mit Kindern mit Autismus-Spektrum-Störungen,ADHS und internalisierenden Störungen im VergleichSarah Lange (Dortmund)PS 2Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung:Ist-Situation und UnterstützungsbedarfFabian Frank (Freiburg)PS 3Sleep Problems in Adolescents with Asperger's Disorder or High-FunctioningAutismNora Thenhausen (Bielefeld)Kurzfristige Programmänderungen können möglich sein.PB 3White Matter Structural Integrity in Adult Autism Spectrum DisorderSimon Maier (Freiburg)PB 4Untersuchung von Volumenalterationen in Amygdala, Hippocampus,Basalganglien, Thalamus und Corpus Callosum bei High-FunctioningAutismus-Spektrum Störungen: eine Freesurfer StudieAnna Bubl (Freiburg)PB 5Veränderungen der weißen Hirnsubstanz bei Erwachsenen mit AutismusSpektrum-Störung und einem IQ 100: Eine Diffusions-Tensor-Bildgebungs StudieKathrin Nickel (Freiburg)PB 6Social Reinforcement Learning and its Neural Modulation by Oxytocin inHealthy Young AdultsJana Kruppa (Aachen)PB 7Neural Processing of Sensory Ambiguity in Healthy Subjects and Patientswith Asperger AutismJürgen Kornmeier (Freiburg)PB 8Probabilistic fiber Tracking in a Sample of High Functioning Adult AutisticIndividualsJacek Manko (Freiburg)23

sätze in der FrühinterventionChristine Freitag (Frankfurt a.M.)Autismus-Spektrum-Störungen sind früh auftretende Erkrankungen, die je nach Schweregradab dem 2. bis 4. Lebensjahr gut zu diagnostizieren sind. Aufgrund der im Kleinkindalter nochhohen Plastizität des Gehirns ist eine möglichst frühe, gezielte Therapie sinnvoll und notwendig.Es gibt zahlreiche unterschiedliche Ansätze, die sich darin einig sind, dass verhaltenstherapeutisch basierte, übende Verfahren zentral sind. Unterschiede zwischen den Programmen findensich bezüglich ihres theoretischen Hintergrundes, im Setting, bezüglich der Frage, ob und wieEltern involviert sind, der Anzahl der Therapeut/inn/en, dem konkreten Inhalt sowie individuellen Zielen der Förderung, den spezifischen eingesetzten Therapiemethoden sowie der Dauerund Intensität der Programme. In dem vorliegenden Überblicksvortrag werden unterschiedlichemanualisierte Therapieansätze vorgestellt und inhaltlich-methodisch sowie bezüglich ihrerEvidenz verglichen.Christine M. Freitag, W3-Professur für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie,Direktorin der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters des Universitätsklinikums Frankfurt am Main der Goethe Universität. Wissenschaftliche Schwerpunkte: Genetik, Diagnostik und Therapie von Autismus-Spektrum-Störungen;Genetik und Gen-Umwelt-Interaktion von d Störungen des Sozialverhaltens. Autorin zahlreicher wissenschaftlicher Artikel und Überblicksartikel zu Autismus-Spektrum-Störungen. Sie ist Autorin der Bücher „Autismus-Spektrum-Störungen“ in der Reihe: Bausteine der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, Bd. 3 desRheinhardt-Verlags; des Gruppentherapieprogramms „Soziales Kompetenztraining für Kinderund Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störungen“ aus dem Beltz-Verlag sowie des Elterntrainings-Programmes „Das Frankfurter Autismus- Elterntraining (FAUT-E): Psychoedukation,Beratung und therapeutische Unterstützung“ im Kohlhammer-Verlag. Aktuell ist die Neuauflagedes Leitfadens „Autismus-Spektrum-Störungen“ im Hogrefe-Verlag. Sie ist in Überarbeitung undwird Ende 2016 erscheinen.

ische Frühförderung: Was ist wirksam?Podiumsdiskussion27Thematik: Die Frühförderung von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störungen ist zentral umbestmögliche Voraussetzungen für die Entwicklung der betroffenen Kinder zu schaffen. Es gibteine Vielzahl von Therapieansätzen, allerdings unterscheiden sich diese bzgl. Dauer, Intensität,Therapiemethoden und wissenschaftlicher Evaluation. In der Podiumsdiskussion stellen Vertreter innen verschiedener Therapierichtungen Ihre Ansätze vor und diskutieren miteinandersowie mit dem Publikum die Vor- und Nachteile der verschiedenen Methoden.Autismus-Therapie- und Forschungszentrum der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- undJugendalters der Goethe Universität Frankfurt. Als Entwicklungspsychologin gilt ihr Interesse insbesondere den frühkindlichen Meilensteinen, die im Rahmen von Autismus besondersbedeutsam sind. Hierauf liegt auch ihr Forschungsschwerpunkt.Ihr besonderes Anliegen ist es, die Erkenntnisse aus der entwicklungspsychologischen und klinischen Forschung zu integrieren, um Kinder mit Autismus-Spektrum-Störungen und ihreFamilien mit evidenzbasierten Maßnahmen zu unterstützen.Sie war federführend an der Entwicklung des Frankfurter Frühinterventionsprogramms für Kinder mit Autismus (A-FFIP) beteiligt.Günther StratmannFacharzt für Kinder- und JugendpsychiatrieAutismusspezifische Verhaltenstherapie mit Schwerpunkt diskretes Lernformat (ABA)Claus LechmannAutismustherapiezentrum KölnIntegrativer Ansatz evidenzbasierter MaßnahmenDr. Stratmann ist als verhaltenstherapeutischer Supervisor undDozent am Institut für Fort- und Weiterbildung in klinischerVerhaltenstherapie (IFKV) in Bad Dürkheim sowie am LandauerStudiengang zur Ausbildung in Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie tätig. Er ist Mitglied von ABA Deutschland e.V. Darüber hinaus ist Dr. Stratmann Vater eines 13-jährigen Sohnesmit einer Autismusspektrumstörung, bei dem seit 4 Jahren einABA-Förderprogramm durchgeführt wird. Dr. Stratmann verfügtsomit über Erfahrungen aus verschiedenen Perspektiven im Bereich Autismusförderung. Schwerpunkte seiner klinischen Arbeit sind die Leitung der kinderpsychiatrischen Abteilung desPfalzinstituts sowie im ambulanten Bereich die Betreuung vonKindern und Jugendlichen mit Autismus Spektrum Störungen, sowie Intelligenzstörung undVerhaltensauffälligkeiten. In diesem Zusammenhang betreut er als Konsiliararzt seit 15 Jahreneine überregionale Fördereinrichtung für diesen Personenkreis. Weitere klinische Schwerpunkteliegen im Bereich Epileptologie. Das Pfalzinstitut betreibt eine Epilepsieambulanz sowie dieBetreuung und Behandlung von Patienten mit Ticstörungen.Claus Lechmann ist Diplom-Psychologe und Erwachsenen-, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut. Er arbeitete über zehnJahre in verschiedenen Psychiatrischen Kliniken und spezialisierte sich dabei u. a. auf die Behandlung von Borderline-Störungen.1995 übernahm er die Leitung des AutismusTherapieZentrums(ATZ) in Köln und setzt sich seitdem für die Versorgung von Menschen mit Autismus ein. Sein besonderes Interesse gilt der Früherkennung und Frühtherapie von autistischen Störungen. Weiterhin ist er in einer Lehrpraxis tätig und arbeitet als Dozent undSupervisor für verschiedene Ausbildungsinstitute mit den Themenschwerpunkten Psychotherapie bei ‚Borderline-Störungen’und ‚Autismus’. Seit 2011 ist er Mitglied in der Steuerungsgruppezur Erstellung der Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Autismus-Spektrum-Störungen.Moderation: Ludger Tebartz van ElstTeilnehmer: Günther Stratmann, Karoline Teufel, Claus Lechmann, Dr. Anne HäußlerKaroline TeufelAutismustherapiezentrum, Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindesund Jugendalters Universität FrankfurtEntwicklungsbasierte Autismus-spezifische Verhaltenstherapie mit dem Schwerpunkt natürliches LernformatKaroline Teufel ist Diplom-Psychologin und arbeitet seit über 10 Jahren mit Kindern und Jugendlichen mit Autismus-Spektrum-Störungen. Dabei war sie in verschiedenen Einrichtungenmit unterschiedlichen Therapieansätzen tätig. Seit 2014 arbeitet sie in leitender Funktion imAnne HäußlerTeam Autismus GbRDeutsche Adaptation des Programms "Family ImplementedTEACCH for Toddlers (FITT)", Frühe Förderung nach dem TEACCH AnsatzAnne Häußler ist Diplompädagogin, Diplompsychologin (USA)und TEACCH Certified Advanced Consultant. Sie hat eine zweijährige Ausbildung in einem TEACCH-Zentrum in North Carolinaabsolviert und an der Universität von North Carolina in ChapelHill in Zusammenarbeit mit dem TEACCH Programm promoviert.Für 2,5 Jahre war sie Therapeutin in einem Autismus-TherapieZentrum in Deutschland und wechselte dann in die selbststän-

28Podiumsdiskussiondige Tätigkeit. Anne Häußler hat Erfahrungen in der Beratung von Einrichtungen der Behindertenhilfe für alle Altersgruppen sowie bei einzelfallbezogenen Hilfen und Begleitung von Familien und Fachpersonal. Sie war maßgeblich bei der Entwicklung und praktischen Umsetzungeines gruppenpädagogischen Konzepts zur sozialen Förderung bei Menschen mit AutismusSpektrum-Störung (SOKO Autismus) beteiligt. Sie ist Mitbegründerin von Team Autismus GbR.Darüber hinaus war Sie am Aufbau und der Leitung einer nach dem TEACCH-Ansatz arbeitendenTherapie- und Beratungsstelle beteiligt. Aktuell trägt sie die konzeptionelle Verantwortung inder Gesamtleitung von Team Autismus. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt in derFortbildung: sie ist international als Referentin zu den Themen Autismus und TEACCH tätigund hat eine Vielzahl von Büchern und Fachartikeln zu diesen Themen tragTherapieverfahren für Erwachsene aus dem Autismus-SpektrumIsabel Dziobek (Berlin), Ludger Tebartz van Elst (Freiburg)Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) sind chronisch und treten mit einer Prävalenz von ca. 1%häufiger auf als lange angenommen. Die therapeutische Versorgung besonders von Erwachsenen mit ASS ist in Deutschland jedoch unzureichend realisiert. Auf der Grundlage aktuellerForschungsergebnisse zur Ätiologie und neurokognitiven Funktionen und unter Berücksichtigung der besonderen Wahrnehmung und Informationsverarbeitung von Menschen aus demAutismus-Spektrum werden in diesem Vortrag Erkenntnisse zur therapeutischen Behandlungvon ASS im Erw

Teilnehmer: Günther Stratmann (Landau), Karoline Teufel (Frankfurt a.M.), Claus Lechmann (Köln), Anne Häußler (Mainz) 17:45-18:00 Posterpreisverleihung / Poster Award Ceremony 18:00-19:00 Get together 19:00-20:00 WGAS e.V.-Mitgliederversamml