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Dezember 2018EINBLICKAGAPLESION MARKUS DIAKONIEJubiläum10 Jahre AGAPLESION HAUS SAALBURGSeite chnung fürQuartiersprojekt, S. 3GenerationenübergreifendeBegegnung, S. 9Engagement fürNachhaltigkeit, S. 14Dezember 2018 EINBLICK 1

Editorial InhaltLiebe Leserinnen und Leser,das Jahr neigt sich dem Ende undein neuer Anfang steht bevor. Sohalten wir Rückschau und blickenzugleich auch schon nach vorne.Wir konnten in 2018 viele Projekte umsetzen. Im Oberin MarthaKeller haus wurde der 3. Bauabschnitt fertiggestellt. Im kommenden Jahr sollen nun neue Dienstzimmer und für die Bewohnerneue Wohnküchen in den Etagenentstehen.Das Quartiersprojekt auf demMühlberg hat sehr erfolgreichbegonnen. Ganz nach dem Motto „Auf gute Nachbarschaft“ engagierte sich das Oberin MarthaKeller Haus mit dem Projekt „Demenz respektvoll begegnen“ undwurde dafür von der HessischenStaatskanzlei als Ort des Respektsausgezeichnet. Außerdem wurden wir für unser Konzept „Gesund altern im Quartier“ mit demHessischen Gesundheitspreis geehrt.INHALTSVERZEICHNISAGAPLESION MARKUS DIAKONIEErfolgreiche Absolventen . 2Hessischer Gesundheitspreis . 3Azubi-Tag . 4Im Porträt: Inga Anhorn . 5Personal und Organisation. 5Starke Frauen in der Pflege . 6Landesbeste Auszubildende . 7Zehnjährige Dienstjubiläen . 7OBERIN MARTHA KELLER HAUSSocial Days . 8In historischen Klostermauern. 8Zukunft trifft Vergangenheit . 9Weinprobe . 9Sommerfest im Mühlbergpark . 9Nächste Termine . 9HAUS SAALBURGEinrichtung mit Modellcharakter:10 Jahre Haus Saalburg . 10Ein Künstler kann jeder sein. 12Vorgestellt: Sebastian Müller. 12Tim Schneider blickt zurück . 12Lasst Blumen sprechen . 13SCHWANTHALER CARRÉERendezvous im Park . 13Von Bienen und Blühwiesen. 14Tanz in den Mai. 14Ausflug ins Planetarium . 14Nächste Termine . 14SEELSORGEJahreslosung 2019 . 15DIE LETZTE SEITEAngehörigen-Akademie . 16Kontakte . 16Spendenaufruf . 16Impressum . 16Erfolgreiche Absolventen„Gealtert“, aber mit 10 Jahren immer noch „jung“ ist inzwischendas Haus Saalburg. Im Augustfeierten wir dieses kleine Jubiläum mit einem schönen Fest. VieleMitarbeitende waren von der ersten Stunde mit dabei und hattenjetzt ebenfalls ihr 10-Jähriges.Am AGAPLESION Jahresmotto„AGAgoesGreen“ beteiligten wiruns mit vielen Aktionen, zumBeispiel dem Bienentag, Bewohnerausflügen oder den KlimaGourmet-Wochen. All dies warnur möglich mit einsatzbereiten,kollegialen Teams, denen ich andieser Stelle von Herzen danke.Ihre Hannelore RexrothGeschäftsführerinAGAPLESION MARKUS DIAKONIE2 EINBLICK Dezember 2018Unsere hauptamtliche Praxisanleiterin Shalah Iranshahi konnte auch in diesem Jahr wieder allen Azubis zu einem überdurchschnittlich guten Abschlussder Altenpflegeausbildung verhelfen. Das Foto zeigt sie (vorne rechts) mitDennis Surek (l.) sowie Geovane Zorzan, Dajana Nikolic, Marko Marosevic vom Oberin Martha Keller Haus und Mariannie Hattensperger vomSchwanthaler Carrée (hintere Reihe v. l. n. r.). Vom Haus Saalburg habenDennis Plagenz, Ivanka Georgieva, Tim Schneider und Slatjana Gostimirovic ihre Examen bestanden. Alle Häuser sind auf die Leistungen ihrer Azubissehr stolz und freuen sich auf eine erfolgsversprechende Zusammenarbeit.

AGAPLESION MARKUS DIAKONIEAuszeichnung für Projekt „Gesund im Quartier“Zum siebten Mal verlieh HessensGesundheitsminister Stefan Grüttner am 16. August 2018 in Wiesbaden in drei Kategorien den jeweilsmit 2000 Euro dotierten HessischenGesundheitspreis. Insgesamt warendiesmal 92 Bewerbungen eingereicht worden. Die Auszeichnung inder Kategorie „Gesund Altern“ gingin diesem Jahr an die AGAPLESIONMARKUS DIAKONIE aus Frankfurt.Das christliche Unternehmen wurdefür sein Projekt „Gesund im Quartier“ prämiert. „Gastfreundschaftund Fachinformation sind Eckpfeilerunseres Projektes“, sagte Geschäftsführerin Hannelore Rexroth bei derPreisverleihung. Ziel des Projekts istes, die Menschen auf dem Mühlberg in Sachsenhausen im Rahmender Quartiersarbeit einander näherzu bringen und zu vernetzen, überein lebensphasengerechtes Gesundheitsverhalten zu informieren sowieBedürfnisse zur erkennen und entsprechende Angebote zu gestalten.Und wie geht das besser als mitgutem und gesundem Essen. Expertin für dieses Thema im Unternehmen ist Diätassistentin JulianeHopffer. Sie bietet neben offenenSprechstunden zu Ernährungsfragenauch Koch- und Hauswirtschaftskurse an. Hier greift sie Themenwie Ernährung mit Demenz oderSchluckstörungen auf und gibt einfache und praktische Zubereitungstipps. Außerdem können Nachbarn täglich den preisgünstigen undvielfältigen Mittagstisch im OberinMArtha Keller Haus und im HausSaalburg nutzen.Als kleines Highlight gab es bei derPreisverleihung direkt auf der Bühneeinen leckeren Smoothie zur Verkostung für den Minister und die Juroren. „Smoothies schmecken nichtGesundheitsminister Stefan Grüttner (2. v. r.) mit den Vertretern der AGAPLESIONMARKUS DIAKONIE: Sebastian Müller, Mitarbeiter Quartiersmanagement, JulianeHopffer, Diätassistentin, und Hannelore Rexroth, Geschäftsführerin (v. l. n. r.).nur fantastisch und enthalten vieleNährstoffe, sondern ergänzen auchhervorragend den Speiseplan“, erklärte Hopffer.Neben der Ernährungsberatungbietet das Quartiersprojekt auchSprechstunden zu Sozial- und Lebensfragen an. Um Nachbarn allerGenerationen zusammenzubringen,nutzen die Projektmitarbeiter gernean Wochenenden das Stadtteilfrühstück oder laden zum Grillen ein.Willkommen ist jeder, der sich imViertel engagieren möchte oder einfach nur ein gutes Gespräch sucht.Unter dem Titel „Helfende Hände“ist außerdem eine Schulungsreihezur Qualifizierung in der Seniorenbegleitung geplant. Der aus achtModulen bestehende Kurs soll freiwillige Helferinnen und Helfer darauf vorbereiten, als „Seniorenlotse“zum Beispiel der Überforderung beiAnträgen entgegenzuwirken, Man-gelernährung frühzeitig zu erkennenund Hilfsnetze zu organisieren, dieweiterhin ein gesundes und selbstbestimmtes Leben in der eigenenHäuslichkeit ermöglichen.Darüber hinaus bietet eine eigeneAngehörigen-Akademie schon seitfünf Jahren pflegenden Angehörigenund interessierten Anwohnern Fachvorträge und Workshops rund umdie Themen Demenz, Bewegungim Alter, Ernährung, Medizin, Psychologie und Palliativpflege an. AlsReferenten stehen Gerontopsychiater, Psychologen, Fachpflegekräfte,Diätassistenten, Physiotherapeutenund weitere Experten zur Verfügung.Im Anschluss an die Preisverleihungkonnten sich alle Gäste am Infostandder Preisträgerin austauschen.Dezember 2018 EINBLICK 3

AGAPLESION MARKUS DIAKONIEAzubis trainierten KonfliktbewältigungBeim AZUBI-Tag am 21. November2018 musste sich niemand mit Hilfevon kniffligen Aufgaben aus einemgeschlossenen Raum befreien, wiezuletzt 2016, oder im Taunus durchwaldiges Gelände kämpfen, so geschehen 2017. Vielmehr gab es diesmal eine Fortbildung zum ThemaDeeskalation/Konfliktbewältigung.Geleitet wurde der Tag von Polizeihauptkommissar Karl Lambertz. DerVerhaltenstrainer, der schon seit einiger Zeit Mitarbeiter der AGAPLESION MARKUS DIAKONIE in diesemThema schult, hatte sich für die Auszubildenden speziell auf sie ausgerichtete Schulungsinhalte überlegt.Vor allem die praktischen Übungenmachten das Thema sehr greifbar fürdie Kolleginnen und Kollegen.Selbst erlebte Konflikte und/odereskalierte Situationen (teilweise mitGewalterfahrungen) aus dem eige-Herr Lambertz demonstriert eine Übung (links), dann versuchen es die Azubis selbst.nen Umfeld boten praktische Anwendungsbeispiele. Am Ende desTages waren alle Teilnehmerinnenund Teilnehmer sichtlich geschafft– von der inhaltlichen Fülle ebensowie von der emotionalen Tragweitedes Themas. Aber sie waren auchvoller Tatendrang, das Gelernte indie Praxis umzusetzen. Wir hoffen,dass wir aus dieser Fortbildung guteErgebnisse für unsere gemeinsameArbeit generieren können.Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des AZUBI-Tages mit Praxisanleiterin Shahla Iranshahi und Verhaltenstrainer Karl Lambertz.4 EINBLICK Dezember 2018

AGAPLESION MARKUS DIAKONIEIM PORTRAITPersonal und OrganisationINGA ANHORNAb 15. Januar 2019Stabsstelle QuartiersmangementIch bin in der Nähe von Ulmaufgewachsen und habe nachdem Abitur Lehramt für Realschule mit den Fächern Deutschund Geschichte in Ludwigsburgstudiert. Im Anschluss daran binich im Jahr 2009 nach Frankfurtgezogen, um mein Studium derDiplom-Pädagogik mit Schwerpunkt Erwachsenenbildung aufzunehmen. Nach dem Studiumwar ich bei der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und danach bei der Stadt Frankfurt jeweils im Bildungsbereich tätig.Ab Mitte Januar 2019 werde ichdie Stabsstelle „Quartiersmanagement Mühlberg“ bei der Geschäftsleitung der AGAPLESIONMARKUS DIAKONIE übernehmen. Ich bin schon gespannt aufdie abwechslungsreichen Aufgaben, die auf mich zukommenwerden. Ich freue mich besonders, wenn Menschen mit Ideenfür das Quartier Mühlberg aufmich zukommen und wir siegemeinsam umsetzen können.Wichtig ist, dass sich alle Bewohner des Mühlbergs, insbesondereauch die älteren, in ihrem Quartier wohlfühlen und zueinanderfinden. Dabei möchte ich unterstützen, vernetzen und „Hilfe zurSelbsthilfe“ geben.In meiner Freizeit verreise ichgerne nach Asien und entspannemich beim Lesen.Seit 1. September2018 ist JasminBerghaus die neuePflegedienstleitungim Oberin MarthaKeller Haus. Sielegte im September2008 ihr Staatsexamen als Altenpflegerin ab. 2014 folgte die Weiterbildung zur Pflegedienstleitung. SeitJanuar 2013 bis zu ihrer Elternzeitleitete sie die Soziale Betreuung undab 2015 zusätzlich den DemenzWohnbereich im Oberin MarthaKeller Haus. Nach ihrer Rückkehr2018 stieg sie als stellvertretendePflegedienstleitung wieder ein.Ann-Kathrin Petith (r.), bis Oktober2018 stellvertretende Hausleitungim Haus Saalburg im Rahmen desAGAPLESION Trainee Einsatzes,wurde verabschiedet.Nadine Kilb hat am15. Oktober 2018ihr TraineeprogrammimPflegemanagement begonnen. ZurZeit absolviert sieein Teilzeitstudium an der Frankfurt University of Applied Sciencesim Studiengang Pflege- und CaseManagement. Im Oktober 2012 Bestand sie erfolgreich ihr Examen zurGesundheits- und Krankenpflegerinund arbeitete in verschiedenen Bereichen der Pflege wie zuletzt in derGerontopsychiatrie.Cornelia Sciborskihat am 1. Oktober2018 die PflegedienstleitungimSchwanthaler Carréeübernommen. Sie istausgebildete Krankenschwester und seit über 30 Jahren in der Pflege tätig. Zuvor war siestellvertretende Pflegedienstleitung/Wohnbereichsleitung im Haus.Das Alten- und Pflegeheim „HausSalem“ in Kassel gehört ab dem 1.Januar 2019 zu den AGAPLESIONDIAKONIE KLINIKEN KASSEL. Damit stärkt AGAPLESION zusammenmit der Mitgesellschafterin, der Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus Kassel, die bestehende Zusammenarbeit am Standort. Durch denAusbau der Partnerschaft wird dieEtablierung eines kompletten Versorgungsangebots angestrebt, dasbedarfsgerechteDienstleistungenabbilden kann. Haus Salem verfügtüber 72 Pflegeplätze, die sich aufsechs Wohnebenen verteilen.Unterstützung bekommen die Kollegen in Kassel u. a. von den Wohnen& Pflegen Einrichtungen in Frankfurt, so Hannelore Rexroth, LeitungWohnen & Pflegen Haus Salem.Pfarrerin Martina Tirre, Vorstand Kurhessisches Diakonissenhaus Kassel, und AlfredKarl Walter, Geschäftsführer AGAPLESION DIAKONIEKLINKEN KASSELDezember 2018 EINBLICK 5

AGAPLESION MARKUS DIAKONIEStarke Frauen in der PflegeGepflegt wird in der professionellen Pflege zu über 85 Prozent von Frauen.Um diese wichtige Arbeit wertzuschätzen und eine Erinnerungskultur zuetablieren, startete die Diakonie Hessen am 8. März 2018, dem internationalen Frauentag, die Kampagne „Starke Frauen in der Pflege“. Sie möchteeinerseits Frauen würdigen, die aktuell in diakonischen Einrichtungen inder Pflege oder auch in Leitungspositionen tätig sind, und andererseits andie Verdienste von Frauen erinnern, die sich in der Vergangenheit für diePflege und pflegebedürftige bzw. kranke Menschen in der Diakonie starkgemacht haben. Bis zum 8. März 2019 werden im Internet unter https://starke-frauen-pflege.de/ monatlich eine in der Vergangenheit und eine derzeit in der Pflege tätige Frau öffentlich vorgestellt. Dazu gehört auch Hannelore Rexroth, Geschäftsführerin der AGAPLESION MARKUS DIAKONIE.Nach dem Tod des Partners alleinzurückbleiben – im eigenen, vertrauten häuslichen Umfeld zwar,aber die Kontakte nach außen werden immer spärlicher. Eine Erinnerung, die Hannelore Rexroth mitihrer Großmutter verbindet und diesie geprägt hat. „Früh habe ich mirGedanken gemacht, wie man alteMenschen, die daheim sitzen undauf den Tod warten, wieder in dieGemeinschaft holen kann.“Die heute 53-Jährige kam in Darmstadt zur Welt. In Gießen studiertesie Haushalts- und Ernährungswissenschaften. „Das Studium botvielfältige Möglichkeiten, von Medizin, Diätetik, Botanik bis hin zusozialwissenschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Themen“, sagtHannelore Rexroth. Ein Jahr war siemit einem Stipendium in den USAan der Kansas State University inManhattan und machte dort ihrenMaster of Science in Institution Management and Gerontology. „Es warspannend zu sehen, wie in den USAmit dem Altern umgegangen wird.Dort eröffneten sich Einblicke inKonzepte des betreuten Wohnensund der aktivierenden Pflege, als beiuns noch die Rede nur von Altenund Pflegeheimen war.“Mit 25 Jahren kam sie zurück undhatte vielen Fragen im Kopf. Etwa zur6 EINBLICK Dezember 2018Wohnqualität und zu den Qualitätsstandards in Altenheimen. Ende der1980er Jahre ging es für HanneloreRexroth in der Pflege um mehr alsnur darum, dass die Bewohner sattund sauber sind. Lebensbejahendsollte das Ende des Daseins gestaltet werden. „Ein positives Bild vomAltern“ schwebte ihr vor, „aktiv seinbis ins hohe Alter“. Kein bloßesWarten auf den Tod. Enthusiastischbewarb sie sich als Leiterin einesAltenheimes. Die Stelle bekam sienicht – „ich sei noch ein bisschenzu jung“, hieß es im Bewerbungsgespräch. Doch der Gestaltungswilleblieb. „Gemeinsam etwas aufbauen, alle Bedürfnisse vereinen, eineganzheitliche Versorgung etablieren– im Altenheim muss man alles können, von der Küche bis zur Pflege“.Dieses komplexe System fasziniertHannelore Rexroth.In ihrem beruflichen Werdeganghat sie viele Stufen dieses Systemsdurchlaufen. Sie war Mediatorin inUnternehmen und Organisationen,Ökonomische Visitorin für die Zertifizierung von Krankenhäusern, Qualitätsmanagementbeauftragte. Heuteist sie Mitglied im Frankfurter Forumfür Altenpflege sowie Vorstandsmitglied in der Arbeitsgemeinschaft fürEvangelische Altenhilfe und Pflegeund Mitglied im Fachausschuss fürWirtschafts- und PflegesatzfragenHannelore Rexrothder Diakonie Hessen. Seit 2008ist Rexroth Geschäftsführerin derAGAPLESION MARKUS DIAKONIE,der Markus Service & WohnenGmbH und des ambulanten Pflegedienstes AGAPLESION CURATEAM.Sie ist zuständig für drei Häuser mitinsgesamt 238 Pflegeplätzen: HausSaalburg, das Schwanthaler Carreeund das Oberin Martha Keller Haus.In Letzterem wurde 2011 eine aufDemenz spezialisierte Tagespflegeeröffnet und 2018 mit einem vonder Stiftung Deutsches Hilfswerkgeförderten Quartiersprojekt begonnen. Rexroth möchte, dass dieEinrichtungen in die Nachbarschafthineinwirken, dass sich Kontakte zuKirche, Sozialarbeit, Schulen oderVereinen ergeben und daraus eindichtes, Generationen und Sektorenübergreifendes Netzwerk wird.„Wir wollen keine Inseln sein mitunseren Häusern“, betont sie undfindet, dass zu oft in festen Grenzengedacht wird. „Wir wollen unsereAngebote vernetzen, Junge und Alteeinbinden.“Hannelore Rexroth will die Bewohner motivieren, ein aktives Leben imAlter zu führen, „die Zeit zu genießen, die man hat.“ Dazu gehört, einWohnumfeld zu schaffen, das der

AGAPLESION MARKUS DIAKONIEBiografie der Menschen entsprichtund in dem sie sich wohlfühlen.Dazu gehört auch, ein Gespräch darüber zu führen, was sich die Menschen am Lebensende wünschen.„Das ist sehr intensiv, emotional,und damit sollte man sich frühzeitigauseinandersetzen“, findet sie. IhreMitarbeitenden erhalten dazu gezielte Schulungen.2006 wählte die engagierte Ökotrophologin ein Hobby, das zu ihr undihrer Arbeit passt. Sie wurde Imkerinund kümmert sich auf ihrer Streuobstwiese in der Freizeit um zehnHonigbienenvölker. 2016 legte sieauf dem Dachgarten von Haus Saalburg ein Wildbienenhotel an. „Bienen sind das perfekte Bild einer sichsorgenden Gemeinschaft. Jeder istfür jeden da. Ein Sinnbild, dass manmiteinander etwas Positives bewirken kann“, findet Hannelore Rexroth.Astrid LudwigLandesbeste AuszubildendeAm 16. Oktober 2018 wurden 252 Absolventen derAbschlussprüfungWinter2017/2018 sowie Sommer2018 als IHK-Beste ausgezeichnet. Alle haben ihrenAusbildungsabschlussimGesamtergebnis mit derNote „Sehr Gut“ erreicht.22 von ihnen wurden zusammen mit ihren Ausbildungsbetrieben als Landesbestein Hessen ausgezeichnet,darunter Vanessa Ries, Mitarbeiterin in der Verwaltungim Oberin Martha KellerHaus. Sie ist hat dieses Ergebnis im AusbildungsberufKauffrau im Gesundheitswesen erreicht und mit ihr dieAGAPLESION FRANKFUR-Nina Grüneberg (l.), Referentin Personalentwicklung AGAPLESION, vertrat bei der Ehrung den Ausbildungsbetrieb. Vanessa Ries (r.) erreichte bei ihrerAbschlussprüfung das beste Ergebnis von allen.TER DIAKONIE KLINIKEN als Träger derAGAPLESION MARKUS DIAKONIE. Wirgratulieren!Zehnjähriges Dienstjubiläum gewürdigtMitarbeitende der AGAPLESIONFRANKFURTER DIAKONIE KLINIKEN und der AGAPLESION WOHNEN & PFLEGEN Einrichtungen inFrankfurt, die seit zehn Jahren unterdem Dach von AGAPLESION tätigsind, wurden bei einer kleinen Feieram 21. November 2018 mit einemBlumenstrauß und einer Urkundegeehrt.Überreicht wurden die Präsentevon Kliniken-Geschäftsführer Jürgen Schäfer und den jeweiligenEinrichtungsleitungen: Dagmar Steiger (Ambulanter Pflegedienst Curateam), Lina Freudenberg (Hausleitung im Oberin Martha Keller Haus),Ilona Wolf (Haus- und Pflegedienstleitung Haus Saalburg). Aus dem Bereich der Altenpflege nahmen an derFeierstunde neun Mitarbeitende teil.Insgesamt sind in den verschiedenenEinige Jubilarinnen der AGAPLESION WOHNEN & PFLEGEN Einrichtungen in FrankfurtWOHNEN & PFLEGEN Gesellschaften in Frankfurt 21 Mitarbeitendeschon seit zehn Jahren dabei.Nach dem Sektempfang, der Begrüßung durch Herrn Schäfer undder Ehrung traf man sich in großerKaffeerunde zum Austausch mit Kol-legen und Vorgesetzten. Dabei wurden manche Anekdoten aus den vergangenen zehn Jahren erzählt. HerrSchäfer lud dazu ein, sich reichlicham Buffet zu bedienen, und fordertealle auf: „Sorgen Sie mit dafür, dassnicht hochwertige Lebensmittel inden Nassmüll überführt werden.“Dezember 2018 EINBLICK 7

Oberin Martha Keller HausSocial Days mit der Commerzbank und FerreroDen Herbst begrüßenEinige Freiwillige von der Commerzbank verbrachten am 21. Septembereinen Social Day im Oberin MarthaKeller Haus. Der Tag wurde von derMalteser-Hilfsorganisation durchgeführt und sollte Abwechslung in denAlltag der Bewohner mit Demenzbringen. Er diente auch der Aktivierung und Förderung ihrer Eigeninitiative.Selbstgefertigte Herbst-Dekorationen.Nach einer kurzen Begrüßungsrunde begann am frühen Morgendie Zubereitung einer Kürbissuppe.Es wurden eigenhändig zahlreicheKürbisse, Karotten sowie Zwiebelngeschält und geschnibbelt. DieseAktivierungen fördern die erhaltengebliebenen Fähigkeiten der Bewohner. Zeitgleich wurde ein Kürbiskuchen zubereitet und gebacken.Nach einer kurzen Pause ging esweiter mit dem Programm. Kürbisseund Blümchen wurden zu Tischdekorationen zusammengesteckt, mitKastanien und Buchekernschalenverziert und bewundert.Zur Mittagszeit versammelten sichalle Bewohner und Helfer, um gemeinsam die selbstgemachte Kürbissuppe zu verspeisen und freudigbeieinander zu sein. Nachdem derKürbisanteil führ diesen Tag gedecktwar, haben wir den Social Day miteiner gemeinsamen Kaffeerundeausklingen lassen.8 EINBLICK Dezember 2018Erdbeeren pflücken in EgelsbachGegen 10 Uhr starteten wir zumBirkenfelder Hof, im Gepäck jedeMenge gute Laune, tolle Menschenund viele Eimer. Trotz schlechterWettervorhersage und angekündigter leerer Erdbeerfelder wagten wirden Ausflug und wurden nicht enttäuscht. Auf dem Feld angekommen,begannen wir gleich mit dem Erdbeerenpflücken. Dabei blühte eineBewohnerin ganz besonders auf: Siebefreite auch die Stauden von Unkraut mit einer Freude, die alle anderen ansteckte. Mit einer üppigenAusbeute ging es zurück ins OberinMarta Keller Haus. Gemeinsam mitFreiwilligen der Firma Ferrero wurdeMarmelade gekocht und Kuchen gebacken. Im Anschluss saßen wir ingemütlichen Runde auf der Terrasseder Tagespflege und ließen uns denleckere Erdbeerkuchen schmecken.Verarbeitung der Erdbeer-Ernte.Ein rundum gelungener Tag. UnserDank gilt allen Beteiligten mit demFazit: Das machen wir nächstes Jahrwieder!In historischen KlostermauernDas ehemalige Benediktinerkloster mit der Einhardbasilika (re.) in Seligenstadt.Am 18. Mai unternahmen Gästeder Tagespflege und Bewohner desOberin Martha Keller Haus zumzweiten Mal einen gemeinsamenAusflug. Diesmal ging die Fahrtnach Seligenstadt zur ehemaligenBenediktinerabtei St. Marcellinusund Petrus. Die Klosteranlage, diezwischen 830 und 840 entstand, istheute in ihrer barocken Umgestal-tung erlebbar. Auf dem Areal gibtes auch ein schönes Kloster-Café, indem Menschen mit Handicap bedienen. Unsere Ausflügler genossendas historische Ambiente bei Kaffeeund Kuchen. Zum Abschluss machten wir einen Spaziergang durchden malerischen Klostergarten, indem auch eine Vielzahl von Heilkräutern angebaut werden.

Oberin Martha Keller HausZukunft trifft Vergangenheit15 Jugendliche von der Schwanthaler Schule waren am 23. Mai mitihrer Ethiklehrerin Frau Istuk einenTag lang zu Gast im Oberin MarthaKeller Haus. Unter dem Motto„Alter und Lebensentscheidungen“erfuhren sie unter der Leitung vonOlaf Rosendahl und Sebastian Müller mehr über das Älterwerden undkamen mit Bewohnern der Pflegeeinrichtung ins Gespräch.Während sich ein Teil der Schülerin den Interviews befand, hörte derandere Teil einen Vortrag über „Alterund Demenz“. Danach wurden dieGruppen getauscht. Zum Abschlusstrug man die Eindrücke zusammen.Die Schüler waren von den Lebensläufen der Bewohner beindruckt. Sienahmen auch so manche Tipps füreigene zukünftige Entscheidungenmit, wie Gelassenheit oder positivesDenken. Gerne möchten wir ähnliche generationsübergreifende Projekte in der Zukunft fortsetzen.Schüler im Dialog mit einer Bewohnerin.In Kleingruppen besuchten dieSchüler mehrere Bewohner und unterhielten sich mit ihnen über derenVergangenheit. Die Senioren plauderten aus dem Nähkästchen, zumBeispiel warum sie ihren damaligenBeruf gewählt haben oder ob sierückblickend heute etwas andersmachen würden. Die Kommunikation verlief aber nicht nur in dieseRichtung. Die Bewohner warenauch neugierig, wie es im Leben derjungen Leute so aussieht. So entstand ein lebhafter Dialog.Nächste TermineSamstag, 24.12.2018, 15:30 UhrWeihnachtsfeier mit Gottesdienstanschließend BescherungSamstag, 31.12.2018, 17:30 UhrSilvester-Gala-Dinnermit FeuerwerkÄnderungen vorbehalten.Schüler beim Vortrag mit Gruppenarbeit.WeinprobeGute Laune beim Weinfest.Am 13. September hatten wir wiederin die herbstlich dekorierte Cafeteria zu einer gemeinsamen Weinverkostung eingeladen. Die Auswahlreichte vom trockenen Weißweinbis zum lieblichen Dornfelder.Selbstverständlich wurden dazuauch verschiedene Häppchen Käse,Wurst, Kräcker sowie Weintraubengereicht. Bei einem guten SchluckWein und beschwingter Musik wurde wie immer fröhlich gefeiert.Sommerfest im Mühlbergparkfür gute Unterhaltung und der eineoder andere schwang sogar dasTanzbein. Gegen Abend klang dasFest langsam mit gerillten Köstlichkeiten aus. Wir sagen allen Helfernund Beteiligten herzlichen Dank!Tolle Stimmung beim Sommerfest.Bewohner des Oberin Martha KellerHaus, der SchlossResidence Mühlberg und Jugendliche vom Basement 26 feierten am 28. August beigrandiosem Wetter gemeinsam imMühlbergpark. Dort konnte man beiKuchen und Kaffee gut verweilenund sich mit seinen Tischnachbarnaustauschen. Auch die Musik sorgteDie Grillspezialitäten schmecken allen.Dezember 2018 EINBLICK 9

Haus SaalburgEine Einrichtung mit ModellcharakterAGAPLESION HAUS SAALBURG feierte 10-jähriges BestehenMit einem Festakt feierte das HausSaalburg in Bornheim am 7. August2018 sein zehnjähriges Jubiläum.Davina Krause, Hausleitung Servicewohnen, begrüßte im großenSaal Bewohner, Angehörige, Mitarbeitende, Nachbarn und Freunde,Kooperationspartner und Ehrengästeund präsentierte die Gemeinschaftsaktion zum Fest: Auf einer Leinwandhatten alle Bewohner und Mitarbeiter ihre Fingerabdrücke – als Blätteran einem Baum – hinterlassen. DasBild wird zukünftig das Foyer desHauses zieren.Weiter ging es mit geballter Frauenpower. Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld war voller Lob: „Seitseiner Gründung vor zehn Jahrenhat das Haus Saalburg Modellcharakter bewiesen. Leitung und Mitarbeitende leben die Kernwerte desMutterkonzerns wie Nächstenliebeund Wertschätzung.“ Ursula Schoen, Prodekanin des EvangelischenStadtdekanats Frankfurt, hob diepartnerschaftliche Zusammenarbeithervor. Dem Stadtdekanat ist einwürdevolles Altern ein großes Anliegen. „Die Kirchen Deutschlands haben in den 50er und 60er Jahren desvergangenen Jahrhunderts die Altenpflege in Deutschland maßgeblichmitgestaltet. Mich freut es, hier imHaus Saalburg zu sehen, wie dieseTradition weitergelebt wird.“Ansprachen hielten auch IngridMauritz Pflegedirektorin bei tthias Weber, Evangelische Kirchengemeinde Frankfurt-Bornheim,Pfarrerin Silke Peters, Altenheimseelsorgerin der evangelischen Kirche im Haus Saalburg, sowie FrauKauf, Wohnbereichsleitung im Haus10 EINBLICK Dezember 2018ner als kleines Dankeschön ein GlasHonig aus eigener Produktion.Im Anschluss gab es für die geladenen Gäste einen Sektempfang.Parallel hatten bereits die Festivitäten im Innenhof begonnen. Beihochsommerlichen Temperaturenwurde viel gelacht und erzählt. Fürmusikalische Unterhaltung sorgtedas Landespolizeiorchester.Geschäftsführerin Hannelore Rexroth,Prodekanin Ursula Schoen und Altenheimseelsorgerin Sigrid Peters (v. l. n. r.)Saalburg. Dann berichtete Hannelore Rexroth, Geschäftsführerin derAGAPLESION MARKUS DIAKONE,von Höhepunkten der vergangenenJahre. „Die Geschichte unserer Einrichtung steht auch dafür, dass wirfür aktuelle Entwicklungen stetsbedarfsgerechte und innovative Lösungen finden. Hiermit meine ichbesonders die Vernetzung – internmit den AGAPLESION FRANKFURTER DIAKONIE KLINIKEN undextern mit Ansprechpartnern undAnlaufstellen aus dem Quartier.Wir wollen kein isolierter Standortsein, sondern unseren Bewohnerneinen lebendigen Austausch ermöglichen.“ Anschließend überreichteFrau Rexroth, die Hobby-Imkerinist, jeder Rednerin und jedem Red-Stadträtin Birkenfeld freut sich über denHonig von Imkerin Hannelore Rexroth.Zum Kaffeetrinken wurde dann eineganz besondere Geburstagstorte angeschnitten: sie war mit einem Bilddes Gebäudes verziert.Der Geburtstagskuchen.Als weitere Attraktion gab es einenAltersparcours, bei dem Bewohnergegen Gäste antreten konnten. Füreinen fairen Wettkampf mussten die„Fitteren“ einen Alterssimulationsanzug tragen, der mit allerhand Gewichten und Equipment ausgestattetwar, wodurch die Sinneswahrnehmungen und die Bewegungsfreiheiteinschränkt werden. Die Teilnehmerhatten auf dem Parcours diverse Aufgaben zu lösen, z. B. Geldbeträgeabzählen oder einen Fahrplan lesen.Gar nicht so einfach, wenn eine verschwommene Brille den Blick trübtoder Gelenkmanschetten die Mobilität einschränken. An jeder Stationwurde die Zeit gestoppt. Die Gewinner wurde später mit einer Flasche Sekt belohnt.

Haus SaalburgHausleiterin Davina Krause (l.) und Pflegedienstleiterin Alexandra Michenfelder-Zeier (r.) überreichen FrauGoldbach (M.)den Hauptgewinn der Tombola.Den ganzen Tag lang konnten dieFestgäste an einer Tombola teilnehmen. Jedes Los kostete nur einenEuro. Dafür gab es viele tolle Preise.Wir bedanken uns bei allen Spendern für die Bereitstellung der Gewinne, wie zum Beispiel Gutscheinefür einen Friseurbesuch oder eineFußpflege. Als Hauptgewinn winkteein Präsentkorb mit allerlei leckerenKöstlichkeiten aus biologischer undfairer Herstellung und ohne Plastikund andere nicht-regenerative Verpackungen. Denn AGAPLESION istumweltbewusst und engagiert sichfür Nachhaltigkeit.Beim Kaffeetrinken auf der Restaurant-Terrasse: Mitarbeitende derAGAPLESION MARKUS DIAKONIE und Bewohner aus dem Haus Saalburg feiern gemeinsam das zehnjährige Jubiläum des Hauses.Der StandortAuf dem Gelände des Haus Saalburgstand früher die 1955 eingeweihteHeilandskirche der gleichnamigenevangelischenKirchengemeinde.Nach dem Zusammenschluss mitder Johannisgemeinde wurden dieKirche und das Gemeindehaus imJahr 2003 abgerissen.Die AGAPLESION FRANKFURTERDIAKONIE KLINIKEN übernahmendas Grundstück in Erbpacht und errichteten darauf das Haus Saalburg.In dem heutigen Gebäudekomplexbefinden sich neben einem vollsta-tionären Pflegebereich mit 73 Pflegeplätzen auch 53 Seniorenwohnungen für das Wohnen mit Servicesowie ein Dachgarten mit Blick aufdie Frankfurter Skyline. Weitere Räume und Dienstleistungen sind eineökumenische Kapelle, die in Erinnerung an die Heilandskirche denNamen Heilandskapelle trägt undin der regelmäßige Gottesdienstestattfinden, die Heilands-Kindertagesstätte, ein Kirchenladen, einFriseursalon sowie das öffentlicheRestaurant & Café HENRICUS mitbegrüntem Innenhof (Restau

der Diakonie Hessen. Seit 2008 ist Rexroth Geschäftsführerin der AGAPLESION MARKUS DIAKONIE, der Markus Service & Wohnen GmbH und des ambulanten Pflege-dienstes AGAPLESION CURATEAM. Sie ist zuständig für drei Häuser mit insgesamt 238 Pflegeplätzen: Haus Saalburg, d